Fußball | 3. Liga Magdeburger Defensivspezialisten vor kniffliger Aufgabe in Meppen

33. Spieltag

Nach sieben ungeschlagenen Spielen in Folge ist die Brust beim 1. FC Magdeburg groß. Vor dem Gastspiel gegen die direkte Konkurrenz aus Meppen macht vor allem die Defensive Hoffnung. Zudem kommt es zum Wiedersehen mit einem alten Bekannten.

Thore Jacobsen gegen Luka Tankulic
Szene aus dem torlosen Hinspiel: Thore Jacobsen (li.) im Zweikampf mit Meppens Luka Tankulic. Bildrechte: imago images/Eibner

Wie Phönix aus der Asche: Wurden noch im Februar Abgesänge auf den 1. FC Magdeburg gehalten, rückt der Klassenerhalt vor dem 33. Spieltag in immer greifbare Nähe. Seit nunmehr sieben Partien ist der FCM ungeschlagen, sammelte seit Anfang März 17 von 21 möglichen Punkten und weiß vor dem Auswärtsspiel beim SV Meppen am Mittwoch (19 Uhr im Liveticker auf sport-im-osten.de und in der SpiO-App) ein Vier-Punkte-Polster auf die Abstiegsränge auf der Habenseite.

Die Mentalität stimmt

Christian Titz (Trainer 1. FC Magdeburg)
Christian Titz hat dem 1. FC Magdeburg wieder neues Leben eingehaucht. Bildrechte: imago images/Eibner

Die blau-weiße Trendwende hat viele Gesichter. Zum einen stimmt die Mentalität in der Mannschaft. Jeder kämpft für jeden. Das hat der jüngste Auftritt gegen Zwickau eindrucksvoll bewiesen, bei dem die Magdeburger trotz 50-minütiger Unterzahl ein torloses Remis holten. Zum anderen hat das Team die Spielphilosophie und das System unter Trainer Christian Titz nach Anlaufschwierigkeiten verinnerlicht. Der 50-Jährige hat an den richtigen Stellschrauben gedreht, bereitet seine Mannschaft akribisch auf die bevorstehenden Aufgaben vor.

Jacobsen singt Loblied auf Titz

"Er ist ein Trainer, der extrem auf Kleinigkeiten eingeht", erklärte Mittelfeldspieler Thore Jacobsen vor dem Duell gegen Meppen im vereinseigenen TV-Kanal. "Man merkt, dass er damit Recht hat. Er hat uns alle in den letzten Wochen besser gemacht. In der Art wie wir spielen, ist es deutlich zu erkennen, dass wir ein, zwei Steps nach vorne gemacht haben." Darüber hinaus hat Titz die lang schwächelnde Offensive wiederbelebt. Vor allem Baris Atik und Kai Brünker harmonieren prächtig miteinander und waren an acht der letzten zwölf Magdeburger Treffer direkt beteiligt.

Die Null steht

Thore Jacobsen, 1. FC Magdeburg
Thore Jacobsen zieht die Fäden im FCM-Mittelfeld. Bildrechte: imago images/Christian Schroedte

Doch auch in puncto Abwehrarbeit muss man sich an der Elbe derzeit keine Sorgen machen. Die letzten fünf Partien überstand der FCM allesamt ohne Gegentor. Selbst die Aufstiegsaspiranten aus Rostock und Ingolstadt bissen sich die Zähne aus. "Wichtig ist, dass die Null immer steht. Das ist gerade für unsere Abwehr ein extremer Ansporn", so Jacobsen. Trotz des Aufschwungs übt man sich mit Blick auf den kommenden Gegner aus Meppen aber in Demut. "Wir machen so weiter wie in den letzten Wochen, werden nichts überstürzen und uns nur das Spiel konzentrieren. Da wollen wir auf jeden Fall drei Punkte mitnehmen", betonte Jacobsen.

Meppen präsentiert Schmitt als Frings-Nachfolger

Rico Schmitt
Rico Schmitt kennt den 1. FC Magdeburg aus seiner Zeit beim Halleschen FC noch bestens. Bildrechte: IMAGO

In der Tat ist vor dem Gastspiel im Emsland Vorsicht geboten. Der SVM hat nur einen Zähler weniger auf dem Konto - es wartet ein echtes Sechs-Punkte-Spiel. Darüber hinaus haben die Meppener erst am Dienstag einen neuen Trainer präsentiert, der in Magdeburg kein Unbekannter ist: Rico Schmitt wird die Nachfolge von Torsten Frings antreten, der in der vergangenen Woche seiner Aufgaben entbunden wurde. "Ich möchte mit vollem Einsatz helfen, das wichtige Ziel Klassenerhalt für den SV Meppen zu sichern. Die Mannschaft hat absolut das Potenzial dazu", sagte der 52-Jährige.

Ex-HFC-Coach zurück in der 3. Liga

Drittliga-Erfahrung hat Schmitt in jedem Fall - vor allem in Mitteldeutschland: Zwischen 2008 und 2012 coachte der gebürtige Karl-Marx-Städter Erzgebirge Aue. 2016 übernahm er Magdeburgs Lokalrivalen, den Halleschen FC, für zwei Jahre. Zuletzt betreute er vier Monate den FC Carl Zeiss Jena (Oktober 2019 bis Februar 2020). Seine persönliche Bilanz gegen den FCM könnte er bereits am Mittwoch aufpolieren: In elf Partien als Übungsleiter musste er sich siebenmal den Elbstädtern geschlagen geben.

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jsc

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 21. April 2021 | 21:45 Uhr

8 Kommentare

Hobosapiens vor 8 Wochen

@MDR
"...wiedersehen mit einem alten Bekannten."
Damit sollte, wenn überhaupt, Steffen Puttkammer gemeint sein, den viele Magdeburger noch sehr schätzen!
An dieser Stelle gute Besserung Putti!

Morgen bitte 3 Punkte und dann vor halle stehen.
Das sollte Motivation genug sein....



Thommi Tulpe vor 8 Wochen

"Rico Schmitt neuer SVM-Trainer" - vermelden zumindest unsere "Größten der Welt" auf der ihrer Internetseite. Fraglich "nur", ob der neue Trainer wegen des DFB-Hygienekonzeptes bereits gegen Blau-Weiß auf der Bank sitzt. Egal! Fakt ist: Es ist ein "Sechs-Punkte-Spiel". C. T. wird Blau-Weiß ganz sicher wieder auf drei Punkte "trimmen". Die Mannschaft ist unter unserem neuen Glücksfall-Trainer super zusammengewachsen. Da spielt wieder der 1. FCM, den wir alle kennen und lieben! Ich bin sehr zuversichtlich, weil ich immer mehr denke, dass wir uns derzeit nur selber schlagen können. Mittwoch gegen 21 Uhr haben wir die Konkurrenz weiter auf Abstand gehalten. Alles wird gut! "Einfach nur" weiter kämpfen und siegen! Auf geht`s, blau-weiße Krieger! EINMAL = IMMER!!!

Soldaten Norbert vor 8 Wochen

Ich habe so ein blödes Gefühl.