Fußball | 3. Liga Carl Zeiss Jena bricht in Meppen ein

6. Spieltag

Es sollte ein Mutmacher werden, doch daraus wurde der nächste Tiefschlag: Der FC Carl Zeiss Jena hat im sechsten Spiel die sechste Niederlage kassiert. In der ersten Hälfte hielt sich das Kwasniok-Team beim SV Meppen noch achtbar, nach der Pause brachen die Thüringer aber ein und verloren 0:3.

Passable erste FCC-Hälfte

Die Partie begann mit einem Schreckmoment für Jena: Bereits nach vier Minuten musste Jannis Kübler ausgewechselt werden, der sich nach einem Zweikampf mit Willi Evseev verletzte. Er wurde mit einer Trage in die Katakomben gebracht, für ihn kam Ole Käuper. Danach entwickelte sich eine intensive Partie mit Vorteilen für Meppen. Jenas Defensive stand aber sicher. Kreuzgefährlich wurde es in der 19. Minute, als Meppens Rene Guder auf die Reise geschickt wurde und den Ball über den herausstürzenden Jo Coppens und das Gehäuse bugsierte.

Nun wurden aber auch die FCC-Kicker mutiger und trauten sich mehr nach vorn. Käuper marschierte Richtung Meppener Tor und schoss die Kugel ans Außennetz (20.). Fünf Minuten später hatte Raphael Obermair die nächste gute Jenaer Möglichkeit auf dem Fuß, vernaschte noch einen Gegenspieler und setzte die Kugel knapp links neben den Pfosten. Torlos ging es in die Kabinen.

Torhüter Jo Coppens, FC Carl Zeiss Jena
An ihm lag's nicht: Jo Coppens hielt mit starken Paraden sein Team lange im Rennen, dann war auch er machtlos. Bildrechte: imago images / Nordphoto

Meppen zieht an - Jena geht unter

Nach dem Wechsel legten die Meppener mehrere Gänge zu, die Jenaer gerieten immer stärker unter Druck. Bis zur 65. Minute konnte das Kwasniok-Team mit viel Glück das 0:0 behaupten, dann wurde es bitter. Coppens im Jenaer Tor, der etliche Großchancen vereitelte, war dann in der 65. Minute zum ersten Mal geschlagen. Meppens Neuzugang und Dribbel-König Valdet Rama umkurvte noch einen Jenaer und hob die Kugel über den FCC-Schlussmann hinweg in die Maschen.

Die Thüringer hatten dem nichts mehr entgegen zu setzen und fingen sich in der 84. Minute den zweiten Gegentreffer durch Marcus Piossek ein. Sekunden vor dem Abpfiff krönte Deniz Undav seine starke Leistung mit einem Schlenzer ins rechte Eck zum 3:0 für die Emsländer. Die Jenaer lagen endgültig am Boden.

Enttäuschte Jenaer Spieler.
Tiefe Enttäuschung bei Jo Coppens, Raphael Obermair und Marius Grösch. Bildrechte: imago images / Eibner

Das sagten die Trainer

Lukas Kwasniok (FC Carl Zeiss Jena): "Ich habe schon einige harte Phasen als Trainer des FC Carl Zeiss Jena erlebt. Es ist aber dennoch meine Aufgabe, Rede und Antwort zu stehen. Ich versuche, das Ganze sachlich zu analysieren, weil Emotionen aktuell nichts bringen. Spielsystematisch und personell haben wir einiges verändert. Dann gab es gleich den ersten Nackenschlag, als sich Jannis Kübler verletzte. Nach 15 Minuten haben wir dann ein recht ordentliches Auswärtsspiel gemacht. Letztendlich entscheiden aber Tore. Nach dem 0:1 wurde es ganz schwer, weil der Glaube und die Hoffnung fehlten. Unter dem Strich haben wir verdient verloren." 

Christian Neidhart (SV Meppen): "Die erste Halbzeit war sehr ausgeglichen. Da hatten wir gute Ansätze, wurden aber nicht mit einem Tor belohnt. Nach der Pause wurde es dann besser. Hervorragend, wie Valdet Rama mit seinem schwächeren Fuß traf. Das war der Dosenöffner. Ich bin froh, dass wir das zweite und dritte Tor nachgelegt haben."

jmd

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 24. August 2019 | 16:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 24. August 2019, 16:04 Uhr

12 Kommentare

FCC 82 vor 3 Wochen

Hier ist noch nichts verloren und alles noch möglich. Meppen ist immer eine Reise wert. Tolle Stimmung in unseren Block. Super Wetter. Imbiss wie immer überfordert. Wasser war zur Halbzeit schon alle. Hatten ja schon die ganze Woche 30 Grad gemeldet. Zum Spiel. Was nützt das ganze Gerede, die Jungs müssen endlich mal aus dem Quark kommen. Ein Rückstand sorgt für Verunsicherung, weil bis jetzt keiner in der Lage ist vornweg zu marschieren und die anderen mitzureißen. Nach 60 min. ist auch noch die Luft raus. Das die Truppe was kann, haben sie im ersten Spiel gegen Ingolstadt gezeigt. Gegen Magdeburg muss die Null stehen. Danach die Spielpause nochmal nutzen. Mein Vertrauen haben sie. Wenn da der Kopf frei ist kann wirklich was bewegt werden. Trainer wechseln bringt nichts. Haben ja seit 1990 schon "38" Wechsel auf der Position durch. Hoffe die Führung behält auch die Nerven. Es geht in der jetzigen Situation nur gemeinsam. Alle Kräfte zusammen bündeln. Nur der FCC. Jetzt erst recht. VG

MAGNETO vor 3 Wochen

Außer Eurem Torwart ist die gesamte Abwehr kaum tauglich für die Regionalliga. Echt traurig, aber die laufen nur nebenher und und machen NICHTS !!! Einfach mal reingrätschen in den Gegner. Wenns dann einen Elfer gibt, egal. Aber nur schaulaufen ist furchtbar.

nur der fcc vor 3 Wochen

Hier wird keiner entlassen, weder Spieler noch Trainer! WIR löffeln die Suppe gemeinsam aus! Wer sollte denn den Karren aus dem Dreck ziehen??? Meyer, Lindemann, Kurbjuweit, Wollitz, Schmitt, Schuster...??? Lukas Kwasnikok hat möglicherweise etwas verwachst, trotzdem traue ich ihm und der Mannschaft zu den richtigen Weg zu finden... Keiner hat erwartet das mit dem aktuellen Kader die Liga gerockt wird. Sicherlich hat auch keiner den derzeitigen Stand erwartet... Trotzallem bin ich zuversichtlich den Turnaround zu schaffen. Vielleicht bin ich bekloppt, vielleicht habe ich aber auch einfach nur Ahnung vom Fussball ;););) Düsseldorf hat nach sieben Niederlagen auch an Funkel festgehalten... Sicherlich ist es relativ ungünstig das Magdeburg heute 5:1 gewonnen hat... Kein Gegner ist in der akutellen Situation leicht für uns ;) Ich vertraue den handelnden Personen! Trainerwechsel haben in letzter Zeit den allerwenigsten Erfolg gehabt, kosten nur Geld... In diesem Sinne - nur der FCC.

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