Fußball | 3. Liga Hallescher FC ist nach Remis gegen Kaiserslautern gerettet

37. Spieltag

Der Hallesche FC ist gerettet. Das Team von Trainer Florian Schnorrenberg erkämpfte am Mittwochabend gegen den 1. FC Kaiserslautern ein 1:1 (1:0)-Unentschieden. Durch die gleichzeitigen Niederlagen der Mitabstiegskonkurrenten aus Chemnitz (1:2 gegen Zwickau) und Münster (0:3 gegen Meppen) kann der HFC mit nun vier Punkten Vorsprung nicht mehr auf die Abstiegsplätze rutschen.

Halle – Kaiserslautern 4 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Sport im Osten Mi 01.07.2020 22:10Uhr 03:30 min

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Halle – Kaiserslautern 4 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Sport im Osten Mi 01.07.2020 22:10Uhr 03:30 min

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Video

Die Ausgangslage vor der Partie war klar: Ein Sieg und der HFC wäre durch. Bei einer Niederlage hätte womöglich noch einmal das große Zittern begonnen. Dementsprechend offensiv ging die Mannschaft von Florian Schnorrenberg auch zu Werke, die im Gegensatz zum letzten Auftritt in Duisburg auf vier Positionen verändert war.

Guttau auffällig – Nietfeld mit Zauberfuß

Vor allem über die linke Seite des starken Julian Guttau liefen viele Angriffe in der Anfangsphase, jedoch ohne zählbaren Erfolg. Vielmehr waren es die Gäste aus Kaiserslautern die in der 17. Minute die erste dicke Chance hatten. Nach einer Flanke von der rechten Seite stand Hendrick Zuck am zweiten Pfosten völlig frei und nagelte den Ball volley auf das Tor von Kai Eisele. Der HFC-Schlussmann konnte aber mit einem tollen Reflex parieren.

Halles Jonas Nietfeld jubelt
Jonas Nietfeld bejubelt seinen herrlichen Führungstreffer. Bildrechte: imago images/VIADATA

Im Anschluss entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit einigen sehenswerten Aktionen auf beiden Seiten. Richtig brenzlig wurde es aber erst in der 34. Minute. Pascal Sohm zog aus der Distanz ab, aber sein Schuss verfehlte den linken Pfosten um wenige Zentimeter. Nachdem alles bereits nach einer torlosen ersten Hälfte aussah, holte Terrence Boyd einen Freistoß am Sechzehner heraus. Aus zentraler Position nahm Jonas Nietfeld Maß und zirkelte die Kugel herrlich an der Mauer vorbei und unhaltbar ins rechte untere Eck (45.+1).

Thiele gleicht aus – HFC muss zittern

Nach Wiederanpfiff kamen die Gäste deutlich engagierter aus der Kabine und rissen die Partie an sich. Zwingende Offensivaktionen sprangen für die Mannschaft von Boris Schommers aber kaum heraus – auch weil die HFC-Defensive bis dato sattelfest stand. Nach einer knappen Stunde kam Ex-Jena-Profi Timmy Thiele in die Partie und sorgte keine zehn Minuten später für Jubel beim FCK.

Nach einer hohen Flanke von Christian Kühlwetter stand der Mittelstürmer goldrichtig und musste nur noch den Fuß hinhalten. Halles Schlussmann Eisele blieb ohne Chance. Im Anschluss begann noch einmal das große Zittern für die Schnorrenberg-Elf. Die Mannschaft warf sich jedoch in jeden Zweikampf und verteidigte das Unentschieden mit einer kämpferisch einwandfreien Leistung. Nach drei Minuten Nachspielzeit kam letztlich der erlösende Pfiff.

Niklas Kastenhofer und Jannes Vollert vom HFC gegen Christian Kühlwetter, Kaiserslautern
Niklas Kastenhofer und Jannes Vollert wollen Lauterns Christian Kühlwetter stoppen. Bildrechte: imago images/VIADATA

Stimmen zum Spiel:

HFC-Trainer Florian Schnorrenberg: "Wir freuen uns riesig und sind sehr erleichtert. Das ist ein besonderer Moment, den wir geschaffen haben. Es fällt eine Menge Last ab, die Freude kommt vielleicht später heraus. So wie wir begonnen haben vor dreieinhalb Wochen, sind wir eigentlich davon ausgegangen, dass wir am letzten Spieltag noch Punkte holen müssen. Dass es jetzt so gelaufen ist, ist einfach großartig."

HFC-Torschütze Jonas Nietfeld: "Wir sind sehr erleichtert, dass es heute gereicht hat. Wir wollten das Spiel einfach nur gewinnen, aber das ist jetzt scheißegal. Wir haben den Klassenerhalt und das ist das, was zählt. Florian Schnorrenberg hat die richtigen Worte gefunden und uns auf jeden Gegner super eingestellt. Heute Abend können wir die Sau rauslassen, ich denke da wird er auch mitfeiern."

---
jsc

Videos und Audios zur 3. Liga

Alle anzeigen (194)

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 01. Juli 2020 | 22:10 Uhr

39 Kommentare

hallihallo vor 6 Wochen

Ja Türkgücü, ein obdachloser Verein mit türkischen Investor. Unter obdachlos meine ich Verein ohne eigene Spielstätte. Daß es das im deutschen Profifußball gibt?

8574 vor 6 Wochen

Ich denke das es nicht mit der Vertragsverlängerung von TZ zu tun hatte bzw. der Verpflichtung von Hr. Schnorrenberg. Ich würde sagen, es waren gescheiterte Prämienverhandlungen im Falle des Aufstiegs. Jetzt kassieren die Spieler eben die Nichtabstiegsprämie, anders ist die Leistungssteigerung nicht zu erklären. BWG

Banne vor 6 Wochen

Puh.. das war ein Herzschlagfinale!!Nun aber alles gut!Danke nochmal an die Jungs,die das doch noch mit starken Leistungen hinbekommen haben!Dank aber auch an unseren Coach,der eine tolle Arbeit,mit seinem Team geleistet hat!Aber auch noch Dank an Ziege,mit ihm wurden in der 1.HS viele PKT.eingefahren.Nun hoffen wir,das der Vorstand den größten Teil unserer Jungs hier halten kann!Man hörte das Pascal uns wohl verlassen wird(?)wäre natürlich Schade.Bin ja echt gespannt,wer UNS treu bleibt?Gestern,durch Kampf den wichtigen PKT geholt!Doch solch Zitterpartie brauchen wir nicht mehr:alles in allem gut das wir in Liga 3 bleiben.Drücke auch Zwickau die Daumen!Würde Chemnitz keine Träne nach weinen(aus bekannten Grund!)Jungs,noch ein Spiel,dann in den VERDIENTEN Urlaub!Hoffen auf baldiges Wiedersehen im KWS!! RWG - Nur zusammen! Auf ein neues in Saison 20/21 !

Ergebnisse & Tabelle

Artikel zum HFC