Fußball | Oberliga Fortbestand gesichert: Insolvenzplan bei FSV Wacker Nordhausen steht

Der Fortbestand des in die Insolvenz geratenen Traditionsvereins FSV Wacker Nordhausen ist gesichert. Wie ein Vereinssprecher mitteilte, haben die Gläubiger den Insolvenzplan einstimmig beschlossen. Es könnte das Ende eines tiefen Absturzes sein.

Torjubel nach dem 2:0 von Joy-Lance Mickels
Spieler des FSV Wacker Nordhausen beim Regionalligaspiel Nordhausen gegen Berliner AK 10. (Archivbild) Bildrechte: imago images/opokupix

Der Fortbestand des Traditionsvereins FSV Wacker Nordhausen ist laut Insolvenzverwalter gesichert. Rechtsanwalt Thomas Dittmar von der Kanzlei Schultze & Braun erklärte, die Gläubiger des bankrotten Fußballvereins hätten dem Insolvenzplan einstimmig zugestimmt. Damit könne das Insolvenzverfahren zeitnah aufgehoben werden.

Kleofas' Höhenflug auf Pump

Damit findet der Höhenflug auf Pump und der folgende Absturz ein vorläufiges Ende. Unter Ex-Präsident Nico Kleofas strebte Wacker in den Profi-Fußball und gab Hunderttausende Euro für teure Ex-Profis aus. Ende 2019 das Ende mit Schrecken: Die Sponsoren weigerten sich zu zahlen.

Gegen Kleofas, der im Mai 2020 zurücktrat, ermittelte die Staatsanwaltschaft. Auf Anfrage erklärte ein Sprecher MDR THÜRINGEN, noch stehe ein Gutachten des Landeskriminalamtes und ein Wirtschaftsprüfgutachten aus. Damit soll geklärt werden, wann die Überschuldung unter Präsident Kleofas eingetreten ist.

Nico Kleofas
Ex-Präsident Nico Kleofas wollte Wacker Nordhausen in den Profi-Fußball führen und gab Hunderttausende für teure Ex-Profis aus. (Archivbild) Bildrechte: imago images / Karina Hessland

Elf Millionen Euro Schulden

Mit geschätzten elf Millionen Schulden ging zunächst die Spielbetriebs-GmbH der Regionalliga-Mannschaft in die Insolvenz - ein halbes Jahr später folgte der Gesamtverein. Der Fortbestand von Wacker Nordhausen ist nun finanziell gesichert, doch sportlich droht weiter der Absturz. Aktuell ist der Verein Letzter in der Oberliga.

Der neue Präsident Torsten Klaus will in die Zukunft schauen und spricht von vielen Ideen, die er in der Schublade habe. Er sagt aber auch, dass er in den letzten Monate viel Kraft gelassen und viel Zeit investiert habe.

Quelle: MDR THÜRINGEN/jw

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 23. September 2021 | 07:30 Uhr

6 Kommentare

Chemieschwein vor 3 Wochen

Gut für Manchester.. Aber jetzt gehts erst mal in die Landesliga, denn was anderes hat so ein Finanzharakirie nicht verdient.. Solche Schulden hatte noch nicht mal RW Erfurt und die hatten 3. Liga zu stemmen...

MikeS vor 3 Wochen

Vlt. sollten Sie erstmal das Strafrecht lesen, ehe Sie solchen Unfug palavern. Dann würden Sie verstehen (wenn Sie es können), ob es dem ehemligen Geschäftsführer egal ist. Es macht schon einen Unterschied, ob man einfährt oder in Freiheit ist ... Für Sie nicht?

Thommi Tulpe vor 3 Wochen

Wenn Kleofas` Plan aufgegangen wäre, hätte Wacker Nordhausen Manchester in wenigen Jahren im Champions-League-Finale geschlagen! Angeblich Flügel-verleihendes Gedankengut lässt grüßen!