Fußball | 3. Liga CFC lässt Elfer liegen und kassiert vierte Pleite in Folge

32. Spieltag

Am 32. Spieltag der 3. Liga hat der Chemnitzer FC weiterhin nicht auf die Siegerstraße finden können und verlor nach einem saft- und kraftlosen Auftritt mit 0:2 (0:0) beim 1. FC Kaiserslautern. Der rabenschwarze Tag fing für die Himmelblauen in der 39. Spielminute an, als der sonst so sicherer Elfmeterschütze Philipp Hosiner beim Elfer ausrutschte und die mögliche Führung vergab. Danach gaben nur noch die Hausherren den Ton an.

Fataler Ausrutscher von Hosiner

In den Anfangsminuten der Partie merkte man dem Chemnitzer FC deutlich an, dass die Niederlagenserie (drei Pleiten in Folge) noch in den Köpfen der Spieler steckte. Im Zusammenspiel klappte beim Glöckner-Team nur wenig und so lud man die Hausherren aus der Pfalz zu Chancen ein. Florian Pick versuchte es aus gut 15 Metern, schoss aber knapp über den Kasten von CFC-Goalie Jakub Jakubov (22.). Erst nach gut einer halben Stunde konnten die Himmelblauen die Nervosität ablegen und traten nun deutlich offensiver auf. Nach einem genialen Hosiner-Pass wurde Pascal Itter im Strafraum von Hendrick Zuck gelegt und der Schiedsrichter zeigte auf den Punkt. Doch wenn´s einmal nicht läuft, läuft's halt nicht. Der eigentlich sichere Elferschütze Hosiner (bis dato eine 7/7-Bilanz) rutschte beim Anlauf aus und vergab das mögliche 1:0 (39.).

Chemnitz' Philipp Hosiner vergibt einen Foul-Elfmeter
Der Moment des Schreckens: Philipp Hosiner läuft beim Strafstoß an und rutscht aus (39.). Sehr ärgerlich... Bildrechte: imago images/Thomas Frey

Nach der Halbzeitpause verfielen die Sachsen wieder in alte Muster. Das Glöckner-Team agierte sehr schläfrig und hatte Glück, dass Schlussmann Jakubov zur Stelle war. Der 31-Jährige verhinderte innerhalb von 60 Sekunden zwei Mal mit einer Glanzreaktion den Rückstand durch Anas Bakhat und Philipp Hercher (49.). Der CFC agierte zu meist saft- und kraftos und kassierte folgerichtig das 0:1 durch den Ex-SGD-Kicker Lucas Röser (66.). Den Knockout gab es dann wenige Minuten später. Der Ex-Jenaer Manfred Starke erzielte den 0:2-Endstand (76.). Für das Glöckner-Team war es bereits die vierte Niederlage in Folge.

2-0 fuer den FCK durch Manfred Starke 7, FC Kaiserslautern, Torjubel,
Die Vorentscheidung der Partie. Der Ex-Jenaer Manfred Starke erzielte das 0:2 (76.). Bildrechte: imago images/Thomas Frey

Stimmen nach dem Spiel

Patrick Glöckner (Trainer Chemnitz): "Ich hatte ein bisschen gehofft, dass wir mit dem Elfmeter die Wende reinbekommen. Das war dann leider nicht der Fall. Wir dürfen die Partie hier dennoch nicht 0:2 verlieren, denn auch wir hatten gute Chancen. Aber die hätten wir halt vergolden müssen. Als Team war das heute dennoch eine gute kämpferische Leistung. Irgendwann muss dann wieder der Ball über die Linie, daran arbeiten wir."

Niklas Hoheneder (Chemnitz): "Wir haben hier heute am Ende ein ordentliches Spiel gemacht. Vor allem die erste Halbzeit war sehr konzentriert und wir wären sehr gerne mit dem Elfmeter in Führung gegangen. Der FCK hat es jedoch auch nicht gerade schlecht gemacht und hat uns eiskalt ausgekontert. Die Kräfte bei uns wurden immer geringer und wir konnten leider nichts mehr entgegensetzen."

Boris Schommers (Trainer Kaiserslautern): "In der ersten Halbzeit haben wir geduldig gespielt und uns ein paar freie Räume erarbeitet. Gott sei Dank verschießt der CFC seinen Elfmeter, das hätte das Siel komplett auf den Kopf gedreht. Im zweiten Abschnitt wussten wir, dass die Räume größer werden und haben diese dann konsequent ausgenutzt. Es ist schön, dass unser Kader so breit und qualitativ aufgestellt ist."

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 13. Juni 2020 | 16:30 Uhr

37 Kommentare

Tom123 vor 13 Wochen

Was ist das für ein Schwulst. Rechtschreibung = Note 5. Wutanfall = Note 1.
Sie haben Recht, derzeit spielt der CFC Regionalliganiveau und wir haben auch keinen belgischen Geldgeber für die Regio, aber im Gegensatz zu Jena haben wir noch mehrere Möglichkeiten uns zu retten. "Am Ende kackt die Ente" :-)

HILMA vor 14 Wochen

Es soll nicht sein CFC! Pech und Unvermögen zeigen leider die Tendenz nach unten Richtung RL.
Klar zu sehen: Kein Stoßstürmer mehr, wie z.B. König von Zwicke. Englische Wochen zuviel für die Mannen, man sieht es ganz deutlich.
Die letzte Chance gegen Münster , sonst wird es finster

FCKforever vor 14 Wochen

Wo ich Trainer Glöckner zustimme ist, dass man gegen Duisburg und Ingolstadt nicht unbedingt Siege erwarten könnte, aber die 2. Halbzeit gegen Kaiserslautern war unterirdisch. Es war ein Beleg des Tabellenbildes, das Lautern nun eigentlich nicht so viel besser ist als der CFC. Ein Gegner aus der oberen Tabellenhälfte hätte Chemnitz mit 4:0 nach Hause geschickt. Für den CFC wird es jetzt ein Ritt auf der Rasierklinge bis zum letzten Spieltag.

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