Fußball | Sachsenpokal Chemie auf Augenhöhe - Zwickau den entscheidenden Tick besser

Viertelfinale

Stark gekämpft, am Ende hat sich Regionalligist Chemie Leipzig im Viertelfinale des Sachsenpokals jedoch dem FSV Zwickau knapp mit 0:1 geschlagen geben müssen. Die BSG hatte Chancen zur Führung, ein Zwickauer Einwechsler machte den Unterschied.

Torraumszene 1 min
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MDR aktuell 19:30 Uhr Sa 01.05.2021 19:30Uhr 00:49 min

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Die Voraussetzungen für den Pokal-Fight hätten nicht unterschiedlicher sein können. Kaum Training, gerademal sechs Testspiele – Regionalligist Chemie Leipzig fehlte durchgehend die Wettkampfpraxis. Das letzte Punktspiel bestritt die Mannschaft von Miroslav Jagatic Anfang November gegen den Chemnitzer FC (2:0). Dagegen standen die Zwickauer voll im Drittliga-Rhythmus, jüngst mussten sie in einer Englischen Woche ran.

Fassbender mit der Chance zur Chemie-Führung

Die Rollen waren klar verteilt, doch die Chemiker verneigten sich keineswegs vor dem Drittligisten. Sie spielten auf Augenhöhe. Zwickau mit der feineren Spielanlage, hinten hatten die Gastgeber aber in Hälfte eins alles im Griff. Etwas Gefahr strahlten die Zwickauer bei Ecken und Freistößen aus, die zumeist eine "Beute" von Chemie-Keeper Benjamin Bellot wurden.

Die beste Möglichkeit im ersten Durchgang ging klar an die Leutzscher. Morgan Fassbender angelte sich in der 27. Minute nach Bury-Pass das Leder und schoss frei vor FSV-Schlussmann Johannes Brinkies über den Kasten. Das roch nach der Chemie-Führung, aber Chance vertan. Mit 0:0 wurden die Seiten gewechselt.

Marius Hauptmann fliegt über die Hüfte von Manuel Wajer
Chemies Abwehrspieler Manuel Wajer "bremst" FSV-Angreifer Marius Hauptmann aus. Bildrechte: imago images/Beautiful Sports

Erneut Fassbender - Drinkuth wird zum FSV-Matchwinner

Nach der Pause legte der FSV Zwickau einen Gang zu. Die Gastgeber waren jedoch weiterhin auf Ballhöhe, die Viererkette stand sicher. Gelegentliche Vorstöße der Gastgeber waren nicht ungefährlich, das Spielobjekt brachten sie aber nicht unter. Das wäre dann fast Fassbender (65.) gelungen, der allerdings seinen zweiten Riesen versemmelte und in aussichtsreicher Position über das FSV-Gehäuse zielte.

Den Unterschied machte dann Zwickaus Einwechsler Felix Drinkuth in der 72. Minute. Nach Coskun-Freistoß köpfte er zur Gäste-Führung ein. Chemie-Schlussmann Bellot war noch mit den Fingerspitzen dran, den Einschlag konnte er nicht verhindern. In der Schlussphase warfen dann die Grün-Weißen alles nach vorn, ein Tor für die Verlängerung gelang nicht mehr. Im Halbfinale trifft Zwickau nun auf den Chemnitzer FC, der den VfB Auerbach ebenfalls mit 1:0 besiegte.

Torwart Benjamin Bellot (1, Chemie) im Zweikampf mit Felix Drinkuth (7, FSV Zwickau)
Chemie-Torwart Benjamin Bellot im Duell mit Felix Drinkuth, dem Zwickauer Matchwinner. Bildrechte: imago images/Beautiful Sports

Das sagte der Zwickauer Matchwinner:

Felix Drinkuth: "Unser Ziel war es, weiterzukommen. Das haben wir geschafft. Und da ist es zweitrangig, wer das Tor macht. Wir wissen, dass Standards unsere Stärken sind. Wir wussten aber auch, dass es bei diesen Platzbedingungen bei diesem Gegner schwer wird, das Ganze spielerisch zu lösen."

jmd

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FC Carl Zeiss Jena
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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 01. Mai 2021 | 16:00 Uhr

31 Kommentare

Kaputtke vor 6 Wochen

Oh man, hat der Kommentator nicht unparteiisch genug kommentiert? Welch Drama. Habt ihr mal überlegt wie ungleich, um nicht zu sagen unfair, dieses Spiel eigentlich war? Eine Mannschaft so voll im Saft wie sie sein kann und im vollen 3. Liga Spielbetrieb gegen eine Mannschaft, die seit Monaten kein Regio Ligaspiel absolviert hat und nur sehr eingeschränkt trainierten durfte? Wer das im Hinterkopf hat, der stellt sich automatisch auf die Seite des Underdocs. Und unter diesen Vorzeichen war Zwigge wirklich verdammt dünne!
Möge irgendwann wieder fairer Sport möglich werden.

Stephan vor 6 Wochen

Jungs und Mädels, halten wir zusammen mal den Ball flach. Ich stamme aus Zwickau, wohne in Chemnitz und habe in Leipzig studiert. Der FSV ist und bleibt mein Verein. Ihm drücke ich zuerst die Daumen. Elfmeter ist, wenn es der Schiedsrichter sagt. Schluss ist, wenn es der Schiedsrichter sagt. Ich war vor vielen Jahren selbst einer. Glaubt mir, für Vorurteile hat man auf dem Platz keine Zeit. Viele Grüße an alle Fans, egal, aus welcher sächsischen Mannschaft. Besonders natürlich des FSV.

Allgaeu vor 6 Wochen

ich Danke auch dem MDR für seine Übertragungen aber bitte unparteiisch das macht einen guten Reporter aus das will man auch bei anderen Sportarten
Grüße aus dem Allgäu