Fußball | 3. Liga FCC-Geschäftsführer Förster: "Ich möchte ein Signal auf dem Platz sehen"

14. Spieltag

"13 Mal probiert, 13 Mal ist nichts passiert" - so oder so ähnlich lässt sich die bisherige Saison von Carl Zeiss Jena zusammenfassen, zumindest was die Anzahl der Siege betrifft. Nun empfängt der FCC den F.C. Hansa Rostock, die Mannschaft der Stunde. Über 5.000 Tickets sind bereits verkauft. Wir sprachen mit Jenas Geschäftsführer Chris Förster unter anderem darüber, ob genau darin vielleicht sogar ein Vorteil liegt und wie der Plan bis zur Winterpause aussieht.

Geschäftsführer Carl Zeiss Jena Chris Förster
Bildrechte: Karina Heßland-Wissel

Gegensätzlicher könnten die Vorzeichen des Jenaer Heimspiels (Sonntag, 3. November, ab 14 Uhr im Liveticker auf www.sport-im-osten.de) nicht sein. Auf der einen Seite die Hausherren, die bisher lediglich zwei Zähler einfahren konnten und noch immer auf ihren ersten Saisonsieg warten. Auf der anderen Seite die Ostseestädter, die seit acht Spielen ungeschlagen sind. Im Interview mit www.sport-im-osten.de äußert sich Geschäftsführer Chris Förster zur aktuellen Lage.

Geschäftsführer Chris Förster (FC Carl Zeiss Jena), Trainer Rico Schmitt (FC Carl Zeiss Jena), Präsident Klaus Berka (FC Carl Zeiss Jena)
Die Jenaer Verantwortlichen: Geschäftsführer Förster, Cheftrainer Rico Schmitt und Präsident Klaus Berka (v.li.n.re.). Bildrechte: imago images / Matthias Koch

Am Wochenende geht es gegen Hansa Rostock. Der FCH hat aktuell einen Lauf mit fünf Siegen und drei Remis in den letzten acht Drittliga-Spielen. Ist es vielleicht ein Vorteil, ohne Druck aufspielen zu können?

Chris Förster: "Ich glaube nicht, dass man das so sehen kann. Wir haben keines unserer 13 Spiele gewonnen. Da waren alle Konstellationen dabei. Zu spekulieren, ob es jetzt ein Vor- oder Nachteil ist, bringt da gar nichts. Wir müssen unser Spiel machen und endlich unsere Leistung abrufen."

Das 1:1 gegen Würzburg wirkte vom Auftreten schon wie ein Wendepunkt. Es folgte der nächste Rückschlag gegen Uerdingen. Gibt es dennoch etwas Positives herauszuziehen, seit Rico Schmitt das Amt übernommen hat?

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Ich möchte da nicht über etwas Positives reden. Wir wollen und müssen da nichts herbeireden oder beschönigen. Es geht für uns jetzt darum, konzentriert an jedes Spiel heranzugehen."

Bisher hat die Mannschaft noch keine Drittliga-Tauglichkeit nachgewiesen.

Chris Förster

Ist die aktuelle Mannschaft Ihrer Ansicht nach stark genug, um noch mal in den Abstiegskampf eingreifen zu können?

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Bisher hat die Mannschaft noch nicht ihre Drittliga-Tauglichkeit nachgewiesen. Dennoch haben viele der Jungs hohes Potenzial. Das haben sie auch in ihren ehemaligen Vereinen, auch höherklassig schon gezeigt, im Laufe dieser Saison aber noch nicht über 90 Minuten abgerufen."

Torjubel zum 1:0 durch Tom Boere
Die Jenaer 0:2-Niederlage beim KFC Uerdingen war bereits die elfte Jenaer Pleite im 13. Saisonspiel. Bildrechte: imago images/MaBoSport

Wird der Markt schon nach Winter-Neuzugängen sondiert, die womöglich schon in der Regionalliga ihre Klasse nachgewiesen haben und im Falle des Abstiegs eine sofortige Verstärkung darstellen könnten?

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Wir wollen keine verfrühte Abrechnung machen. Derzeit gibt es keine Pläne, was Neuzugänge betrifft. Wir wollen mit dem aktuellen Kader schauen, was wir sportlich bis zur Winterpause noch erreichen können. Dann werden wir uns zusammensetzen und beraten, wie wir das Team für die zweite Hälfte der Saison aufstellen."

Unser Ziel bis zur Winterpause ist es, idealerweise bis auf acht Punkte heranzukommen.

Chris Förster

Apropos sportliches Ziel. Gibt es intern eine Zielsetzung bis zur Winterpause? Beispielsweise den Rückstand auf die Nichtabstiegsränge bis auf eine bestimmte Punkteanzahl zu verringern oder eine gewisse eigene Punkteanzahl zu erreichen?

"Unser Ziel ist es, näher an die Nichtabstiegsränge heranzukommen, idealerweise bis auf acht Punkte. Das haben wir in der vergangenen Saison in den letzten Spielen geschafft aufzuholen. Nur müssen wir dazu jetzt langsam mal Siege einfahren. Das ist das einzige, was dem Team jetzt hilft."

Abschlussfrage: Ihr Tipp für das Spiel gegen Rostock?

"I
ch möchte da keinen Tipp abgeben. Was ich sehen möchte, ist ein Signal auf dem Platz."

Vielen Dank.

Das Interview führte Maik Winkler

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 03. November 2019 | 15:00 Uhr

10 Kommentare

Lobello vor 41 Wochen

Richtig. Förster ist fehl am Platz. Durch seine Blindheit zu Kwasniok hat er uns den fast sicheren Abstieg beschert. Habe so viele Misswirtschaftenunter Förster, die letzten Jahre nicht erlebt. Er sollte sich hinterfragen und sein Auftreten mal überdenken. Unter ihm wird es nicht besser.

AufmerksamerBeobachter vor 41 Wochen

Stimmt. Daran hatte keiner gedacht - zumal Kwasniok ja 'einen Platz an der Sonne' anstrebte. Vmtl gelten die Verträge nur für die dritte und zweite Liga. Ich hatte mir vor ein paar Tagen seine Interviews zum Saisonbeginn nochmal reingezogen - sehr erfrischend.

ewiger Jena Fan vor 41 Wochen

Wolfus hat genau den Kern getroffen!!!!!!! Da gibt es eigentlich nicht viel hizuzufügen. Mannschaft ist egal unter welchen Trainer einfach nicht tauglich für die 3. Liga. Wenn das der Herr Förster nicht sieht ist er wirklich total fehl am Platz.Warum reagiert nicht der Vorstand und dieser sehr ruhige Präsident??Die Fans setzen leider kein Zeichen und unterstützen diese unfähige Mannschaft mit vollen Kräften. Fordert doch mal mit großen Spruchbändern den Rauswurf von Förster,oder boykotiert doch mal eins zwei Spiele als Zeichen. Fans müssen auch mal ihren Unmut zeigen. Ich glaube nicht das den Fans die Leistung bisher gefallen hat und ich habe auch keine Hoffnung das es mit diesen Versagern noch einmal besser wird. Spieler aussortieren und für die Regionalliga planen und im nächsten Jahr neu angreifen. Vorteil ist man hat eine eingespielte Mannschaft und fängt nicht erst nach dem Abstieg an wie eigentlich immer. Planung erfolgt beim FCC immer zu spät!!!!!!!!!! Nur der FCC.

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