Fußball | 3. Liga Rostock kassiert derben Aufstiegsdämpfer in Würzburg

36. Spieltag

Am 36. Spieltag der 3. Liga hat der F.C. Hansa Rostock einen deftigen Rückschlag im Aufstiegskampf erlitten und mit 1:3 (0:2) bei den Würzburger Kickers verloren. Dabei konnten die Norddeutschen von Anfang an keine Bindung zum Spiel aufbauen und mussten den gastgebenden Bayern weitestgehend das Spielgeschehen überlassen. Vor allem Doppeltorschütze Luca Pfeiffer bereitete Hansa ordentlich Kopfzerbrechen. Lediglich Pascal Breier konnte noch für ein FCH-Erfolgserlebnis sorgen.

Enttäuschung bei Rostocker Spielern und Trainer Jens Härtel nch Spielende
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Rostock von Zonenpressing erdrückt

Im Duell der beiden Aufstiegsaspiranten kamen die Gastgeber aus Franken besser in die Partie und glänzten vor allem durch ihr bekanntes Zonenpressing. Ein Spielmittel, welches dem Team von Jens Härtel gar nicht schmeckte, denn Rostock agierte in einigen Situation zu hektisch und gab dem Ball zu früh wieder her. Folglich gelang der Offensive um Pascal Breier nicht viel.

Im Gegensatz dazu agierten die Würzburger deutlich zielstrebiger und gingen nach einer Herrmann-Ecke und der direkten Abnahme von Daniel Hägele mit 1:0 in Führung (19.). Und damit nicht genug. Die Norddeutschen erlitten noch einen Nackenschlag. Baumann setzte den in den Strafraum laufenden Luca Pfeiffer mit einem No-Look-Pass ein - dieser guckte Hansa-Keeper Markus Kolke cool aus und schob zum 2:0 ein (31.).

Daniel Hanslik, Luke Hemmerich, Markus Kolke, Daniel Hägele erzielt das Tor zum 1:0, Frank Ronstadt, Mirnes Pepic
Führung für die Hausherren. Nach einer Ecke von Dominic Baumann lief Daniel Hägele im Zentrum ein und erzielte die 1:0-Führung (19.). Bildrechte: imago images / foto2press
 Maximilian Ahlschwede FC Hansa Rostock enttäuscht schauend.
Bitterer Tiefschlag für den F.C. Hansa Rostock. Der Aufstiegstraum von Maximilian Ahlschwede ist heute wieder etwas blasser geworden. Bildrechte: imago images/foto2press

Auch im zweiten Abschnitt war Hansa ständig einen Schritt zu spät bzw. hechelte dem Spielgeschehen hinterher. Die Kogge konnte sich bei Keeper Kolke bedanken, dass es nicht schon 0:3 aus FCH-Sicht stand. Der 29-Jährige verhinderte in der 49. mit einer Doppelparade gegen Torschützen Pfeiffer. Bereits eine Minute zuvor klatschte ein Würzburger Schuss an den Pfosten der Rostocker (48.).

Doch das nützte alles nichts. Die Vorentscheidung besorgte 2:0-Torschütze Pfeiffer, der ebenso das 3:0 erzielte (70.). Diesen gebrauchten Nachmittag konnte auch Pascal Breier nicht mehr großartig mit seinem 1:3-Anschlusstreffer (87.) erhellen. Gewinnt Ingolstadt am Sonntag in Meppen, hätten die Ostseestädter bereits vier Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz (Spitzenreiter Bayern II darf nicht aufsteigen).

Stimmen zum Spiel:

Jens Härtel (Rostock): "Die Enttäuschung ist heute natürlich riesengroß. Wir haben uns heute viel vorgenommen und dann bekommst du zwei Tore nach Standards. Das darf uns so einfach nicht passieren. Wir sind auch einfach nicht gut ins Spiel gekommen. Würzburg hat das vor allem in der ersten Hälfte deutlich besser gemacht und hat auch zu Recht geführt. Im zweiten Abschnitt gelingt uns dann nicht der Anschluss und wir bekommen das 0:3. Dann war die Partie natürlich durch. So lange der Aufstieg jedoch rechnerisch möglich ist, werden wir weiterhin alles reinhauen."

Michael Schiele (Würzburg): "Wir haben heute wirklich sehr gut gegen den ball gearbeitet und die Rostocker früh unter Druck gesetzt. Das war heute eindeutig der Schlüssel zum Erfolg. Über 85 Minuten bin ich heute wirklich zufrieden mit meinem Team.Vor allem in der ersten Halbzeit haben wir eine reife und abgezockte Leistung auf den Platz gebracht. Lediglich das 1:3 in der 87. hat mir nicht gefallen. Das müssen wir in Zukunft kompromissloser verteidigen. Dennoch ein sehr guter Auftritt hete von meinen Jungs."

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 27. Juni 2020 | 16:30 Uhr

22 Kommentare

makawi vor 12 Wochen

Würzburg war eindeutig klar besser, muß man einfach so zugeben. Die fehlenden Punkte wurden woanders verloren in der Saison, auch nach der Coronapause. Ich finde es toll, dass der MDR auch die Spiele von Hansa zeigt. Ich schaue seit vielen Jahren, wie viele hier an der Küste, sehr gerne Sport im Osten, weil der mitteldeutsche Fußball einfach näher ist, als z.B. der in Schleswig-Holstein, Hamburg oder Niedersachsen. Man drückt den Ostmannschaften die Daumen! Freue mich schon auf die neue Saison mit Dresden und vielleicht Lok noch dazu. LG aus Rostock

Thommi Tulpe vor 12 Wochen

hansakeks: Der Unterschied zwischen der Kogge und den "Maggis" ist, dass Jens Härtel mit den Blau-Weißen eine Mannschaft hatte, welche sich in den entscheidenden Momenten nicht in die Hose gemacht hat.

uto vor 12 Wochen

Liebe Kommentatoren, Würzburg liegt in Unterfranken (ist Regierungssitz). Kein Würzburger möchte als Bayer bezeichnet werden !!!
Wir sind mit Stolz Franken !!!

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