Fußball | Oberliga Tag der Entscheidung bei Rot-Weiß Erfurt

Die Zukunft von Rot-Weiß Erfurt mitsamt des erhofften sportlichen Neuanfangs in der Oberliga war lange offen. Heute soll allerdings Tag der Entscheidung sein: Insolvenzverwalter Reinhardt will auf einer Pressekonferenz die Zukunft des Vereins erläutern.

Insolvenzverwalter Volker Reinhardt
Insolvenzverwalter Volker Reinhardt will sich am Mittwoch (22. Juli) zur Zukunft von Rot-Weiß Erfurt äußern. (Archiv) Bildrechte: imago/Bild13

Ein erneuter Aufschub ist unmöglich. Heute um 13 Uhr ist der endgültige Termin. Dann wird Insolvenzverwalter Volker Reinhardt über die Zukunft von Rot-Weiß Erfurt informieren. Dass es eine Zukunft geben wird, hat Reinhardt zusammen mit dem RWE-Präsidium bereits vor Tagen signalisiert. Nun ist die Entscheidung offenbar gefallen, und es sieht ganz so aus, als ob sich am Ende doch kein Investor gefunden hat. Zumindest sind als Teilnehmer für die heutige Pressekonferenz neben Reinhardt nur die Mitglieder des RWE-Präsidiums und der Vorsitzende des Aufsichtsrats angekündigt.

Rot-Weiß Erfurt muss fortan bescheiden agieren

Es deutet also alles darauf hin, dass Reinhardt und die Vereinsspitze sich geeinigt haben und das Oberliga-Spielrecht für die erste Mannschaft sowie die Nachwuchsabteilung an den Verein übertragen werden. Welche Lösung bei den Namensrechten und den von Reinhardt geforderten Provisionen gefunden wurde, wird dann wohl auf der Pressekonferenz erläutert. Im besten Fall werden dann auch die drei großen Sponsoren präsentiert und der Etat für die kommende Saison bekanntgegeben. Klar ist wohl, dass RWE in der kommenden Saison bescheiden agieren muss.

Offenbar keine Profi-Verträge mehr

Während die Vereinsspitze in den letzten Tagen verhandelt hat, ist parallel der Kader zusammengestellt worden. Wie der MDR aus Vereinskreisen erfuhr, ist die Mannschaft im Prinzip fast komplett. Es fehlt nur grünes Licht vom Insolvenzverwalter und verlässliche finanzielle Zusagen, dann könnten die bereitstehenden Spieler innerhalb kürzester Zeit verpflichtet werden. Wie zu hören war, würde es beim neuen FC Rot-Weiß Erfurt dann keine Profis mehr geben, die Spieler würden ausschließlich Amateurverträge erhalten.

U17-Trainer als neuer Chefcoach?

Wer das Traineramt übernehmen wird, ist noch unklar. Der ehemalige U17-Trainer Manuel Rost, der die Mannschaft in den letzten Wochen zusammengestellt und trainiert hat, wäre ein möglicher Kandidat. Da die Mannschaft eigentlich umgehend ins Training einsteigen muss, wird die Trainer-Entscheidung wahrscheinlich auch auf der heutigen Pressekonferenz mitgeteilt.

Update von 11 Uhr - Pressekonferenz verschoben

Nach Vereinsangaben wurde die geplante Pressekonferenz verschoben. Demnach würden noch letzte Details zu weichenstellenden Vereinbarungen verhandelt. Ein neuer Termin steht zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht fest.

Fußballspieler auf dem Rasen. 1 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

MDR aktuell 19:30 Uhr Sa 11.07.2020 19:30Uhr 01:28 min

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

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Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | MDR aktuell | 22. Juli 2020 | 07:40 Uhr

6 Kommentare

66BB1966RWE vor 32 Wochen

Doch , zu dieser Meinung stehe ich. Heute mal andere Medien , außer B..d , oder die offiziellen Verlautbarungen gelesen ? Nicht Reinhardt und nicht Gerber haben um Verschiebung gebeten. Und wenn alle , die dieses Thema verfolgen mal die Augen und Ohren öffnen, kommen immer vor einer Einigung Störfeuer aus verschiedenen Richtungen. Jetzt auch wiedermal Rombach, der Gönner des SC ( falls noch nicht bekannt) und fordert mehr Miete fürs Containerdorf in der Gebreite. Und bester Wicky, welche neuen Gremien ? Uns würden nur junge frische Leute weiterbringen. Neue Gremien, die selben Hintermänner. Schau dir mal die Meinung vom User Emigrant zum Thema an. Er hat es richtig erkannt. Außer das er sich die Abwicklung wünscht. Soweit solls ja für die wahren Fans nicht kommen. Denn ehrlich, mit einem SC könnte ich mich niemals identifizieren. Schönen Abend noch.

66BB1966RWE vor 32 Wochen

Das vermutet die B..dzeitung. Warum sollte gerade am Tag der Verkündung Herr Gerber zurückziehen ? Die Verträge wären ja ausgehandelt und nur zu unterschreiben gewesen. Oder schreibt Reinhardt schnell noch was dazu, wovon Gerber nichts wusste ? Also bitte. Fakt ist , das der Verein ja um Verschiebung gebeten hat und nicht Reinhardt oder Gerber. Wie gesagt, eine Gruppe kann ganz stolz auf sich sein.

Paule 007 vor 32 Wochen

Wenn ein Herr Gerber als Investor den Vertrag nicht unterschreibt , weil ein Herr Reinhardt zu große Anforderungen stellt, am wem lag es dann ??? ... am Wetter ???
hat Herr Gerber seinen Kugelschreiber verlegt ???