Fußball | Oberliga "Fehlerhafte Zahlungen": Rot-Weiß Erfurt kann Insolvenzplan erst später einreichen

Die Einreichung des Insolvenzplans des Oberligisten Rot-Weiß Erfurt verschiebt sich. Grund sind zahlreiche fehlerhafte Zahlungen, die Insolvenzverwalter Volker Reinhardt anfechten muss. Im Kern geht es um Zahlungen, die ein ehemaliger Vereinspräsident geleistet hat.

RWE Vereinsfahnen mit Logo
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Mehr als drei Jahre dauert das Insolvenzverfahren des FC Rot-Weiß Erfurt mittlerweile an. Zahlreiche Nebengeräusche begleiteten das Verfahren in den vergangenen Monaten. Und ein Ende des Prozesses ist noch lange nicht in Sicht.

Zahlungen eines ehemaligen Vereinspräsidenten im Fokus

Wie die für das Insolvenzverfahren zuständige Rechtsanwaltskanzlei "Reinhardt & Kollegen" am Dienstag (29. Juli) mitteilte, kann der anvisierte Insolvenzplan erst später eingereicht werden. Demnach muss der Insolvenzverwalter, Rechtsanwalt Volker Reinhardt, zahlreiche Zahlungen des Klubs anfechten. Genauer handelt es sich um Zahlungen, die ein ehemaliger Vereinspräsident geleistet haben soll.

Auch institutionelle Gläubiger betroffen

"Eine der Kardinalpflichten jedes Insolvenzverwalters ist es, die wirtschaftliche Vergangenheit des insolventen Schuldners aufzuarbeiten und zu Unrecht getätigte Zahlungen für die Gläubigergemeinschaft wieder zurückzuführen", heißt es in der Mitteilung: "Die erst kürzlich nach aufwendigen Recherchen aufgedeckten Zahlungen aus dem Zeitraum vor Insolvenzeröffnung betreffen eine Vielzahl von Beteiligten, darunter auch institutionelle Gläubiger. Sie erfolgten in unzulässiger Art und Weise, da sie nicht im Namen des Vereins getätigt wurden."

Volker Reinhardt (Insolvenzverwalter FC Rot-Weiß Erfurt)
Volker Reinhardt (Insolvenzverwalter des FC Rot-Weiß Erfurt) Bildrechte: imago images / Karina Hessland

Einreichung für Ende 2021 geplant

Das Vorgehen sei "unzulässig und zwingt den Insolvenzverwalter zum Handeln", teilte die Kanzlei weiter mit. Reinhardt selbst erläuterte: "Im Rahmen eines Insolvenzverfahrens gehört es zu meinen gesetzlichen Pflichten, derartige Fehlzahlungen anzufechten." Da die Anfechtungen bei Annahme des Insolvenzplans aus rechtlichen Gründen nicht mehr realisierbar wären, verschiebt sich die Einreichung des Plans vor Gericht auf einen späteren Zeitpunkt, voraussichtlich bis Ende 2021. Die ersten der mehr als 300 Anfechtungen wurden am Dienstag von Reinhardt postalisch versendet.

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red/pm

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | Sportblock | 29. Juni 2021 | 15:40 Uhr

3 Kommentare

Karl Schmidt vor 12 Wochen

@Atheist:
Dann schalten Sie ihre doch ab!

Und: die Beleuchtung des Erfurter Stadions dürfte Sie in Bayern überhaupt nicht interessieren.
Es sei denn, Sie hätten heute Ihren "grünen" Tag. Lach

wicky_67_return vor 12 Wochen

Vor allem glaube ich auch nicht, daß da Abends überhaupt jemand daran vorbei gelaufen ist... Hat aber bestimmt 'ne ganze Menge Geld verschluckt...

Atheist vor 12 Wochen

Solange man sich noch sinnlose Beleuchtungen leisten kann.