Fußball | 3. Liga Chemnitzer Arbeitssieg gegen Bayerns Youngster

25. Spieltag

Kämpfen, eiskalt zuschlagen und stark verteidigen – das war die Devise des Chemnitzer FC gegen die Zweitvertretung des FC Bayern. Am Ende feierten die "Himmelblauen" einen 1:0-Arbeitssieg gegen die Münchner, die lange in Unterzahl spielen mussten.

CFC-Coach Patrick Glöckner hatte im Gegensatz zum Spiel in Magdeburg (1:1) zwei Veränderungen in der Startelf vorgenommen. Sören Reddemann erhielt in der Innenverteidigung den Vorzug vor Maloney. Goalgetter Philipp Hosiner rückte für Bonga in die Mannschaft.

Hoheneder köpft ein - FCB-Kapitän Wriedt sieht Rot

Die Münchner gaben in den Anfangsminuten den Ton. Die "Himmelblauen" standen zunächst tief, der Respekt vor den wieselflinken Bayern-Youngstern war ihnen deutlich anzumerken. Dann aber wurden die Chemnitzer mutiger, eine gute Aktion von Philipp Hosiner (15.) endete mit einem Eckstoß, der allerdings nichts einbrachte. Chemnitz setzte nun Nadelstiche und wurde in der 25. Minute nach einem Eckstoß belohnt. Der Ball landete bei Hosiner, dessen Vorlage Niklas Hoheneder per Kopf zur 1:0-Führung für den CFC verwertete.

Tor für Chemnitz, Niklas Hoheneder (3, Chemnitz) trifft zum 1:0.
Das goldene Tor: Niklas Hoheneder trifft zum 1:0. Bildrechte: PICTURE POINT

Das zeigte Wirkung, die Gäste aus München mussten sich erst einmal sammeln. In der 39. Minute kam es ganz bitter für den FCB, denn Schiedsrichterin Riem Hussein schickte Top-Torjäger Kwasi Okyere Wriedt mit Rot vom Platz. Eine Fehlentscheidung. Nach einem Zweikampf mit Daniel Bohl waren beide Spieler zu Boden gegangen. Hussein hatte wohl eine leichte Fußbewegung des FCB-Kapitäns gegen den Chemnitzer gesehen.

CFC mit Glück und Geschick

In Überzahl nahmen die Chemnitzer die zweite Halbzeit in Angriff. Mit einem Mann weniger waren wiederum die Bayern nicht gewillt, hier klein bei zu geben. Sie schwärmten immer wieder gefährlich aus, was allerdings den Gastgebern Räume eröffnte, die Dejan Bozic (51.) fast zum 2:0 genutzt hätte. Hosiner gab zurück auf den 27-Jährigen, dessen Schuss knapp am Bayern-Kasten vorbeistrich.

Danach ließen sich die Glöckner-Schützlinge zu sehr hinten reindrängen, fighteten aber verbissen um jeden Ball. Entlastung gab es kaum noch. Mit Glück und Geschick überstanden die Chemnitzer die Drangphasen der Bayern und brachten den knappen Vorsprung ins Ziel.

Lars Lukas Mai (15, Bayern II) und Dejan Bozic (33, Chemnitz).
Duell zwischen Bayerns Lars Lukas Mai und Dejan Bozic. Bildrechte: PICTURE POINT

Trainerstimmen zum Spiel

Sebastian Hoeneß (FC Bayern München II): "Es war ein bitterer Pfiff von Schiedsrichterin Hussein gegen Wriedt. Es war wohl eine Impulsreaktion, für uns hatte das schon spielentscheidenden Charakter."

Patrick Glöckner (Chemnitzer FC): "Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft. Man hat gesehen, welche Qualität die Bayern haben. Unfassbar, wie viele Spieler sie in Ballnähe bekommen. Ich glaube, wir hatten heute die höchste Laufleistung der Saison. Der Saisonverlauf 2020 ist perfekt für uns. Momentan passt es."

jmd

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Aktuell | 24. Februar 2020 | 21:45 Uhr

21 Kommentare

tristran. vor 13 Wochen

Von den Regionalligen will ich erst gar nicht sprechen. Die Bayern Frauen haben bei Heimspielen mehr Zuschauer als die Amateure. was immer da in der Kurve stand waren wahrscheinlich Telekommonteure. Wettbewerbsverzerrung weil die die Truppe jedes Mal anders aufstellen. Zirze wäre in der jetzigen Form eine zusätzliche Option gewesen. Somit eine Schwächung der Mannschaft ohne Not. In Chelsea hat der nur auf der Bank gesessen. Wir spielen ums -"überleben" und die wischen sich den Mund ab und fertig. Das geht mir einfach gegen den Strich. Meine Kritik richtet sich gegen alle Zweiten usw.
BWG aus der Börde

rheumakay vor 13 Wochen

Sie missverstehen mich. Ich bin nur dann Bayern-Fan, wenn sie gegen die Brausetruppe aus Fuschl am See spielen. Ansonsten seit über 40 Jahren himmelblau. Ich finde die II. Mannschaften auch nicht so prickelnd, aber es ist nun mal nur eine in der 3. Liga (in der Regionalliga Nord spielen sechs II. Mannschaften). Und die kleinen Bayern bringen neben Spielkultur auch mal einen ansehnlichen Haufen Fans mit. Viktoria Köln hat zwei Handvoll mitgebracht, andere noch weniger. In Uerdingen wirft ein Investor mit Geld um sich, nächste Saison spielt Türkgücü München mit - ohne Fans und mit viel Geld. Oder dürfen die wegen Wettbewerbsverzerrung auch nicht mitspielen? Wo fängt das an, und wo hört das auf? Dass die Vereine im Osten kaputt gehen, hat genau wieviel mit Bayern II zu tun?
Dem Satz "Jeder der Bayern schlägt gewinnt vollkommen verdient!" kann ich viel abgewinnen. Allerdings will ich nicht so gewinnen wie gestern. Die Rote Karte war geradezu peinlich.

tristran. vor 13 Wochen

Mal ganz prinzipiell. Zweite Mannschaften haben in der 3. Liga nichts zu suchen. Bayern stellt mal kurz 2 Spieler für die Champions League ab.Das ist erst einmal Wettbewerbsverzerrung. Mit Zircze o.ä. wäre ein guter Stürmer als Ersatz da gewesen! Bayern II kann da Ball tralala spielen, weil kein Druck da ist. Der Großteil der Mannschaft spielt nächste Saison nicht 3. Liga! Und die "Mutter" stinkt vor Geld. Können sich noch Basketball (Meister) leisten! Jeder der Bayern schlägt gewinnt vollkommen verdient! Irgendein Fussball Verein in den Regionalligen würde sich über eine Chance in der 3. Liga freuen! Bayern II gehört nicht in die 3. Liga! Keine Zweite Mannschaft gehört in die 3. Liga! Im Osten gehen die Vereine kaputt und die 3. Liga wird zur DFL Amateure? Nichts gegen dich als Bayern Fan ( Wir haben alle unsere Schwächen ), aber spielt CL und 1. Bundesliga! Stellt noch drei Sportvorstände ein, aber zaubert bitte woanders!

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