Spielerkreis VFC Plauen nach dem Spiel.
Der VFC Plauen nach einem Spiel (Archivbild). Bildrechte: IMAGO/Picture Point

Fußball | Oberliga Süd Heimpleite gegen Rudolstadt: VFC Plauen büßt Vorsprung ein

29. Spieltag

02. Juni 2024, 16:31 Uhr

Der VFC Plauen hat seine gute Ausgangsposition im Aufstiegskampf der Fußball-Oberliga verspielt. Am vorletzten Spieltag unterlag der VFC vor heimischer Kulisse Einheit Rudolstadt. Eine Führung hielt nur kurz.

Der VFC Plauen muss um die Rückkehr in die Fußball-Regionalliga zittern. Am vorletzten Spieltag der Oberliga Süd kassierte das Team von Karsten Oswald eine 1:2-Heimniederlage gegen Einheit Rudolstadt. Weil gleichzeitig Konkurrent Bischofswerda 6:1 gegen Sandersdorf gewann, hat der VFC seinen Vorsprung von drei Punkten eingebüßt. Der Spitzenreiter hat jetzt nur noch vier Tore Vorsprung. Das abstiegsgefährdete Rudolstadt feierte den Klassenerhalt.

Vor der Pause entwickelte sich eine umkämpfte Partie mit nur wenig Offensivaktionen. Plauen tat sich schwer, Mittelfeldspieler Alexander Morosow traf aus 14 Metern die Latte (45.). Vor 1.528 Zuschauern brachte Tim Limmer die Gastgeber in Führung (50.), Tommy Kind ließ das 2:0 liegen (55.). Eine Minute später kassierte Plauens Tommy Barth Gelb-Rot wegen wiederholten Foulspiels.

Tim Limmer Plauen trifft beim Elfmeterschiessen.
Tim Limmer brachte die Gastgeber in Führung (Archivbild). Bildrechte: IMAGO/Kruczynski

Thüringer drehen Spiel in Überzahl

Rudolstadt drehte die Partie durch einen herrlichen 18-Meter-Freistoß von Maximilian Schlegel (60.) und einen vom Ex-Jenaer Marco Riemer verwandelten Foulelfmeter (66.). Einheit-Joker Tom Eichberger traf noch die Latte (81.). In einer hektischen Schlussphase warf Plauen trotz Unterzahl alles bXG vorne und forderte vergeblich einen Foulelfmeter. In der Nachspielzeit sah Torschütze Schlegel noch Gelb-Rot.

Während die Vogtländer sich ärgerte, konnte Rudolstadt jubeln: da gleichzeitig der VfL Halle bei Germania Halberstadt mit 3:4 verlor, ist dem Team von Holger Jähnisch der Klassenerhalt nicht mehr zu nehmen.

Plauen nach Magdeburg

Am letzten Spieltag hat der VFC mit dem Gastspiel beim Tabellenvierten 1. FC Magdeburg II die deutlich schwerere Aufgabe als Schiebock, die beim feststehenden Absteiger Arnstadt ran müssen.

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cke

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Sachsenspiegel | 02. Juni 2024 | 19:00 Uhr

13 Kommentare

Heiner B. vor 7 Wochen

....ja ich will's mal so sagen, Hannover ll & Würzburg interessiert hier keinen, schlimmer ist doch eigentlich die Regelung, nach dem VfB Stuttgart ll nun die nächste Truppe in Liga 3, dazu noch mit 5/6 Profis aus dem Zweitligakader verstärkt ist schon eine Farce, was will man damit beim DFB bezwecken ? damit werden die jungen Spieler auch keine Nationalspieler, die U23 Teams müssen eine eigene Liga unter sich ausspielen, ganz schlimm ist es doch in der RL Südwest, im Nordosten ist für Zweitvertretungen gar nicht das nötige Kleingeld da, nicht umsonst haben etliche Vereine ihre Zweiten abgemeldet....

Blauer Hund vor 7 Wochen

Kann ich mir nicht vorstellen was du sagst.
In der möglichen Regionalliga hast du Derbys ohne Ende mit vielen Tausenden Zuschauern mehr.
Ob Chemnitz, Zwickau, Halle, Erfurt, Jena, die Leipziger usw. , die bringen zusätzlich noch jede Menge Auswärtsfahrer mit.

Micha R vor 7 Wochen

@ Gustv
"...Noch merkwürdiger scheint zu sein, dass kaum noch jemand in die NOFV-Oberliga aufsteigen will..."

Seit 2008 (Schaffung der 3.Liga), aber spätestens nach der letzten Strukturreform 2012 mit Bildung von 5 Regionalligen ist die NOFV-Oberliga für viele Vereine höchst unattraktiv geworden, siehe auch Entwicklung der Zuschauerzahlen in der Oberliga
Denn für Vereine, die weder kurz- noch mittelfristig einen Aufstieg in die Regionalliga anstreben, heißt ein Oberliga-Aufstieg in den meisten Fällen vorallem nur mehr Kosten und weniger Einnahmen. Außerdem können Oberligisten im Gegensatz zu unseren Regionalligisten auch nicht mit einer gerade für die Sponsorengewinnung höchst wichtigen breiten medialen Vermarktung rechnen.
Klar, das da potentielle Aufstiegsanwärter entweder gleich auf eine Oberliga-Bewerbung verzichten oder diese wie die SG Handwerk Rabenstein kurz darauf wieder zurücknehmen und lieber in ihren Verbandsligen mit vergleichsweise mehr Derbys bleiben wollen.