Fußball | 3. Liga FSV Zwickau erkämpft Punkt gegen Karlsruhe

Nachholer 21. Spieltag

Der FSV Zwickau hat im Nachholspiel gegen den Karlsruher SC einen Überraschungssieg verpasst. Die Mannschaft von Trainer Joe Enochs holte am Dienstagabend beim 1:1 (1:0) nach Führung aber immerhin einen Punkt und hat nun zwei Zähler Vorsprung vor den Abstiegsplätzen.

von Max Zeising

FSV-Trainer Enochs wechselt fünfmal

FSV-Trainer Joe Enochs wechselte im Vergleich zur 0:1-Niederlage am vergangenen Wochenende bei Fortuna Köln auf fünf Positionen: Für Davy Frick, René Lange, Nils Miatke und Tarsis Bonga (alle Bank) und Nico Antonitsch (Gelbsperre) standen Bryan Gaul, Alexandros Kartalis, Kevin Hoffmann, Mike Könnecke und Lion Lauberbach. Außerdem fehlte Orrin McKinze Gaines, der beim Spiel in Köln die Gelb-Rote Karte kassierte.

Zwickau beginnt mit Pfostentreffer

Das Spiel begann vor 4.013 Zuschauern im Stadion Zwickau furios. Bereits nach wenigen Augenblicken hätten die Gastgeber in Führung gehen können: Bryan Gaul köpfte den Ball nach einer Ecke an den Pfosten (2.). Von Karlsruhe kam dagegen zunächst wenig: Nur Marvin Wanitzek, dessen Freistoß knapp am Tor vorbeiging (12.), und Kyoung Rok Choi, der aus 20 Metern über das Tor zielte (27.), sorgten für Gefahr.

Hoffmann bringt FSV in Führung

Auf der anderen Seite hatte der FSV erneut Aluminium-Pech, als Lion Lauberbach bei einem Konter erst zwei Gegenspieler aussteigen ließ, dann aber den Ball nur an den Pfosten setzte (30.). Kurz vor der Halbzeitpause machte es Kevin Hoffmann dann besser: Nach einer Hereingabe von Morris Schröter brachte der Mittelfeldspieler die Gastgeber in Führung (44.).

Kevin Hoffmann trifft zum 1:0, rechts Christoph Kobald, hinten Kyoung-Rok Choi
Kevin Hoffmann trifft zum 1:0 für Zwickau. Bildrechte: imago/Kruczynski

Fink per Elfmeter zum Ausgleich für den KSC

In der zweiten Halbzeit machte Karlsruhe dann mehr Druck. Marvin Pourié versuchte es mit einem Schuss von der Strafraumgrenze, doch erneut ging der Ball an den Pfosten (51.). Wenig später hatten die Gastgeber, von denen offensiv kaum noch etwas kam, deutlich weniger Glück: Bei einem Schuss von David Pisot ging Lion Lauberbach mit der Hand an den Ball, Schiedsrichter Wolfgang Haslberger sah das Vergehen und zeigte auf den Punkt. Anton Fink verwandelte den Handelfmeter zum Ausgleich (65.).

Bonga hat die letzte Chance für Zwickau

In der Schlussphase hätte dann Pourié nach einem Solo sogar die Führung für den KSC erzielen können (73.). Auf der anderen Seite verzeichnete der eingewechselte Tarsis Bonga mit einem strammen Schuss von der Strafraumgrenze, der über das Tor ging, die einzige gefährliche Szene des FSV im zweiten Durchgang (83.). In der Nachspielzeit drückte der KSC noch einmal, aber Zwickau rettete immerhin einen Punkt.

Stimmen zum Spiel:

Alois Schwartz (Karlsruhe): "Wir sind nicht ganz zufrieden. Wir sind nicht gut reingekommen, hatten Glück nach einer Minute. Dann waren wir besser drin, kriegen aber in der 43. Minute einen Konter. Am Ende geht das 1:1 in Ordnung."

Joe Enochs (Zwickau): "In der ersten Halbzeit haben wir sicher gestanden, nicht viel zugelassen. Nach der Pause haben wir dann zwei, drei Chancen zugelassen. Am Ende ist es ein bisschen bitter, denn wir brauchen Siege."

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Bildrechte: Deutscher Fußball-Bund

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | MDR SACHSENSPIEGEL | 13. Februar 2019 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 12. Februar 2019, 22:25 Uhr

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32 Kommentare

14.02.2019 16:30 WestSACHSE 32

#29
Bevor es der aufmerksame Beobachter merkt. Natürlich FINK und nicht Frahn... aber da war der Wunsch Vater des Gedanken, denn bei Frahn hat es ja mit dem Stehenbleiben geklappt.

