Fußball | 3. Liga Vorerst keine Drittliga-Lizenz für Viktoria Berlin

Viktoria Berlin muss weiter um die Lizenz für die 3. Liga bangen. Vorerst verweigerte der DFB die Erteilung, weil das Mommsenstadion nicht den Anforderungen entspricht. Bis Anfang Juni muss nun eine Lösung her.

Jenas Stadion von oben 1 min
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MDR aktuell 19:30 Uhr Do 29.04.2021 19:30Uhr 00:49 min

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Viktoria Berlin ist die Lizenz für die 3. Liga vorerst verweigert worden. Das bestätigte Geschäftsführer Peer Jaekel dem "Kicker". "Erwartungsgemäß haben wir noch ein, zwei Hausaufgaben zu erledigen, die uns aber nicht als unlösbar erscheinen", sagte Jaekel. Man gehe aber fest davon aus, die Drittliga-Lizenz zu bekommen.

Lizenz hängt an der Stadionfrage

Wichtigster Punkt ist und bleibt die Stadionfrage. Eine zunächst vom Verein favorisierte temporäre Arena aus Stahlrohr ist vom Tisch. Stattdessen muss das Mommsenstadion in einen drittligareifen Zustand versetzt werden. Aktuell entspricht die Spielstätte von Tennis Borussia nicht den Anforderungen der 3. Liga. Man habe ein, zwei Hausaufgaben zu erledigen, die aber nicht unlösbar erscheinen, so Jäckel mit Blick auf das Stadion. Die Zeit drängt allerdings, denn bis Anfang Juni muss der Verein ein taugliches Stadion haben. Die bisherige Heimspielstätte in Lichterfeld ist zu klein, das Olympiastadion als Ausweichstätte zu teuer. Außerhalb Berlin holte sich Viktoria nur Absagen ab.

Jena hat Lizenz unter Auflagen

Sollte Viktoria keine Lizenz erhalten, könnten VSG Altglienicke oder der FC Carl Zeiss Jena nachrücken. Jena erhielt die Lizenz für die 3. Liga unter Auflagen. "Alles leistbar, im infrastrukturellen und im wirtschaftlichen Bereich", bestätigte Pressesprecher Andreas Trautmann. Aus Altglienicke gibt es noch keine Rückmeldung. Auch Lok Leipzig, Energie Cottbus und Hertha II hatten die Lizenz für die 3. Liga beantragt. Viktoria Berlin war nach dem Abbruch der Regionalliga-Saison als Spitzenreiter nach Anwendung der Quotienten-Regelung zum Aufsteiger ernannt worden.

rei/dpa

Videos und Audios zur 3. Liga

Ziegler im Interview.
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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 08. Mai 2021 | 16:00 Uhr

12 Kommentare

unfassbar vor 20 Wochen

Wie will man das aber sonst regeln. Sicher könnte man Corona wegen Ausnahmen machen. Klar ist ein kleines volles Stadion von der Atmosphäre besser, als eine große Schüssel mit wenig Zuschauern. Der Fehler liegt dennoch bei den Vereinen. Victoria hat viel Geld in die Mannschaft gesteckt um mit aller Macht aufzusteigen. Ob sie auch nach 38. Spieltagen Meister der Regionalliga Nordost gewesen wären, sei mal dahingestellt. Andere haben nicht das Geld und haben auch gar nicht erst die Lizenz beantragt, weil sie wussten, das sie keine bekommen würden. Chemie Leipzig hat glaube ich selbst nicht damit gerechnet so weit oben zu stehen in der Tabelle. Was ich damit sagen will, man sollte eben nicht den zweiten Schritt vor dem ersten machen. Rein sportlich gesehen und mit der Entscheidung die Saison abzubrechen ist Victoria Berlin Aufsteiger in die 3. Liga, aber ohne ein Stadion, was der DFB fordert, sind sie es eben nicht. Noch haben sie aber über einen Monat Zeit, die Forderungen zu erfüllen.

unfassbar vor 20 Wochen

Wo liegt eigentlich Dein Problem. Altglienicke wäre der 1. Nachrücker. Daran lässt sich nichts rütteln. Das die genauso wenig ein Stadion haben, was die Lizenz-Bedingungen für die 3. Liga erfüllt angeht, ist weitgehend bekannt. Doch es gibt die Nähe zu Union und wer weiß ob die nicht Altglienicke die Alte Försterei zur Verfügung stellen. Muss nicht so kommen, aber kann so kommen. Und wenn nicht, freue ich mich für meine Jenaer. Wer die Lizenz bekommt steigt auf. Was daran lachhaft ist (ich schreib es mal richtig), erschließt sich mir nicht.

SFH vor 20 Wochen

Unabhängig der jetzigen Lizenzverweigerung liegt das eigentliche Problem meines Erachtens in den sinnfreien Forderungen seitens des DFB, dass neben den infrastrukturellen Voraussetzungen (die berechtigt sind) die zu gewährleistende Zuschauerkapazität von 10001 entscheidend ist.
Sofern es Corona in absehbarer Zeit überhaupt wieder zulässt vor vollen Rängen zu spielen, wird z.B. der SC Verl so gut wie kein Spiel in Paderborn (oder nächstes Jahr in Gütersloh) bestreiten, wo eine solche Zahl auch nur annähernd erreicht wird. Wieso können diese Vereine nicht ihre Heimspiele zu Hause bestreiten - dann ist die Hütte halt mit 4500 voll. Die Atmosphäre wäre auf alle Fälle eine bessere.
Deshalb ergibt diese Forderung für die 3. Liga keinen Sinn.