Fußball | Oberliga Süd Rot-Weiß Erfurt kann den Aufstieg perfekt machen

Nachholer vom 15. Spieltag

Mit Siebenmeilenstiefeln marschiert Rot-Weiß Erfurt Richtung Regionalliga. Bereits am Sonntag könnte der vorzeitige Aufstieg perfekt gemacht werden - nachdem Verfolger VFC Plauen am Samstag sein Spiel verloren hat.

Artur Mergel
Mit 17 Treffern Erfurts Toptorjäger: Artur Mergel. Bildrechte: IMAGO/Bild13

Nach zwei Jahren Abstinenz steht der FC Rot-Weiß Erfurt kurz vor der Rückkehr in die Regionalliga. Verein und Fans lechzen nach dem Aufstieg und könnten bereits am Sonntag im Duell gegen Einheit Wernigerode (14 Uhr im Livestream und Ticker auf sport-im-osten.de und in der SpiO-App) die Sektkorken knallen lassen.

Seit Monaten rollt RWE schier unaufhaltsam durch die Liga. Nach 23 Spieltagen hat das Team von Fabian Gerber 60 Punkte angehäuft und einen satten Vorsprung von elf Punkten auf Verfolger VFC Plauen. Da die Spieltage 34 bis 38 ersatzlos wegfallen (im Herbst mussten viele Partien coronabedingt abgesagt werden) wird die Saison bereits Mitte Juni beendet sein. Den Aufstieg könnte Erfurt schon einen guten Monat vorher eintüten - nachdem Plauen am Samstag verloren hat.

Ausgangslage

Aktuell hat Rot-Weiß noch sechs Spiele vor der Brust, Plauen nur noch vier. Nachdem die Vogtländer ihr Auswärtsspiel gegen An der Fahner Höhe trotz einer 2:0-Führung mit 2:3 verloren hatten, ist Erfurt der Aufstieg mit einem Sieg gegen Wernigerode nicht mehr zu nehmen. Vermutlich wird Erfurt auch ein Unentschieden schon reichen. 34 Tore Differenz wird der VFC in den verbleibenden Spielen kaum noch aufholen, zumal Erfurt bei diesem Szenario bis zum Saisonende keinen Punkt mehr gewinnen dürfte.

Tabellensituation
Platz Mannschaft Spiele Tore Differenz Punkte
1 Rot-Weiß Erfurt 23 75:12 63 60
2 VFC Plauen 25 50:22 28 49
3 VfB Krieschow 25 56:29 27 48
...          

Restprogramm

Rot-Weiß Erfurt

  • 15. Mai: Einheit Wernigerode (H)
  • 22. Mai: An der Fahner Höhe (H)
  • 25. Mai: Union Sandersdorf (H)
  • 29. Mai: Oberlausitz Neugersdorf (A)
  • 4. Juni: Arnstadt (A)
  • 18. Juni: Inter Leipzig (H)

VFC Plauen

  • 22. Mai: Oberlausitz Neugersdorf (H)
  • 29. Mai: Arnstadt (A)
  • 12. Juni: Inter Leipzig (A)
  • 18. Juni: Einheit Wernigerode (H)

Erfurt marschiert und marschiert

Dass der Aufstieg Erfurts nur noch Formsache ist, bezweifelt niemand. Die Thüringer verloren erst eine Partie in dieser Saison und reihten zuletzt sagenhafte 14 Siege in Serie aneinander. In den vergangenen sechs Spielen kassierte man gerade einmal einen Gegentreffer und schenkte den Gegnern reihenweise ein: Ob ein 5:0 gegen Martinroda, ein 6:0 gegen Zorbau oder ein 8:1 gegen Bischofswerda - RWE spielt derzeit in einer eigenen Liga.

Maßgeblichen Anteil am Wiedererstarken hat Trainer Fabian Gerber, dessen Vater Franz den insolvenz- und krisengeplagten Verein 2020 übernahm. Unter den Gerbers ging es stetig bergauf, die Fans zieht es zurück ins Stadion, der sich nahende Aufstieg verspricht die Rückkehr zu glanzvolleren Zeiten.

Immerhin spielte RWE von 2008 bis 2018 in der 3. Liga, ehe der Absturz folgte. Erfurts Trainer bleibt trotzdem demütig. "Im Fußball passieren die tollsten Sachen. Solange es rein rechnerisch noch nicht sicher ist, werden wir nicht feiern", verdeutlichte der 42-Jährige Ende April im Interview mit "Sport im Osten".

Pokalschreck Wernigerode in guter Form

Zumal Erfurt vor Wenigerode gewarnt sein sollte. Erst im März sorgten die Harzer für eine Sensation und schalteten Drittligist Hallescher FC im Halbfinale des Landespokals aus. Als Lohn winkt nicht nur der Gewinn des FSA-Pokals, sondern obendrein ein großer Name im DFB-Pokal. Durch den Finaleinzug hat der FCE die Teilnahme am höchsten deutschen Pokalwettbewerb bereits sicher, da der FCM als Drittligameister automatisch qualifiziert ist.

Wernigerode stieg erst 2019 aus der Landesklasse in die Verbandsliga auf. Ein Jahr später ging es dank der Quotientenregel infolge des pandemiebedingten Saisonabbruchs noch eine Etage höher in die Oberliga. Dort kommt es nun zum ersten Aufeinandertreffen mit Erfurt, für das man sich bereits am vergangenen Spieltag warmschoss: 5:1 hieß es am Ende für das Team von Frank Rosenthal gegen Arnstadt.

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jsc

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 15. Mai 2022 | 14:00 Uhr

3 Kommentare

Elxlebener vor 1 Wochen

Elxlebener,
in Erfurt wird auf junge Spieler gesetzt. War lange nicht bei den Spielen von Rot-Weiss. Was ich seit den letzten Spielen aber gesehen habe, nur Klasse. Alle Spieler mit guter Technik ausgestattet und mit Spielwitz. Bessere Punkte Ausbeutung wie damals RB Leistung in der Oberliga, sagt doch alles.

megaboss vor 1 Wochen

Es gibt auch noch den FCC, die Nummer 1in Thüringen!!!!!

NR EINS vor 2 Wochen

MEGA🇮🇩🇮🇩
In Thüringen NUR DER RWE!!!