Fußball | 3. Liga Wachsmuth: Zwickau weiterentwickeln in der "Arbeiterliga"

Im Sommer hat Toni Wachsmuth seine aktive Karriere bei Drittligist FSV Zwickau beendet, um direkt den Posten als Sportdirektor der Westsachsen zu übernehmen. Der 32-Jährige ist Nachfolger von David Wagner und steht vor durchaus großen Herausforderungen bei den Sachsen. Welche das sind und ob er schon in seinem neuen Job angekommen ist – darüber hat Wachsmuth mit Philipp Weiskirch gesprochen.

Ganz ehrlich, sagt Toni Wachsmuth geradeaus, er habe es sich schon "ein bisschen anders vorgestellt". Im Sommer ging Wachsmuths Profikarriere nach über 350 Pflichtspielen zu Ende: 2. Bundesliga, 3. Liga, Pokal- und Aufstiegsspiele, alles dabei. Aber es ist tatsächlich so, dass der 32-Jährige das Fußballspielen nicht so vermisst, "dass ich sage: Boah, ich muss jetzt hier jeden Samstagnachmittag" mitmachen. Ginge ja auch gar nicht: Wachsmuth hat genug zu tun in seinem neuen Job als Sportdirektor des FSV Zwickau.

Offiziell übernahm er am 1. Juli die Nachfolge von David Wagner. Davor – auch als Wachsmuth noch das FSV-Trikot trug – widmete sich der langjährige FSV-Kapitän zwar bereits seiner neuen Tätigkeit, aber insgesamt, so sagt es Wachsmuth, war es der Sprung ins kalte Wasser: "Eine Übergangszeit hatte ich nicht. Ist aber in Ordnung so gewesen."

Ronny König und Toni Wachsmuth bejubeln das 1:0.
Erst auf dem Rasen, jetzt am Schreibtisch unverzichtbar für den FSV - Ex-Kapitän Toni Wachsmuth. Bildrechte: imago images / Picture Point

Auf einem guten Weg, aber noch viel zu tun

Ganz fremd ist ihm das Metier sowieso nicht: Wachsmuth hat Sportmanagement studiert. Jetzt kann er sein Wissen in der Praxis anwenden – für den FSV Zwickau in einer 3. Liga, die "eine Arbeiterliga" ist, vor allem wirtschaftlich, sagt Wachsmuth. "Und wenn man sich da nicht weiterentwickelt, kann man schnell hinten runter fallen." Vor allem als eher finanzschwacher Verein, der um jeden Sponsor kämpfen muss. "Wir sind da auf einem guten Weg, aber vielleicht muss auch noch der Funke ein Stück überspringen, dass wir da noch mehr Unterstützung vom Umfeld bekommen", sagt Wachsmuth, der den Profifußball in Zwickau etablieren und weiterentwickeln will.

Für diese Saison wünscht sich der gebürtige Thüringer erstmal den Klassenerhalt. Nach sieben Spieltagen stehen die Zwickauer im gesicherten Mittelfeld. Die Mannschaft macht einen guten Job bislang – liegt sicher auch am Training, bei dem Wachsmuth "wenn es die Zeit hergibt und der Verletztenstand bei uns" auch hin und wieder mitmacht. So ganze ohne Fußballspielen geht es bei ihm eben auch nicht.

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pwe

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | MDR aktuell | 10. September 2019 | 11:40 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 10. September 2019, 18:04 Uhr

1 Kommentar

Fuerst Myschkin vor 1 Wochen

"Arbeiterliga" klingt gut. Die könnten dann auch was gegen die Wildschweine machen, die den Rasen umgewühlt hatten.

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