Fußball | 3. Liga HFC-Coach Schnorrenberg bremst die Euphorie

19. Spieltag

Die Ausgangslage für den Halleschen FC vor dem Spiel (Sa., ab 14 Uhr im Liveticker) gegen den Meister der Vorsaison, den FC Bayern München II, ist klar: Mit einem Sieg rückt der HFC an die oberen Plätze ran. Von diesen Gedankenspielen will der Trainer aber nichts wissen. Das große Thema vor dem Spiel ist die Rückkehr von Braydon Manu.

Florian Schnorrenberg (Trainer Hallescher FC)
Florian Schnorrenberg (Trainer Hallescher FC) Bildrechte: imago images / Christian Schroedter

Braydon Manu ist zurück beim Halleschen FC. Und der quirlige Techniker freut sich über seine Rückkehr: "Es fühlt sich, wie Nach-Hause-Kommen an", sagte er der "Mitteldeutschen Zeitung".

Präsident und Mannschaftsarzt finanzieren das Leihgeschäft

Dass es überhaupt zu einem zweiten Engagement (nach 2017 bis 2019) des 23-Jährigen kommt, ist vor allem dem finanziellen Einsatz von Präsident Jens Rauschenbach und Mannschaftsarzt und Verwaltungsratmitglied Thomas Bartels zu verdanken, die die finanzielle Seite des Leihgeschäfts übernehmen. Von etwa 30.000 Euro pro Gönner schreibt die "MZ" (Mittwochsausgabe).

Nun hofft Manu, dass schon am Samstag gegen Bayern München II sein 69 Spiel im HFC-Dress folgt. Er soll die rechte Außenbahn mit Tempo füllen und das Eins-gegen-Eins suchen, um so mehr Gefahr im Angriffsspiel zu erzeugen. In Darmstadt kam er auf Grund der einiger Verletzungen nicht wie gewünscht zum Einsatz, trotzdem sagt Manu, dass er sich weiterentwickelt habe. Vor allem auch menschlich.

Schnorrenberg schaut nur auf die Punkte

Die Entscheidung über seinen Einsatz liegt in den Händen von HFC-Coach Florian Schnorrenberg. Der warnt zunächst einmal vor dem Drittliga-Meister des Vorjahres: "Wir dürfen sie nicht spielen lassen, brauchen Druck auf den Ball und gute Abstände", erklärte er vor dem Duell am Samstag. Kompakt stehen lautet die Devise. Die Ergebnisse der Vorsaison (1:2 und 1:6) spielen für ihn keine Rolle: "Alles aus der letzten Saison ist hinfällig. Es sind andere Mannschaften und damit auch eine andere Ausgangslage."

Sollte dem HFC im dritten Vergleich mit den "kleinen Bayern" aber der erste Sieg gelingen, wäre für den Tabellen-Neunten ein Sprung in die Nähe des Relegationsplatzes sehr wahrscheinlich. Aber davon will der Coach nichts wissen: "Wir können den Kontakt nach vorne herstellen, das ist klar. Dennoch müssen wir realistisch sein. Es sind noch 21 Spiele, dann kommt vielleicht noch der Landespokal dazu. Es sind gerade extreme Bedingungen, deswegen müssen wir das alles gut steuern. Je schneller wir die 46 Punkte haben, desto eher können wir über andere Dinge nachdenken. Dort sind wir aber noch lange nicht, deswegen ist alles andere hypothetisch", so Schnorrenberg am Donnerstag.

MDR um 11 1 min
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Torwart Müller will spielen

Das Tor hüten wird dann aller Voraussicht nach wieder Sven Müller. Der Schlussmann hatte beim 1:1 gegen Wehen Wiesbaden in der Nachspielzeit beim Zusammenprall mit Mannschaftskollegen Sören Reddemann einen Schlag abbekommen und unter Schmerzen zu Ende gespielt.

Nun hat er im Training ein paar Tage pausiert, die kommenden Einheiten werden schließlich Aufschluss geben, ob es für einen Einsatz reicht.

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Christian Titz
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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 16. Januar 2021 | 14:00 Uhr

7 Kommentare

Flo vor 35 Wochen

Eine gewisse Euphorie kann ich eigentlich nicht feststellen. Es ist eher Alltagsgeschäft, denn was sollte denn Anlass zur Euphorie geben ? Die Leihe von Manu ? Erstmal abwarten, er kommt ja ohne Spielpraxis. Oder etwa unser Tabellenplatz ? Wir sind 9. und ob es nach oben oder wieder nach unten geht wird sich zeigen. Euphorisch könnte man nur werden beim derzeitigen Vergleich der beiden 3. Liga Mannschaften aus Sachsen-Anhalt, da gehts uns ja tatsächlich momentan besser.

Ignatz Wrobel vor 34 Wochen

Halle noch 9. + Magdeburg 18.
beide Mitteldeutschen werden 3. Liga bleiben

Ignatz Wrobel vor 34 Wochen

AU BACKE 0:4 IN HALLE UND 0:3 IN AUE