Fußball Landes-Fußball: Sachsen und Thüringen warten noch, Sachsen-Anhalt hat entschieden

Wie geht es weiter mit dem Fußball auf Landesebene in Mitteldeutschland? In Sachsen und Thüringen fallen die Entscheidungen im April, in Sachsen-Anhalt ist bereits jetzt schon Schluss.

Das Coronavirus und die Folgen für den Fußball auf Landesebene in Mitteldeutschland. Die Lage ist verzwickt, die Verantwortlichen in den drei Bundesländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen nehmen unterschiedliche Maßnahmen ins Visier.

"Planungssicherheit" in Sachsen - Entscheidung am 17. April

In Sachsen geht es konkret um die Landesliga, die Landesklassen und den Kreisspielbetrieb. Das bestätigte NOFV-Präsident und DFB-Vizepräsident Hermann Winkler dem MDR auf Nachfrage. Winkler, der auch Präsident des Sächsischen Fußballverbandes (SFV) ist, sagte, man habe sich nach einer Vorstandssitzung am Montagabend (15. März) darauf geeinigt, wegen der Inzidenzzahlen noch etwas zu warten, das aber nicht zu lange. "Wir wollen möglichst am 17. April eine Entscheidung treffen, um den Vereinen Planungssicherheit zu geben", bekräftige Hermann Winkler. Dann werde entschieden, wie es auf Landesebene weitergeht.

Theoretisch könnte es unterschiedliche Entscheidungen geben. Wenn beispielsweise die Inzidenzwerte in den Gebieten der Vereine aus der Landesliga und den Landesklassen die Richtlinie überschreiten, müsste abgebrochen werden. Würden dagegen die Werte in den Kreisen niedrig sein, könnte der Spielbetrieb aufrechterhalten werden.

NOFV-Präsident Hermann Winkler
NOFV-Präsident Hermann Winkler. (Archiv) Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Thüringen: "Abbruch oder Fortsetzung" - Entscheidung am 19. April

Ähnlich sieht beim Thüringer Fußball-Verband (TFV) aus. Dieser will am 19. April über Abbruch oder Fortsetzung der Saison auf Landesebene entscheiden. Grundlage dafür seien sportärztliche Empfehlungen, wonach man spätestens am 10./11. April mit dem Training beginnen müsse, um den letztmöglichen Termin für einen Re-Start am 8./9. Mai einhalten zu können.

Sachsen-Anhalt: Saison bereits abgebrochen

Gänzlich Schluss ist jetzt schon in Sachsen-Anhalt. Wegen der anhaltenden Corona-Pandemie wurde der Landes-Spielbetrieb beendet. Einen entsprechenden Beschluss fasste der Vorstand des Fußballverbandes Sachsen-Anhalt (FSA) am Montagabend und folgte damit dem Wunsch der großen Mehrheit der 122 Vereine. Aufsteiger in den Landesspielklassen soll es nur geben, wenn vom Nordostdeutschen Fußball-Verband (NOFV) ein Aufsteiger aus der FSA-Verbandsliga zugelassen wird. Dazu würde dann die Quotientenregelung der vorliegenden Tabelle zu Anwendung kommen. Das Team darf sich aber nicht als Verbandsliga-Meister bezeichnen, sondern lediglich aufstiegsberechtigte Mannschaft nennen. Absteiger soll es auf Landesebene nicht geben.

FSA-Pokal: Entscheidung vertagt

Noch nicht entschieden ist, ob der Landespokal Sachsen-Anhalt fortgesetzt wird. "Wir werden dazu spätestens in der kommenden Woche eine Videokonferenz mit den beteiligten Klubs durchführen und uns beraten", sagte Jörg Bihlmeyer, Vizepräsident Spielwesen beim Fußballverband Sachsen-Anhalt, auf MDR-Nachfrage. Von Abbruch bis zu Ende spielen sei alles möglich, so Bihlmeyer. Im FSA-Pokal stehen noch die Achtelfinals an.

jmd/dpa

1 Kommentar

Chili Pallmer vor 44 Wochen

Sollte in Sachsen ein Saisonabbruch alles düpieren, kann der Pokalsieger nur 1.FC LOK heißen und nächste Saison im DFB-Pokal antreten. Remember 1987 lautet die Devise, als LOK weltweit Schlagzeilen machte. Noch immer gilt schließlich, das die repetitive Ausführung der sportlichen Konnektion ballferner Übungen deren Resistenz erhöht.