Fußball | 3. Liga FCC-Geschäftsführer Förster: "Keine Sonderrolle für die 3. Liga"

Am Freitag haben acht Drittligisten ein gemeinsames Statement zum Abbruch der 3. Liga veröffentlicht. Darunter die fünf mitteldeutschen Teams um Schlusslicht FC Carl Zeiss Jena. Geschäftsführer Chris Förster fand im "SpiO"-Talk klare Worte.

Waldhof Mannheim, der Hallesche FC, der 1. FC Magdeburg, Carl Zeiss Jena, der Chemnitzer FC, Preußen Münster, der FSV Zwickau und Sonnenhof Großaspach sehen keine Alternative zum Stopp der Saison. FCC-Geschäftsführer Chris Förster sprach am Freitag (17.04.20) über das vierseitige Positionspapier, das sich gegen Geisterspiele und für einen Abbruch der Spielzeit ausspricht - aus gesellschaftlichen, medizinischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten. Demnach sei jetzt der richtige Zeitpunkt, den Spielbetrieb nicht fortzuführen.

Förster: "Brauchen rasche Entscheidung des DFB"

Laut Förster nimmt die 3. Liga keine Sonderrolle ein. Der Fußball sei ebenso "Bestandteil der Gesellschaft wie kleine Friseurläden", so der FCC-Geschäftsführer. Zum schwierigen Thema drohende Insolvenzen sagte Förster, dass Insolvenzen, die ihren Grund in der Corona-Krise hätten, nicht mit neun Punkten Abzug bestraft werden dürften. Diesbezüglich hatte der DFB seine Spielordnung bereits für diese Spielzeit angepasst. Kritisch sieht er aber, dass einige Teams die Straffreiheit nutzen könnten, obwohl deren Zahlungsunfähigkeit nichts mit den Auswirkungen von Corona zu tun habe. Dahingehend gäbe es beim DFB aber keine Unterscheidung.

Zudem sei es verständlich, dass Klubs mit Aufstiegschancen aus wirtschaftlicher Sicht für eine Fortsetzung seien, erklärte Förster. Die acht Teams der Erklärung seien dafür, dass Mannschaften, die oben stehen, aufsteigen, es aber keine Absteiger gibt. Im Sinne der Liga müsse die Saison jedoch abgebrochen werden, auch um Planungssicherheit zu haben. Dafür brauche es eine rasche Entscheidung seitens des DFB.

fth

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Ein Spieler im Interview nach der Partie
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4:0 für die SG Dynamo Dresden - eine Ansage. Hier gibt es die Reaktionen von Spielern und Trainern nach dem Spiel gegen den FC Ingolstadt.

Sport im Osten Sa 27.02.2021 14:00Uhr 04:43 min

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 17. April 2020 | 19:30 Uhr

3 Kommentare

unfassbar vor 45 Wochen

Es ist richtig, das der FCC sportlich zu 99,9% als Absteiger feststeht. Sollte es aber einen Abruch der Saison geben und der ist eigentlich alternativlos, sollte es auch keine Absteiger geben. Ob das gerecht ist oder auch nicht. Mir wäre es persönlich so was von egal, wenn wir durch diese Hintertür nicht absteigen würden. Nur Jena hat meiner Meinung noch ein ganz anderes Problem. Geht der Stadionbau hoffentlich im Herbst los, hat man kein Fassungsvermögen von 10.000 Zuschauern mehr und die sind ja in der 3. Liga vorgeschrieben. Ich weiß allerdings nicht ob es da eine Sondergenehmigung geben kann.

Alex. vor 45 Wochen

@ Mario! Der FCC ist auch bei Fortführung der Saison sportlich nicht mehr zu retten,-also erster Absteiger! Jena sollte die Corona-Krise nicht ausnutzen um den Abstieg abzuwenden!-Ein bisschen sportliche Fairness gehört dazu! Mir tut es auch um den FCC leid,-aber wer solch eine Katastrophensaison spielt,muss für den verzapften Mist geradestehen und nicht "durch die Hintertür" die Klasse halten!

Mario66 vor 45 Wochen

Jena will keine Sonderrolle
Jena will nur nicht absteigen...