Sportpolitik | Corona Innenminister Stahlknecht fordert Zuschauer im Profisport

Kann Profisport in Sachsen-Anhalt bald wieder mit Zuschauern stattfinden? Innenminister Holger Stahlknecht hat am Dienstag im Kabinett jedenfalls eine Rückkehr von Fans vorgeschlagen.

Holger Stahlknecht 5 min
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Di 25.08.2020 15:35Uhr 04:41 min

https://www.mdr.de/sport/sport-im-osten/video-439862.html

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Stahlknecht will den Vereinen, die wirtschaftlich von Ticketverkäufen abhängig sind, wieder eine Perspektive bieten. Dafür sollen bis zu 5.000 Zuschauer bei Fußball- und 2.500 Zuschauer bei Handballspielen im Profibereich zugelassen werden. Das bestätigte der Innenminister dem MDR am Dienstagnachmittag. Betroffen wären die Spiele der Fußball-Drittligisten Hallescher FC und 1. FC Magdeburg sowie vom SC Magdeburg aus der Handball-Bundesliga.

Bislang maximal 1.000 Zuschauer angedacht

Voraussetzung für die Öffnung solle eine niedrige Infektionsrate sein, so Stahlknecht im MDR-Interview. Er will einen Grenzwert festschreiben - wird er überschritten, könnte der Zugang wieder verboten werden. Bislang gilt in Sachsen-Anhalt die Eindämmungsverordnung, die Anfang Juli verabschiedet wurde. Die Handballer des SCM dürften - Stand jetzt - nur vor 500 Zuschauern spielen.

Parteichef und Innenminister Holger Stahlknecht gestikuliert vor einer Sondersitzung der CDU-Landtagsfraktion im Landtag in Magdeburg.
Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht. (Archiv) Bildrechte: dpa

SCM-Geschäftsführer begrüßt Stahlknechts Vorschlag

Ob der Vorschlag von Stahlknecht umgesetzt und die Verordnung angepasst wird, entscheidet sich aller Voraussicht nach noch nicht am Dienstag. Zunächst sollen offenbar am Donnerstag (27. August) die 16 Ministerpräsidenten über neue Corona-Maßnahmen beraten. SCM-Geschäftsführer Marc-Henrik Schmedt begrüßt den Vorschlag von Holger Stahlknecht jedenfalls. 2.500 Zuschauer würden immerhin eine Perspektive bedeuten, wie er im MDR-Interview sagt. Für Handballvereine in Deutschland wäre eine teilweise Rückkehr von Zuschauern ein wichtiger Schritt, um die sportlichen Strukturen innerhalb und um die Vereine aufrechtzuerhalten. Der Grund: Der Handball würde sich zu 95 Prozent durch die Menschen, die in die Hallen kommen, refinanzieren, so Schmedt.

Vereine beraten über Zuschauer-Rückkehr

Auch bei den Vereinen spielt das Thema Zuschauer-Rückkehr eine große Rolle. Dafür werden die 20 Fußball-Drittligisten am Dienstag (25. August) erneut in einer Video-Konferenz mit dem DFB zusammenkommen, um zu beraten. Ob und wie viele Fans in die Stadien dürfen, entscheiden am Ende allerdings die Gesundheitsbehörden vor Ort.

Zustimmung zum Vorstoß von Stahlknecht kam vom Geschäftsführer des 1. FC Magdeburg. Mario Kallnik sagte "Sport im Osten": "Ich habe mich gefreut. Es ist wichtig, dass wir überlegen, wie wir Schritt für Schritt zur Normalität zurückkommen. Und er lässt Spielraum nach oben offen. Wir haben uns auch viel Mühe gegeben, ein Konzept zu erarbeiten, um auch viele Zuschauer zu haben. In die Arena passen 28.000. Vielleicht kommen wir an die Hälfte der Zuschauer ran."

Mario Kallnik 2 min
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Di 25.08.2020 17:54Uhr 01:53 min

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(ten)

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 25. August 2020 | 19:30 Uhr