Fußball | 3. Liga Dynamo Dresden auf der letzten Rille gegen Ingolstadt

9. Spieltag

Drei Siege, null Gegentore: Dynamo Dresden hat einen Lauf. Alles paletti sollte man also meinen. Doch Pustekuchen! Die Personalsituation bringt auch einen Trainerfuchs wie Markus Anfang vor dem Heimspiel am Samstag gegen den FC Ingolstadt (16 Uhr im TV, SpiO-Stream und im Ticker) in Nöte.

Normalerweise nennt ein Trainer die Verletzten während der Spieltagspressekonferenz kurz und knapp. Das kommt wie aus dem Effeff. Ist ein Standard. Am Donnerstag (15.09.2022) war das anders. Markus Anfang, seit dieser Saison Trainer von Dynamo Dresden, brauchte einen Zettel. Nicht aus dem Grund, weil er die Namen seiner Spieler noch nicht kennt, es sind schlichtweg zu viele, die am 9. Spieltag (wahrscheinlich) nicht dabei sein können.

Viele Fragezeichen

Dresdens Paul Will am Ball
Paul Will klagte nach dem Donnerstagstraining über Adduktorenprobleme. Bildrechte: imago images/Steffen Kuttner

Zu den sechs Langzeitverletzten gesellten sich nach dem intensiven Spiel gegen den MSV Duisburg (1:0/Elfmeter Stefan Kutschke) noch weitere Spieler. "Wir haben personell einige Fragezeichen, einige die definitiv ausfallen. Die Wahrscheinlichkeit, dass Ahmet Arslan (Infekt) dabei ist, ist gering. Michael Akoto (leichtes Schädelhirntrauma) hat auch noch nicht trainiert. Ebenso wie Niklas Hauptmann (Entzündung im Fuß). Auch Jan Shcherbakovski hat einen Schlag bekommen und nicht trainiert. Da müssen wir sehen. Paul Will hat Adduktorenprobleme."

Anfang: "Der Kader ist konkurrenzfähig"

Die Voraussetzungen sind alles andere als günstig, allerdings spielt den Schwarz-Gelben in dieser Phase der üppige 32-Mann-Kader in die Karten. Zu diesem Kreis gehören auch fünf U19-Spieler, die nun in den Fokus rücken und möglicherweise schneller als gedacht zu Spielminuten in der 3. Liga kommen. Anfang jedenfalls verspricht: "Wir haben einen Kader, der konkurrenzfähig ist - auch am Wochenende."

Duell mit dem Tabellennachbarn

Dann muss Dynamo mit dem FC Ingolstadt eine harte Nuss knacken. Die "Schanzer" sind Siebter und damit direkter Tabellennachbar der Dynamos (6. Platz). Mit nur sechs Gegentoren hat der FCI nach dem 1. FC Saarbrücken die beste Defensive. "Ich glaube schon, dass es schwer wird gegen Ingolstadt Chancen zu kreieren. Aber wir haben unseren Plan und unsere Lösungen dafür", so Anfang.

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In Dresden kommt es am Samstag zum Drittliga-Spitzenspiel zwischen Dyanmo Dresden und dem FC Ingolstadt. Dann trifft SGD-Rückkehrer Stefan Kutschke auf seinen Ex-Klub.

Do 15.09.2022 10:38Uhr 00:38 min

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4:4 ist nicht zu erwarten

Ein Torfest dürfte es jedenfalls nicht werden, denn für viele Treffer sind die Bayern nicht bekannt. Elf Tore in acht Spielen bedeuten etwas mehr als ein Tor im Schnitt. Dynamo hat immerhin viermal mehr getroffen, zuletzt aber Schwierigkeiten im Spiel nach vorn gehabt. Der Treffer zum 1:0-Auswärtssieg beim MSV Duisburg resultierte aus einem Elfmeter, den Stefan Kutschke verwandelte.

Wiedersehen mit Ex-Dynamos Testroet und Schmidt

Es war das erste Saisontor des bisher glücklosen Stürmers, der letzte Saison noch mit Ingolstadt in der 2. Bundesliga auf Dynamo Dresden traf. Nun trifft Kutschke auf seine Ex-Kollegen. Überhaupt ist es ein großes Wiedersehen.

Beim FCI stürmen die Ex-Dresdner Pascal Testroet und Patrick Schmidt. Innenverteidiger Kevin Ehlers, einer der drei Säulen in der Dreierkette, kennt Testroet noch aus seiner Dynamo-Zeit. "Er hat auf jeden Fall seine Qualitäten. Wir geben alles dafür, dass er sich Samstag nicht entfalten kann und wir die Null halten."

Grafik Dynamo Dresden - FC Ingolstadt mit Stefan Kutschke und Pascal Testroet
Stefan Kutschke (Dynamo Dresden) und Pascal Testroet (Ingolstadt) Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Die Defensive war bisher der Trumpf der Schwarz-Gelben, offensiv ist Luft nach oben. "Es ist nicht so, dass wir keine Tore geschossen haben. Es ist sicherlich zu wenig, aber dennoch können wir Tore machen und Chancen kreieren. Und das haben wir auch besprochen. Aber die Defensive wollen wir nicht vernachlässigen", erklärte Anfang, der den Lauf im Duell der Zweitliga-Absteiger zu Hause unbedingt fortsetzen möchte.

Sanny Stephan

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Spieler von Chemie am Ball.
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Der Hallesche FC hat einen Comeback-Sieg gegen Waldhof Mannheim eingefahren und sich damit etwas Luft im Abstiegskampf verschafft.

Sa 05.11.2022 17:33Uhr 14:56 min

https://www.mdr.de/sport/sport-im-osten/video-hallescher-fc-wladhof-mannheim-100.html

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 17. September 2022 | 16:00 Uhr

12 Kommentare

Dynamosteffen53 vor 10 Wochen

Mahlzeit und Grüße in die Runde ...Verfolge die regen Unterhaltungen schon länger und nun hab ich mich auch angemeldet um ab und an auch mal was loszulassen. Genießt hoffentlich das Spiel....hoffe Gogia is gleich halbwegs drin im Spiel und es wird erfolgreich für 🖤💛. Grüße aus der Filmstadt Wolfen....bis denne

SGDHarzer66 vor 10 Wochen

Lieber wolle010 - ja ich habe Dich gemeint. Aber freundschaftlich. Vielleicht liegt die Wahrheit in der Mitte unserer Ansichten. Ich grüße Dich herzlich aus dem Ostharz.

Hubert vor 10 Wochen

Hallo wolle,
Ich möchte auch noch meinen Senf dazugeben.
Dadurch, dass in den letzten Spieltagen äußerst wichtige Punkte geholt wurden, müsste eigentlich in der Mannschaft etwas Ruhe einkehren. Auch wenn Dynamo wie z. B. in Aue äußerst glücklich gewonnen hatte, kann das Ziel erstmal nur heißen, Stabilität zu erlangen.
Die Saison ist noch ellenlang, da kann noch viel passieren, nach oben wie nach unten.
Klar wäre es eine feine Sache, wenn Dynamo wieder aufsteigen würde. Soweit denke ich persönlich aber noch nicht, weil da die Mannschaft erst noch reifen muss.
Dynamische Grüße



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