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Fußball | 3. Liga Zuschauerboom in der dritthöchsten Spielklasse

Die dritthöchste Spielklasse boomt. Noch nie hat die Liga so viele Fans ins Stadion gelockt wie in der Hinrunde der aktuellen Saison. Mehr als 1,55 Millionen Zuschauer waren bei den 190 Spielen dabei, was nach Angaben des Deutsche Fußball-Bundes (DFB) exakt einen Schnitt von 8.185 Fans pro Spiel bedeutet. Genau 1.114 mehr als in der bisherigen Rekordsaison 2015/16. Aus mitteldeutscher Sicht konnte der Hallesche FC im heimischen Stadion auf das größte Fanpotenzial bauen.  

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Zuschaueransturm bei Zweitliga-Absteigern

Nach 19 Spieltagen hat die Hälfte der Liga neun Heimpartien absolviert, die restlichen zehn Teams bereits zehn Begegnungen zuhause gespielt. Großen Anteil am Zuschauer-Ansturm haben die beiden Absteiger aus der 2. Bundesliga. Spitzenreiter in der Zuschauergunst zur Saison-Halbzeit ist der 1. FC Kaiserslautern, der im Fritz-Walter-Stadion (9 Heimspiele) mit 24.069 Zuschauern die meisten Fans mobilisieren konnte.

Obwohl Eintracht Braunschweig (10 Heimpartien) in der Tabelle die rote Laterne festhält, hielten pro Heimspiel 17.060 Anhänger den "Löwen" die Treue. Platz drei ging an die anderen "Löwen", den TSV 1860 München (10 Heimspiele). Der Aufsteiger verzeichnete im Stadion an der Grünwalder Straße glatt 15.000 Besucher pro Partie.

Mitteldeutsche Teams im Mittelfeld

Von den mitteldeutschen Mannschaften erzielte der Hallesche FC (9 Heimspiele) den besten Wert und reihte sich mit Rang zehn im Mittelfeld der Zuschauer-Tabelle ein. Durchschnittlich 7.496 Besucher wollten sich ein Spiel des HFC nicht entgehen lassen. Auf den Fersen der Hallenser war der FC Carl Zeiss Jena mit dem elften Platz. Im Ernst-Abbe-Sportfeld sahen im Durchschnitt 5.930 Anhänger die bisherigen neun Heimbegegnungen. Auch der FSV Zwickau (9 Heimspiele) hatte etwas zu bieten und lag mit 5.459 Zuschauern (12. Platz) nur knapp hinter dem FCC.

Tor zum 1:0 für Halle durch Mathias Fetsch (HFC).
Im Stadion des Halleschen FC. (Archiv) Bildrechte: imago/VIADATA

Einen starken Publikumswert verzeichnete der FC Hansa Rostock (10 Heimspiele), der durchschnittlich 14.060 Leute (4. Platz) ins Ostseestadion locken konnte. Rang neun ging an Aufsteiger FC Energie Cottbus (10 Heimspiele) mit 7.602 Fans pro Punktspiel. Schlusslicht in der Gunst war der SV Wehen Wiesbaden (10 Heimspiele), der nur 2.139 Besucher mobil machte.

jmd/dfb/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 22. Dezember 2018 | 16:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 18. Dezember 2018, 19:48 Uhr

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10 Kommentare

20.12.2018 17:00 sportfrei 10

Offiziell hat der HFC einen aktuellen Zuschauerschnitt von 7.286. Das sind die Zahlen des Kicker.
Der Schnitt ist ordentlich, allerdings hat die Mannschaft mehr verdient.

20.12.2018 05:40 Stealer 9

@Pombär: Aha. Nehmen wir mal als Beispiel Jena: die spielen eine Liga tiefer, haben ein Fünftel der Einwohner Dresdens und einen Basketball-Erstligisten mit etwas über 2500 Zuschauern.

Die Zuschauerzahlen sind sicherlich nicht befriedigend, aber der Vergleich hinkt schon einigermaßen.

19.12.2018 13:04 Schirilehrwart 8

@Pombär: Und welches Thema soll das sein? Wer hat den längsten?
Mag sein dass Dresden mehr Fans hat, sympathischer macht das aber nicht. Es gab Zeiten, da war das bei Dynamo auch anders...
Vergleicht man die Größe der Städte, so können sich die Zahlen von Zwickau und Jena durchaus sehen lassen. Und Jena ist der einzige höherklassige Verein, der noch kein modernes Stadion hat.

19.12.2018 11:49 Zwickauer 7

@Pömbär
Sehr intelligenter Beitrag aus dem K-Block.
Sie freunden sich wohl schon mit der 3. Liga an ?

19.12.2018 09:42 Dogma 6

Der Zuschauerschnitt für Halle hat sich parallel zu den sportlichen Erfolgen (und dem schwarzen Plus in der Kasse) schon mal um circa 1000 im Vergleich zur Vorsaison erhöht - und die Mehrzahl der Ost-Derbiys kommt erst noch. Das muss man anerkennen - zumal in einer Kultur- und Wissenschaftsstadt wie Halle, wo das Thema Fußball nur eines von vielen ist (vielleicht eine Parallele zu Jena...)

19.12.2018 04:59 Mr. N. 5

Für Halle, Jena und vor allem Zwickau ist das viel zu wenig Publikum. Ich frage mich ob da denn jetzt immer so viel Anderes los ist in den Städten? Oder liegt es am Publikum oder der Fußballqualität? Das Problem ist vielschichtig, aber so ist auf Dauer keine 3. Liga zu finanzieren.

19.12.2018 04:18 Tobi 4

Wenn man von den vermeintlichen Spitzenvereinen absieht, klingt das für Halle, allen Unkenrufen zum Trotzt, doch gar nicht so schlecht auch wenn es natürlich noch besser geht. Gut, einige Kleingeister werden wieder infantile Kommentare abgeben aber dessen ungeachtet ist das schon ordentlich.

18.12.2018 22:15 Pombär 3

Dynamo hatte rund 27000 im Durchschnitt...
Das zum Thema....

18.12.2018 21:21 Rewi 2

Sorry korrigiere 5945 Zuschauer

18.12.2018 21:18 Rewi 1

Naja aber das ist trotzdem enttäuschend. Nur knapp 5400 Zuschauer im Schnitt . Wenn das neue Stadion kommt werden die sich dann wohl verlaufen. Leute wir brauchen Euch im Stadion nur so wird es gehen. Auf geht's nur der FCC