Auerbach - Lok Leipzig
Bildrechte: Marcus Schädlich

Fußball | Sachsenpokal VfB Auerbach bittet "Loksche" zum Tanz

Neuauflage des Landespokal-Achtelfinals von 2018: Der VfB Auerbach empfängt den 1. FC Lok Leipzig. Und eins ist klar, es wird ein ganz heißer Tanz. Beide Teams brennen nach Niederlagen am Wochenende auf Wiedergutmachung.

Auerbach - Lok Leipzig
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 Dieses Spiel verspricht Kampf, Spannung und anders als beim 1:1 im Punktspiel im August auch einen Sieger. Am Sonntag kommt es in der dritten Runde des Sachsenpokals zum Regionalliga-Duell zwischen dem VfB Auerbach und dem 1. FC Lok Leipzig. Beide Teams gehen nach den Niederlagen am vergangenen Wochenende leicht lädiert in die Partie.

VfB-Manager Kramer: "Wir siegen im Elfmeterschießen"

Für Auerbachs Manager Volkhardt Kramer steht fest: "Das wird eine enge Kiste. Wir rechnen mit bis zu 1.500 Zuschauern, gut 500 aus Leipzig. Und wir werden nach Verlängerung und Elfmeterschießen mit 9:8 gewinnen.“ Verzichten müssen die Vogtländer auf Aue-Neuzugang Niklas Jeck, der wegen eines Platzverweises in der letzten Saison mit der U19 der Veilchen noch eine Pokalsperre absitzen muss.

Torhüter Benjamin Kirsten (Leipzig) fliegt durch den Strafraum
Szene aus dem letzten Jahr: Diesmal wird der verletzte Lok-Keeper Kirsten aber nicht fliegen. Bildrechte: imago/Kruczynski

Auerbacher Kragen weiter beklebt

Die Geschichte um den "Kragen-Spruch" ist übrigens immer noch nicht ausgestanden. Nachdem die  Vogtländer einen schriftlichen Antrag beim Nordostdeutschen Fußball-Verband gestellt hatten, erhielten sie noch keine Antwort. Im Pokal wäre der Sächsische Verband zuständig. Ob dort "Kühe, Schweine, Auerbach" auf Gegenliebe stößt? Kramer, mittlerweile nur noch genervt, will hier nicht auch noch nachfragen und lässt die Pflaster am Kragen aufgeklebt. "Das ist doch am Ende viel auffälliger, als der kleine, kaum sichtbare Spruch“, so Kramer.

Trikot des VfB Auerbach mit dem Spruch «Kühe - Schweine - Auerbach»
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Lok-Sportdirektor: "Leidenschaft und Bereitschaft fehlten"

Angefressen sind auch die Lok-Kicker. Denn nichts ist schlimmer, als gegen den alten Rivalen BSG Chemie Leipzig zu verlieren. Das sieht auch Sportdirektor Wolfgang Wolf so: "Mir hat über weite Strecken die Leidenschaft und die Bereitschaft gefehlt, um in so einem Derby zu bestehen. Aber die Mannschaft hat die Qualität und die Mentalität, um sich jetzt nicht entmutigen zu lassen."

Trainer Joppe erwartet "ekliges Spiel"

Lok-Trainer Björn Joppe hat das Derby längst abgehakt. "Wir sind Dritter, haben Tuchfühlung zur spitze, müssen jetzt nicht alles schlecht reden.“ Allerdings weiß auch er, was die Mannschaft in Auerbach erwartet. "Dort ist es immer eklig, gerade auch jetzt nach dem Regen.“ Der Platz sei extrem tief, "auch bei 40 Grad ist es dort immer nass". Ausfälle hat der Coach nicht zu beklagen, im Gegenteil, zuletzt meldete sich auch Sascha Pfeffer wieder fit, bekam gegen Chemie einige Einsatz-Minuten. Ein Tipp wollte Joppe nicht abgeben, nur so viel: "Das wird ein Kampfspiel von der ersten bis zur letzten Minute. Wir müssen mit einer ganz anderen Körpersprache auftreten als zuletzt, sind individuell besser besetzt. Wir wollen weiterkommen und natürlich gewinnen." Selbiges gelang im November 2018, als Lok im Pokal mit 4:1 siegte und damit den ersten Erfolg im Vogtland feierte.

Nach Spielschluss: Trainer Björn Joppe (Leipzig) mit Sascha Pfeffer (Leipzig)
Jubeln Joppe und Pfeffer (v.l.) auch dieses Mal in Auerbach? Bildrechte: imago/Kruczynski

rei

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 12. Oktober 2019 | 19:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 09. Oktober 2019, 13:54 Uhr

4 Kommentare

Auerbacher vor 9 Wochen

Ich freue mich auf ein schönes Pokalspiel! Einen Krimi brauch ich nicht unbedingt. 😉

Schade das, das (und andere) Pokalspiele nicht mit in die Tipprunde genommen wurde(n)..

123LOK vor 9 Wochen

Richtig, Lok war richtig schlecht drauf und Chemie gut. Dafür war es trotzdem ein Kick der Kategorie: Not gegen Elend. Feiert mal nicht so lang ihr könner;)

Chili Palmer vor 9 Wochen

Ich weiß. Wenn wir unser Weiterkommen im LP vom letzten Jahr wiederholen und ihr tagsdarauf in Bautzen ausscheidet, sieht die Welt schon wieder anders aus. Offensichtlich kannst du mit dem Hinspiel-Derbysieg überhaupt nicht umgehen, denn bei Licht betrachtet, hat man am Sonntag in Leutzsch nach wie vor den dritten Absteiger gesehen.