Fußball | 3. Liga Serie gerissen: Zwickau verliert ereignisreiche Partie in Wiesbaden

10. Spieltag

Der FSV Zwickau hat im vierten Auswärtsspiel der Saison die erste Niederlage kassiert. In einer abwechslungsreichen Partie musste sich das Team von Joe Enochs dem kaltschnäuzigen SV Wehen Wiesbaden am Samstag (14.11.2020) mit 1:3 geschlagen geben. Für die Elf von Rüdiger Rehm war es der erste Heimsieg der Spielzeit.

Florian Carstens (Wiesbaden) im Zweikampf mit Dustin Willms (Zwickau) 9 min
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Offenes Visier in der Startphase - Willms verkürzt für FSV

Die erste Halbzeit war mit drei Toren, einem Lattentreffer und jeder Menge Torchancen ausgesprochen kurzweilig. Die erste Großchance hatte der FSV, als Dustin Willms mit einem Kopfball an Ex-Dynamo-Keeper Tim Boss scheiterte (6.). Dann schaltete Zweitliga-Absteiger Wiesbaden schnell um, Moritz Kuhn spielte ins Zentrum auf Gianluca Korte, der aus Nahdistanz zum 1:0 traf (7.).

Kurz darauf erhöhte Paterson Chato nach Pass von Maurice Malone, und auch da war die FSV-Abwehr nicht im Bilde (15.). Doch nur 73 Sekunden später meldete sich Zwickau zurück - Willms verkürzte nach einem Zuspiel von Morris Schröter. Danach hatte der FSV eine Druckphase, der letzte Punch fehlte aber. Sekunden vor der Halbzeit hämmerte Wiesbadens Phillip Tietz den Ball dann an die Querlatte.

Dustin Willms Zwickau erzielt das Tor zum 2:1.
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Monster-Save Brinkies - FSV fehlt die Durchschlagskraft

Nach der Pause erzeugte Zwickau zu wenig Gefahr. Herausragend war FSV-Torwart Johannes Brinkies, der mit einer Doppelparade gegen Benedict Hollerbach und Chato den Einschlag verhinderte (60.).

Bei einem Lattentreffer von Jakov Medic wäre der 27-Jährige chancenlos gewesen (78.). Dann folgte die Szene, die das Spiel entschied: Chato wurde im Strafraum von Davy Frick am Fuß getroffen und der Ex-Jenaer Tietz verwandelte den Elfer cool zum Endstand (83.). Zwickau kämpfte bis zum Abpfiff, ließ aber die letzte Konsequenz im Abschluss vermissen.

Spielszene
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Am kommenden Samstag trifft der FSV auf Waldhof Mannheim, Wiesbaden tritt bei Aufsteiger und Tabellenführer Saarbrücken an.

Stimmen zum Spiel

Joe Enochs (Trainer FSV Zwickau): "Es ist schwer für mich, nach der Niederlage gute Worte zu finden. Wir haben zu Beginn eine Riesenchance und bekommen postwendend das 0:1. Das ist sehr ärgerlich. Nach dem 0:2 ist es dann schwer, gegen eine stabile Mannschaft zurückzukommen. Wir kommen dann zurück mit dem Anschlusstreffer von Dustin, der heute gute Aktionen hatte. Nach der Halbzeit wollten wir weiter Druck machen, doch die klaren Torchancen hatte Wiesbaden. Wir hatten Aktionen, aber keine hundertprozentigen. Ich weiß nicht, ob es ein Elfmeter war, aber der Schiedsrichter hat gepfiffen. Die Niederlage ist bitter, weil heute mehr drin war."

Rüdiger Rehm (Trainer Wehen Wiesbaden): "Wir sind sehr glücklich darüber, dass wir die drei Punkte hierbehalten haben. Die letzten beiden Spiele sind negativ für uns gelaufen, da stehst du natürlich unter Druck. Den Moment, in den Zwickau mit seiner vergebenen Chance gehadert hat, haben wir gut ausgenutzt. Danach haben wir mit den 2:0 nachgelegt, waren sehr zufrieden und gut drin im Spiel. Aber gegen Zwickau darfst du nie abschalten und dann hatten wir einen kleinen Stellungsfehler. Das Spiel kann in eine andere Richtung gehen - so war es auch kurzzeitig, wir mussten die eine oder andere brenzlige Situation überstehen. Wir sind froh, dass wir in der zweiten Halbzeit das 3:1 gemacht haben. Wir haben immer noch viel zu tun, nehmen das aber so mit und schauen, dass wir nächste Woche nachlegen."

Tim Boss (Keeper Wehen Wiesbaden): "Die Erleichterung ist sehr groß. Wir haben lange gewartet auf den ersten Heimsieg in der Liga. Wir sind komplett anders aufgetreten als in den letzten zwei Wochen. Man hat von der ersten Minute an gemerkt, dass jeder defensiv mitgearbeitet und als Mannschaft verteidigt hat. Wir sind dann folgerichtig in Führung gegangen, dass wir das zweite nachgelegt haben, war für den Kopf sehr wichtig. Wir haben uns dann ein Ding eingefangen, aber weiter mutig nach vorne gespielt."

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Felix Thiel

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Ein Spieler im Interview nach der Partie
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4:0 für die SG Dynamo Dresden - eine Ansage. Hier gibt es die Reaktionen von Spielern und Trainern nach dem Spiel gegen den FC Ingolstadt.

Sport im Osten Sa 27.02.2021 14:00Uhr 04:43 min

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Eine Torchance während des Spiels
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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 14. November 2020 | 16:30 Uhr

34 Kommentare

Zwickauer1 vor 15 Wochen

Jede Wette das Enochs gegen Mannheim keine Änderung im Spielsystem vornehmen wird.
Was folgt ist die 5. Heimniederlage.
Wie lang möchte man sich das mit anschauen.
Herr Lenk zeigen Sie dass Sie es besser können.
Pommes hat keinen Bock auf den selben Mist wie in der vergangenen Saison.
Ich schon lange nicht mehr.
Sportliche Grüße aus Zwickau.

R.Heinz vor 15 Wochen

Der Lenk sitzt doch oben auf der Tribüne, der sieht doch die Löcher in der Abwehr, genau so gut wie wir am TV. Es wird doch einem Co-Trainer erlaubt sein, immer wieder darauf hinzuweisen. Wir haben gute Verteidiger, aber die müssen auch kompakt spielen können, bzw dürfen. Wie schon gesagt. Dreierkette geht nur, wenn vorn nicht ständig leichtfertige Ballverluste und Fehlpässe vorkommen. Denn dann haben selbst die Dreierketten der Bayern, oder des BVB ihre Probleme.
Mein FSV

Seniorfan vor 15 Wochen

R. Heinz, genau die richtige Aussage. Dazu hatte ich mich schon mehrfach geäußert. Der Wachser müsste es wissen wie das funktioniert. Dann kommt auch die durchaus gute Qualität unserer Verteidiger zum Tragen. Und der Fricker kann dann auch wieder als Sechser spielen. Die Dreierkette ist unser Niedergang. Ich glaube nicht, dass J. E.das ändert.