Fußball | 3. Liga Meppen schießt Magdeburg in die Krise

23. Spieltag

Beim 1. FC Magdeburg ist der Wurm drin. Der FCM verlor auch sein Heimspiel gegen den SV Meppen mit 0:2 (0:0) und blieb damit im sechsten Match in Folge sieglos. Der Blick geht nun nach unten und der Druck auf die sportliche Führung wird größer.

Schon vor der Partie standen die Elbestädter unter Druck, da der Trainerwechsel von Stefan Krämer zu Claus-Dieter Wollitz bisher nicht die erhoffte Wirkung gezeigt hatte. Im Spiel selbst agierte der FCM dann in der ersten Hälfte engagiert, aber glücklos. Da sich beide Teams keine richtigen Gelegenheiten erarbeiten konnte, ging es mit einem verdienten 0:0 in die Pause.

Costly vergibt den Ausgleich

Die zweite Hälfte begann mit einer guten Chance für Sören Bertram, dessen Freistoß von der Strafraumgrenze von Eric Domaschke im SVM-Tor noch um den Pfosten lenkte. Ansonsten blieben die Magdeburger weiter nicht zwingend, stattdessen gingen die Gäste durch Valdet Rama in Führung, der links an der Magdeburger Abwehr vorbeiging und unhaltbar ins lange Eck abschloss (63.).

Die große Möglichkeit auf den Ausgleich vergab Marcel Costly, der nach Flanke von Bertram aus zwei Metern den Ball nicht im Tor unterbringen konnte (71.). So war das 0:2 durch Deniz Undav per Kopfball schon eine Vorentscheidung (73.). Dem FCM fiel bis zur Nachspielzeit nicht mehr viel ein, sodass es beim enttäuschenden 0:2 blieb, durch das die Elbestädter noch stärker Richtung Abstiegszone rücken.

Marcel Costly
FCM-Kicker Marcel Costly vergab den 1:1-Ausgleich für den 1. FC Magdeburg (71.). Bildrechte: IMAGO/Christian Schroedter

Stimmen zum Spiel:

Christian Neidhart (Meppen): "Ich glaube, dass wir heute ein richtig gutes Auswärtsspiel gemacht haben. Wir haben uns ein schönes Tor herausgespielt mit dem 1:0 und machen dann noch ein tolles 2:0 mit vielen Passkombinationen im Zentrum. Dann war das Spiel gegessen und der Sieg auch nicht unverdient. Die beiden Heimniederlagen sind noch ärgerlicher, wenn man dann in Magdeburg gewinnt."

Claus-Dieter Wollitz (Magdeburg): "Der Schlüssel für die große Enttäuschung liegt darin, wie passiv wir in der 1. Hälfte gespielt haben. Da fehlte die Aggressivität. Wenn es mal einen Konter gab, haben wir nicht direkt geflankt. Statt Eins gegen Eins wurde zurückgespielt. In der zweiten Halbzeit wird die Passivität immer größer. Ich will der Mannschaft das Bemühen aber nicht absprechen. Jetzt ist es eine große Chance, um sich gemeinsam aus der Situation herauszuholen. Wir sind nicht besser als andere, aber auch nicht schlechter."

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 08. Februar 2020 | 16:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 08. Februar 2020, 18:45 Uhr

106 Kommentare

Mara vor 2 Wochen

Affaire
Und er predigt fast, in dem er seine letzte Analyse preisgibt!!!
Kann man irgendwie auch verstehen ,das Themen diskutiert werden, jedoch nicht im abstrakten Sinn, sondern bassierend auf der Feststellung.
In diesem Sinne
BWG

FCM1967 vor 2 Wochen

Zu meinem Kommentar: So darfst Du als 1.FC Magdeburg nicht auftreten-weder im Spiel noch in den Interviews!! So etwas muss Folgen haben!!
Was ich damit meine ist:

- Spieler und auch MF sollten derzeit keine Interviews geben.
- Der Fokus muss auf das Wesentliche gelegt werden-wer nicht mitzieht bleibt draussen
- Die Lahmarschigkeit, Behebigkeit und Bequemlichkeit auf dem Platz muss endlich aufhören
- Geld für einen Mentaltrainer ausgeben, denn die meisten Spieler haben ein Kopfproblem und wirken als wüssten sie nicht, worum es geht- DAS TOR das es zu treffen gild steht auf der anderen SEITE!

Hoffen wir, das die Mannschaft bis zum Spiel gegen Chemnitz wieder auf die Beine kommt.

BWG

HKS Dauerkarte vor 2 Wochen

Da wird ein gelernter Verteidiger über Monate - ohne Ertrag (Costly) - in der Offensive eingesetzt und einen Bülter wollte man am Liebsten zum Verteidiger umschulen. Sind wir soviel schlauer als Andere?