Fußball | 3. Liga Mit Rückenwind gen Spitzengruppe – Dynamo vor kniffliger Aufgabe in Lübeck

5. Spieltag

Mit dem Derby-Erfolg im Gepäck gastiert die SG Dynamo Dresden am Samstag (14 Uhr live im MDR Fernsehen) beim VfB Lübeck. Auch wenn das Team von Trainer Markus Kauczinski als Favorit in die Partie geht, wird die Reise kein Selbstläufer. Zumal sich Lübeck bisher als kein gutes Pflaster für die Dresdner erwiesen hat.

Markus Kauczinski, Trainer Dresden, Trainer gibt Anweisungen.
Dynamo Dresdens Trainer Markus Kauczinski gibt die Richtung vor. Bildrechte: imago images/Jan Huebner

"So ein Derby-Sieg fühlt sich doppelt gut an". Dynamos Matchwinner Yannick Stark hatte nach dem 1:0-Erfolg gegen den 1. FC Magdeburg im "Elb-Clasico" gut lachen. Nach durchwachsenem Saisonstart haben die Dresdner wieder Kurs auf die Spitzenplätze genommen.

Gegen den VfB Lübeck soll der Aufwärtstrend am Samstag fortgesetzt werden – und die Vorzeichen könnten kaum deutlicher sein: Der Aufsteiger aus Schleswig-Holstein steht mit nur zwei Pünktchen auf dem 18 Tabellenplatz. Erst am vergangenen Wochenende hagelte es eine herbe 1:4-Klatsche für die Mannschaft von Rolf Landerl gegen Spitzenreiter 1860 München. Für sein Pendant Markus Kauczinski dennoch kein Grund, in Hybris zu verfallen.

Dynamo bisher ohne Punkt in Lübeck

Rolf Martin Landerl (Trainer, VfB Lübeck)
Rolf Landerl führte den VfB Lübeck zurück in die 3. Liga. Bildrechte: imago images / Agentur 54 Grad

"Der VfB Lübeck ist ein unangenehmer Gegner, da darf man sich nicht von den Ergebnissen aus den letzten Spielen täuschen lassen", bekräftige der 50-Jährige im Vorfeld: "Sie haben in den Partien von Anfang an richtig Feuer gemacht und verfügen über ein gutes Umschaltspiel, mit dem sie immer wieder schnell nach vorne kommen." Die mit Bedacht gewählten Worte Kauczinskis sind in der Tat nicht ganz unbegründet. Zweimal traten die Elbestädter bisher in der Marzipanstadt an, beide Male behielt der VfB die Oberhand. Auch wenn die Pleiten aus den Spielzeiten 2006/07 und 2007/08 in der damals zweigleisigen Regionalliga datieren – ein Zähler, geschweige denn ein Treffer sprang für Dynamo im Lübecker Stadion an der Lohmühle bisher nicht heraus.

Chris Löwe: "Einfach jede Woche 100 Prozent Leistung bringen"

"Trotzdem wissen wir, dass wir dort als Favorit hinfahren. Wir wollen an den guten Auftritt gegen Magdeburg anknüpfen, obwohl es mit Sicherheit wieder ein ganz anderes Spiel wird", unterstrich Kauczinski. Linksverteidiger Chris Löwe schlug in die gleiche Kerbe. "Der Sieg gegen Magdeburg war extrem wichtig für unser Selbstvertrauen", so der 31-jährige Routinier. Aber "du musst in dieser Liga einfach jede Woche 100 Prozent Leistung bringen, um zu bestehen."

Dresdens Chris Löwe Löwe nach Spielende.
Wortgewaltiger Anführer: Chris Löwe geht in seine zweite Saison für Dynamo. (Archiv) Bildrechte: imago images / Poolfoto

Sein Namensvetter "Leo" (Aufbautraining nach Schulter-OP) wird am Samstag ebenso wenig wie Luka Stor (Bänderriss am rechten Sprunggelenk) Pascal Sohm (Sprunggelenksprobleme) und Marco Hartmann (muskuläre Probleme) zur Verfügung stehen. Auch für Rechtsverteidiger Robin Becker, der nach seinem Muskelfaserriss in dieser Woche zumindest wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen ist, kommt ein Einsatz in Lübeck zu früh.

Hosiner erneut von Beginn an?

Philipp Hosiner
Philipp Hosiner wartet im Dynamo-Trikot noch auf seinen ersten Treffer. Bildrechte: imago images / photoarena/Eisenhuth

Dafür hat Kauczinski in der Offensive die Qual der Wahl. Gegen Magdeburg erhielt Philipp Hosiner im Sturmzentrum erstmals von Beginn an das Vertrauen – und überzeugte prompt mit einer starken Leistung. Gegen die Hansestädter dürfte der in diesem Sommer vom Chemnitzer FC gekommene Österreicher wohl wieder den Vorzug vor Christoph Daferner erhalten. "Er hat sich gut hereingekämpft und auch im Training abgeliefert", lobte Kauczinski den 31-Jährigen, der aktuell aber noch ohne eigenen Torerfolg dasteht.

Sächsische Offensiv-Minimalisten

Generell ist Dynamo in puncto Toreschießen nicht das Maß aller Dinge. Nach vier Spieltagen stehen gerade einmal drei Treffer zu Buche, in keinem Saisonspiel gelang mehr als ein Tor. Damit traf man genauso selten ins Schwarze wie der Aufsteiger aus Lübeck. Der feine Unterschied: Den Minimalisten aus Sachsen reichten drei Buden für satte sieben Punkte. Gegen den einen oder anderen Treffer mehr am Samstag hätte in Dresden aber wohl niemand etwas einzuwenden. 

jsc

Videos und Audios zur 3. Liga

Morris Schröter trifft per Foulelfmeter
Bildrechte: Picture Point

Der FSV Zwickau hat bei Viktoria Köln einen Punkt erkämpft. Dabei war die Schlussphase des Spiels richtig dramatisch.

Mi 25.11.2020 22:53Uhr 02:58 min

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 17. Oktober 2020 | 14:00 Uhr

24 Kommentare

Thoralf vor 5 Wochen

Gelebte Solidarität! Spätestens seit Corona, sollte es der Letzte begriffen haben! Rivalität ist zur gegebenen Zeit das Salz in der Suppe, aber warum andauernd schüren, was vor sich hinglimmt. Der Aldi hat seine Freunde bei Dynamo , ich meine bei Dynamo, Chemie, Lok und selbst RB! Uns alle vereint die Liebe zum Fußball!

Thoralf vor 5 Wochen

Ein Grund mehr, von einem Dynamo Sieg auszugehen! Bei Reisender sind es wohl noch die Schmerzen, die das "ungute" Gefühl auslösen! Denkt an letzte Saison! FCM spielt Kacke, also Dynamo spielt Kacke! Nur so als Hinweis! Ausserdem schmeckt halt ein "Dresdner Stollen" besser als Marzipan! Erfolg geht über den Magen!, fragt Wolle.

Hubert vor 5 Wochen

Also wolle, morgen 14 Uhr MEZ im MDR wird das Spiel live übertragen. Bei Euch wieviel Uhr? Frühstückszeit, bei Donut's o.ä. ?
Jetzt hier 16.10. 22 Uhr MEZ
Viel Spaß dabei!
Herzliche Grüße über'n großen Teich