14.02.2019 10:47 Beobachter mit Abstand 31

Es bleibt nach dem Spiel gegen Karlsruhe ganz klar festzuhalten, dass die Mannschaft von sich heraus will. Aber offensichtlich wird sie in ein Spielsystem gepresst, welches unkreativ ist und so einige Spieler in ihren Möglichkeiten begrenzt.
Es waren fünf Wechsel vor dem Spiel und man hat in HZ 1 den Effekt gesehen. In HZ 2 hat man es wieder verpasst nachzulegen - und das heißt nunmal, mehr zu investieren.
Der wichtigste Punkt: Am Ende wurden wieder drei Spieler eingewechselt, die aus welchen Gründen auch immer "Spielrecht" haben - ihre Leistung kann kein Pro-Argument sein, besonders nicht bei Frick und Bonga. Warum dürfen zum x-ten Mal nicht weitere aus der "zweiten Reihe" ran? Wann will J.E. endlich mal Rodas bringen? Oder lässt er den Jungen am ausgestreckten Arm verhungern?
Kurz: Kein Grund zu Euphorie, max. ein Grund nicht zu resignieren. Aber J.E. hat keine Weiterentwicklung des Teams erreicht, es besteht kein Spielsystem, keine Spielkultur.

14.02.2019 09:21 @Rot-Weiss 67 30

1 Punkt in 4 Spielen? Neid? Eher Armselig.

14.02.2019 07:32 WestSACHSE 29

Beim 11er hätte der Pommes einfach stehen bleiben sollen, damit der Frahn endlich mal aufhört uns hier jedes Mal um die drei Punkte zu bringen.

13.02.2019 20:38 Rot-Weiss 67 28

An Kommentar 27.
Ui, da ist der Lumpi aber neidisch,
aber Du weißt doch Neid muß man sich erarbeiten. Also zollst Du uns ja Anerkennung. Danke Lumpi
NUR DER FSV!!!

13.02.2019 19:40 Lumpi 27

So spielt ein Absteiger. Ihr gehört mit dieser Herde nicht in die 3 Liga.

13.02.2019 18:47 Neuer Zwickauer 26

Der Elfer war für mich keiner!
Ein schönes Bild oben beim Treffer von Hofmann.
Es zeigt den KSC Spieler mit der 21 mit beiden Händen auf dem Rücken! So muß nach der Handregel jetzt im Strafraum verteidigt werden. Das ist für mich unnatürlich und traurig das es soweit gekommen ist!

13.02.2019 17:39 Stephan 25

Viele Grüße an den anderen Stephan.
Zur Sache, das wird vermutlich noch lange so bleiben. Jeder kann gegen jeden verlieren. Zum Verein halten ist wichtig. Kritik ist angebracht, aber diese vielen Propheten. Zwickau ist eine wunderbare Stadt und der FSV gehört dazu. Also, auf geht's.

13.02.2019 17:00 Sachsenrings Spielfreude 24

Danke an die Mannschaft und an Joe Enochs,
das das Verhältnis Fußball-Spiel mit/ -gegen den Ball endlich wieder ausgewogen ist, - hier hat wohl der Mannschaftsrat Einfluss genommen, -da wäre man(n) gern mal „dabei“ gewesen.

Egal, - wichtig ist das man in schwierigen Situationen miteinander nach Lösungen sucht, -ich hoffe Jo E. hat aus der Mannschaft-Umstellung wichtige Erkenntnisse gewonnen . . und versucht nicht wie T. Z. ihr ein taktisches Korsett anzulegen . .
Der junge Lauberbach hat sein bestes Spiel gezeigt, - es wäre ungerecht ihn mangelnde Cleverness vorzuwerfen, aus diesem Fehler wird er lernen und gegen Jena macht er sein erstes Tor! - es hat noch keiner zweimal hintereinander an den Pfosten getroffen :-)!

Der KSC ist dagegen weit weg vom KSC des Vorjahres, als er hier 4:2 gewonnen hat, -Herr Schwartz, - mit zweifelhaften Schiedsrichterentscheidungen und taktischen Fouls steigt man nicht in die 2. e Liga auf und bleibt schon garnicht drin!

13.02.2019 16:32 Zwickauer 23

Liebe Hallenser Sportfreunde !
Ich wollte eure Ergebnisse nicht schlecht reden.
Gern gönne ich Euch (als Ostmannschaft) den Aufstieg.
Was ich auch noch damit sagen wollte ist, dass hier längst noch nichts entschieden ist. Es kann hier Jeder Jeden schlagen.
Halle befindet sich jetzt in der Rolle des Gejagten.
Aber egal. Ich würde mich freuen wenn wir drin bleiben und wenn Ihr aufsteigen würdet.
Der KSC hat mich gestern spielerisch etwas enttäuscht.
Von einem Aufstiegsaspiranten erwarte ich da irgendwie ne andere Power.
Ich möchte niemanden auf den Schlips treten.
Wir in Zwickau dürfen ja selbst zu unserer eigenen Mannschaft nie eine Kritik äußern.

Ansetzungen und Tabelle