Fußball | 3. Liga Zieht Jena den Halleschen FC mit in die Regionalliga?

35. Spieltag

Ostknaller und Abstiegsduell in Halle. Am Mittwoch empfängt der HFC den FC Carl Zeiss Jena. Der bereits feststehende Absteiger Jena könnte für Halle zum Stolperstein im Kampf um den Klassenerhalt werden.

Bentley Baxter Bahn, 7 Hallescher FC, gegen Tim Kirchner, 20 FC Carl Zeiss Jena
Im Hinspiel siegten Bentley Baxter Bahn und Co. deutlich mit 3:0 bei Tim Kirchners FC Carl Zeiss. Bildrechte: imago images/Jacob Schröter

Kleines Jubiläum am Mittwoch (20.30 Uhr) in Halle: Zum 75. Mal stehen sich in der Drittliga-Partie Hallescher FC gegen Carl Zeiss Jena beide Klubs gegenüber. Die große Frage, die die Partie begleitet: wird es schon in der kommenden Saison die Spiele 76 und 77 geben?

Halle hat nur drei Punkte Vorsprung

Klar ist: Jena steht als Absteiger fest und wird die nächste Spielzeit in der Regionalliga bestreiten. Unklar ist: Muss auch der Hallesche FC nach acht Jahren in der 3. Liga runter in Liga vier? Vor dem 35. Spieltag hat Halle nur drei Punkte Vorsprung auf die Abstiegsplätze.

Halle: Dämpfer und Schludrigkeit

Florian Schnorrenberg reicht den am Bioden sitzenden Terrence Boyd die Hand.
Schnorrenberg (links) und Boyd (re.) Bildrechte: www.imago-images.de

Unter dem neuen Trainer Florian Schnorrenberg zeigten die Hallenser zuletzt wieder erfrischenden Offensivfußball, gewannen zwei Spiele und holten im Sachsen-Anhalt-Derby gegen Magdeburg ein 1:1. Einen Dämpfer gab es aber am Wochenende beim 1:2 bei 1860 München, bei der sich alte Schludrigkeit vor dem Tor zeigte. Halle verlor die Partie vor allem, weil die HFC-Angreifer um Terrence Boyd oder Mathias Fetsch ihre Chancen nicht nutzten. Für das Spiel gegen Jena versprach Schnorrenberg: "Nichtsdestotrotz werden wir den Kopf hochnehmen."

Jena: Lernprozess und neuer Cheftrainer verkündet

Teamchef Rene Klingbeil Jena, nachdenklich
Klingbeil: "Als Lernprozess mitnehmen" Bildrechte: imago images/Christoph Worsch

Mit Jena gastiert nicht nur das Tabellenschlusslicht und die auswärtsschwächste Mannschaft der Liga in Halle. Der FCC ist auch die Schießbude der 3. Liga – in 34 Spielen klingelte es bereits 76 Mal. Dennoch: So schlecht wie Jena in der Tabelle steht, sind die Thüringer nicht. Immer wieder spielen sie couragiert mit und erhalten Lob für ihre Auftritte – um am Ende dennoch mit leeren Händen dazustehen. (Noch)-Teamchef Rene Klingbeil empfiehlt seinem Team, die restlichen Spiele als großen Erfahrungsschatz zu begreifen: "Die Jungs sollten das wirklich als Lernprozess mitnehmen. Wenn du gerade als junger Spieler durch so eine Phase durchgehst, kann dich nichts mehr schocken." Die Früchte der Arbeit wird Klingbeil selbst aber nicht mehr ernten – zumindest nicht als Cheftrainer. Ihm fehlt noch die nötige Lizenz, um den Posten weiterzuführen: Am Mittwochvormittag (24. Juni) wurde Dirk Kunert als Verantwortlicher ab nächster Saison vorgestellt. Klingbeil wird dessen Co-Trainer.

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 24. Juni 2020 | 21:45 Uhr

15 Kommentare

p1ckering vor 16 Wochen

Wie kann man nur auf den Abstieg einer anderen Mannschaft hoffen und sich darauf freuen?
Gut, wir wissen ja aus welcher Region es kommt und dass man es bei euch mit Fairness nicht so hat.
MDR, ich dachte es gäbe sowas wie Leitlinien!
Übrigens, blau-weiß ist auch noch nicht durch.

RWG aus BBG

Steffen-Das Original vor 17 Wochen

Ich hoffe wir bekommen morgen 10 Stück in Halle, damit auch gleich noch das Torverhältnis gerade gerückt wird. Zum Glück hat Chemnitz eben verloren. Die und nur die, wollen wir mitnehmen! Die Umfaller!!!

TYPISCH PLAUEN FUHRE ANDY. vor 17 Wochen

Natürlich wird Halle nicht absteigen und gegen meine Amateurherde aus dem Unterholz spielen. Sorry hab gerade mein 8. Sternburg getrunken. Mir fehlt der Fußball einfach. Immer nur Arbeitsargentur ist auch schei...

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