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Aues neuer Trainer Timo Rost und Präsident Helge Leonhardt (re.) Bildrechte: Picture Point

Fußball | 3. Liga"Ziehen den Neuanfang brutal durch": Aue präsentiert Rost und trennt sich von Dotchev

Stand: 01. Juni 2022, 16:27 Uhr

Die Spatzen pfiffen es schon von den Dächern: Nun ist es perfekt. Fußball-Zweitliga-Absteiger FC Erzgebirge Aue hat bei der Trainervorstellung von Timo Rost die Beurlaubung von Sportchef Pavel Dotchev verkündet.

Fußball-Zweitliga-Absteiger FC Erzgebirge Aue setzt in Zukunft auf Cheftrainer Timo Rost. Bei der Vorstellung des 43-Jährigen gab Präsident Helge Leonhardt gleichzeitig die Trennung von Sportchef und Coach Pavel Dotchev bekannt.

Rost will "Erzgebirgs-DNA" wiederaufbauen

Leonhardt sagte: "Menschlich ist das schwierig, aber nach der letztjährigen Höllensaison gehen wir es mit brutaler Konsequenz an. Es gilt für Aufbruchsstimmung zu sorgen." Rost, der nach eigenem Bekunden mehrere Angebote für seine Zukunft hatte, war zuletzt mit dem bayerischen Regionalligisten SpVgg Bayreuth in die 3. Liga aufgestiegen: "Wichtig war mir, dass sich der Klub zu einem Neuanfang bekannt hat. Wir wollen neuen Energie in den Verein bringen, die Erzgebirgs-DNA wieder hierhin bringen. Darauf habe ich richtig Lust!" Er freue sich auch darauf "wieder im Osten zu arbeiten, ich hatte in Cottbus eine tolle Zeit", sagte der in Oberfranken geborene ehemalige defensive Mittelfeldakteur, der auch bereits bei RB Leipzig kickte.

Auch Piplica kommt zu den Veilchen

Mit Rost kommt als Torwart-Trainer der ehemalige Cottbuser Bundesliga-Keeper Tomislav Piplica, der zuletzt in Bayreuth für den Torwart-Nachwuchs zuständig war, sowie als Athletik-Trainer Michael Gehret und als Videoanalyst, Oliver Georgiev, die Rost ebenfalls aus Bayreuth mitbringt. Den Wechsel aus Oberfranken begründete er mit den besseren Rahmenbedingungen im Erzgebirge. Einen neuen Sportchef beim FC Erzgebirge wird es vorerst nicht geben, das wolle man zunächst "im Team lösen", so Helge Leonhardt. Noch keine Entscheidung ist über die Zukunft von Ex-Teamchef Marc Hensel gefallen. Mit Dotchev, für den es keine Zukunft in Aue gebe, und Hensel befinde man sich in Gesprächen. Man werde Hensel bei der Ausbildung zum Fußballlehrer unterstützen, dann werde man sich zusammensetzen. Der bisherige Co-Trainer Philipp Hauck wird wieder in die U17 zurückkehren.

Tomislav Piplica (re.) als Torwart-Koordinator in Bayreuth, daneben Sportdirektor Marcel Rozgonyi Bildrechte: IMAGO / Peter Kolb

Rost: "Wollen oben mitspielen"

Als Saisonziel formulierte Timo Rost, dass man eine Mannschaft aufbauen will, die "die Liga annimmt und im besten Fall oben mitspielen kann". Der Kader solle "klein, aber qualitativ hochwertig sein". In der Bundesliga setzt zum Beispiel auch Mainz 05 auf dieses Modell. Rost verlangt, dass die Spieler auch in der Nähe von Aue leben werden. Er selbst werde nicht mehr als 25 bis 30 km entfernt von Aue wohnen.

Nebenbei gab Helge Leonhardt auch noch den Transfer von Verteidiger Alexander Sorge bekannt. Der gebürtige Leipziger spielte zuletzt beim insolventen Drittligisten Türkgücü München.

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cke

Dieses Thema im Programm:MDR FERNSEHEN | MDR AKTUELL | 01. Juni 2022 | 17:45 Uhr

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