Fußball | 3. Liga Zwickau gegen Haching im Wechselbad der Gefühle

32. Spieltag

Wenn die ersten fünf und die letzten fünf Minuten in Zwickau nicht gewesen wären: Dann hätte der FSV am Sonntag einen souveränen Erfolg gegen Unterhaching eingefahren. Immerhin gelang auch so der Sprung auf Rang 16.

Das war nichts für schwache Nerven: Der FSV Zwickau und die Spielvereinigung Unterhaching haben sich in einem rasanten Drittliga-Duell am Sonntag 3:3 getrennt. Durch den Punkt kletterten die Westsachsen vorbei am Chemnitzer FC auf einen Nichtabstiegsplatz.

0:2 nach fünf Minuten

Dabei begann die Partie denkbar ungünstig: Alexander Winkler (3.) und Paul Grauschopf (5.) nutzten früh Abwehrfehler der Gastgeber. Und das gegen das drittbeste Auswärtsteam der Liga mit einer der besten Defensivreihen. Danach aber schraubte das Team von Joe Enochs fast permanent daran zurückzukommen. Leon Jensen scheiterte noch am Pfosten (16.). Ein Traumtor von Morris Schröter (24.) und ein eiskalter Mittelstürmer Elias Huth (43,) sorgten dann aber für das 2:2 noch vor dem Wechsel.

Nico Mantl streckt sich vergeblich nach dem Schuss von Morris Schröter
Morris Schröter gelang mit einem herrlichen Fernschuss in den Winkel der Anschlusstreffer. Bildrechte: imago images / Kruczynski

Doppelpack von Morris Schröter

Die Anfangsphase in der zweiten Halbzeit gehörte den Gästen, Zwickau arbeitete sich erst wieder in die Partie. Schröter zog wieder ab - und wieder in Tor. Das 3:2 (57.) hätten die Hausherren in der Folge noch ausbauen können: Davy Frick verzog am langen Pfosten frei stehend (82.). Unterhaching bäumte sich auf, ein Freistoß von Sascha Bigalke segelte zum späten 3:3 ins Netz (86.). Ärgerlich für den FSV, denn gleich zwei Zwickauer fälschten die Kugel in der Mauer im Ping-Pong-Stil ab.

Ronny König Koenig, Zwickau, und Niclas Stierlin Unterhaching, im Zweikampf, Duell
Zwickaus Sturmtank Ronny König (vorne) gegen Hachings Niclas Stierlin. Bildrechte: imago images/foto2press

Stimmen zum Spiel:

Claus Schromm (Unterhaching) bei "Magenta Sport": "Es ist haarsträubend, welche Geschenke wir da verteilen nach der Führung, es war ein Wahnsinnsspiel. Wir hatten vor zwei, drei Wochen die beste Abwehr der Liga. Das ist jetzt weit weg. Wenn wir uns da verbessern, können wir uns wieder über einen Sieg unterhalten."

Joe Enochs (Zwickau): "Wenn man früh 0:2 zurückliegt, dann noch zurück kommt, dann durch einen zweimal abgefälschten Ball noch zwei Punkte verliert, dann ist das schon ärgerlich. Der Punkt kann aber auch noch wichtig sein im Kampf um den Klassenerhalt. Die Spieler geben alles, andere Trainer haben gesagt, das grenze an Körperverletzung, in den letzten 20 Minuten war es wie ein Jugendspiel. Ich kann meine Jungs aber nicht genug loben, wie die Gas geben."

Morris Schröter (Mittelfeldspieler FSV Zwickau): "Es ist einfach ärgerlich und bitter, dass wir am Ende wieder zwei Punkte verschenken. Es ist alles sehr eng. Wir müssen gucken, dass wir nach dem 38. Spieltag über dem Strich stehen. Es ist wie so oft in dieser Saison, dass wir so spät noch ein Gegentor kassieren. Ich würde gerne die zwei Tore gegen einen Sieg eintauschen."

cke

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 14. Juni 2020 | 15:30 Uhr

15 Kommentare

Flo vor 7 Wochen

Schade für Zwickau und Glück für uns. Aber Zwickau wird am Ende bestimmt über dem Strich stehen, die können Abstiegskampf. Chapeau für diese Leistung gegen Haching. RWG

Seniorfan vor 7 Wochen

Ja ein Wechselbad und nichts für schwache Nerven. Nach 10 Minuten wollte ich ausschalten. Das waren Fehlerketten in der Abwehr ohne Ende. Danach war ein FSV zu sehen, wie es sich die Fans wünschen. Schade das zum 16.Mal in der Saison Alu getroffen wurde und das verdiente 4:2 nicht gelingt. Glück ist leider ein Fremdwort beim FSV. SPIELERISCH positiv wirkt sich Mike Koennecke aus. Ein Stuermer raus und Koennecke auf die 10. Ich hoffe es war ein gewonnener Punkt. In Aspach müssen 3Punkte her.

Teamplayer vor 7 Wochen

Einfach mal hinten dicht machen und die Null hinten halten, das wäre ein Traum, FSV!
Wenn man 3 Tore zu Hause schießt, muss man gewinnen.
Durch den heutigen Spielverlauf hat sich gezeigt, die Moral stimmt.
Und der FSV hat weiterhin alles in der eigenen Hand.