Fußball | 3. Liga Eigentor sichert Chemnitz drei Punkte gegen Münster

33. Spieltag

Der Chemnitzer FC und Preußen Münster haben am 33. Spieltag genau das geboten, was man im Abstiegskampf erwartet. Wenig Fußball, dafür umso mehr Kampf. Offensive Sahne-Aktionen waren absolute Mangelware, und so überrascht es nicht, dass die Entscheidung durch einen dicken Patzer fiel.

Der Chemnitzer FC ist am Dienstag (16. Juni) dank eines 1:0 (0:0)-Erfolges gegen Preußen Münster aus der Abstiegszone der 3. Liga geklettert. Der entscheidende Treffer fiel in einer durch Kampf und Einsatz geprägten Partie erst in der 90. Minute durch ein Eigentor des ansonsten stark aufspielenden Münster-Verteidigers Simon Scherder. Zuvor boten die Spieler kaum nennenswerte Offensivaktionen. Wenn es einmal brenzlig wurde, waren die gut aufgelegten Torhüter Jakub Jakubov (CFC) und Max Schulze Niehues (SCP) zur Stelle. Durch den Sieg ist Chemnitz als 15. über dem Strich, Münster steht auf Platz 18.

Pascal Itter (Chemnitz) , dahinter Heinz Mörschel (Münster)
Bildrechte: Frank Kruczynski

Stimmen zum Spiel:

Sascha Hildmann (Münster): "Es ist natürlich sehr bitter, wenn man durch ein Eigentor, dass zwei Minuten vor Schluss fällt, verliert. Wir müssen diesen Nackenschlag wegstecken und müssen den Kopf weiter in den Wind halten. Die erste Halbzeit war richtig zäh. Das war von beiden Seiten nicht gut. In der 2. Halbzeit wurde es dann offener. Mit dem 0:0 hätten wir dann leben können."

Patrick Glöckner (Chemnitz): "In den vergangenen Wochen hatten wir das Glück nicht auf unserer Seite. Heute haben wir es erzwungen. Wir waren diszipliniert bis zum Ende, auch wenn wir viel Respekt hatten. Aber der Ausgang ist entscheidend, alles andere zählt heute nicht."

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 17. Juni 2020 | 19:30 Uhr

19 Kommentare

Egon70 vor 2 Wochen

Ich meine auch, dass der teils gut anzusehende Fußball aus dem Spätherbst und der Rückrunde vor Corona dem Team irgendwie verloren gegangen ist. Da waren die Jungs immer für mindestens ein Tor und mehr gut. Leider steht z.B. Hosi oft allein und auch nicht mehr so goldrichtig, von der Form entfernt und wird momentan von seinen Mitspielern nicht wie gewohnt in Szene gesetzt. Und der Druck ist natürlich immens hoch. Positiv ist, dass der Einsatz stimmt (außer gegen Großaspach). Vielleicht und hoffentlich hat das Duseltor gegen Münster endlich Blockaden gelöst. Nach Zwickau, Halle usw. müssen wir eh nicht gucken, letztlich müssen sie aus den 5 Spielen mindestens noch 5-6 Punkte holen, dann wird das hoffentlich für den Klassenerhalt reichen. Drücken wir die Daumen!!!

der Ruhlsdorfer vor 2 Wochen

der Ruhlsdorfer

Die wenigen Ausschnitte beim MDR zum CFC-Spiel gestern Abend lassen nichts gutes Hoffen. Der Mannschaft ist jegliches Auftreten, was sie vor Corona hatte, völlig ab Handen gekommen. Es ist keine Weiterentwicklung zu sehen, ich gestatte mir zu sagen, das ist seit RE-Start dunkelster Bergner Fussball. Ich dachte, das das unter Glöckner Vorbei ist. Das anstehende Restprogramm gibt auch nicht unbedingt Anlass zur Euphorie. Es wird äußerst schwer, die Klasse zu Halten. Ich hoffe, es klappt irgendwie.

NUR DER CFC.

rheumakay vor 2 Wochen

Mutig, mutig, diese Prognose. Zwickau hat sich in der Fremde nicht gerade mit Ruhm bekleckert, die werden kaum beide Spiele gewinnen, zumal das Spiel in Münster ein Endspiel für die Gastgeber ist. Die haben übrigens ihre letzten drei Heimspiele gegen Rostock, Halle und Haching allesamt gewonnen. Beim nächsten CFC-Gegner Würzburg sind ausgerechnet für das Spiel gegen Chemnitz die einzigen beiden Spieler gesperrt, die bisher alle Partien bestritten haben. Einer davon ist Fabio Kaufmann, 23 Scorer-Punkte. Ob der CFC daraus Kapital schlagen kann, wird sich zeigen. Aber Prognosen sind in dieser Saisonphase eher schwierig. Ihre scheint mir in Bezug auf Zwickau zu optimistisch, in Bezug auf den CFC zu pessimistisch zu sein.

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