Fußball | DFB-Pokal Dynamo scheidet gegen Hertha dramatisch aus

2. Hauptrunde

Dynamo Dresden hat den Einzug ins Achtelfinale des DFB-Pokals verpasst. Die Sachsen mussten sich im Berliner Olympiastadion gegen Hertha BSC mit 4:5 (3:3, 2:2, 1:0) im Elfmeterschießen geschlagen geben. Entscheidender Mann war dabei Hertha-Keeper Kraft, der zwei Elfmeter parierte.

von Lutz Tauscher

Die favorisierten Herthaner kamen vor 70.429 Zuschauern, darunter rund 30.000 Dresdner Fans, in der 7. Minute zur ersten Möglichkeit durch Marius Wolf, dessen 15-Meter-Schuss Dynamo-Keeper Kevin Broll nur abklatschen konnte  - den Nachschuss aus fünf Metern beförderte Salomon Kalou über die Querlatte. Eine Minute später war es erneut Kalou, der gefährlich ins Zentrum spielte, doch Wolf brachte die Kugel nicht unter Kontrolle.

Hertha BSC - Dynamo Dresden in Bildern

Hier gibt's die besten Bilder vom DFB-Pokal-Zweitrundenspiel Hertha BSC gegegn Dynamo Dresden.

Fans von Dresden strömen ins Olympiastadion
Vor dem Anpfiff des Hochrisiko-Spiels gab es für den Einlass am Berliner Olympiastadion viel zu tun. Allein 30.000 Dynamo-Fans hatten sich mit auf den Weg in die Hauptstadt gemacht. Bildrechte: imago images/Matthias Koch
Fans von Dresden strömen ins Olympiastadion
Vor dem Anpfiff des Hochrisiko-Spiels gab es für den Einlass am Berliner Olympiastadion viel zu tun. Allein 30.000 Dynamo-Fans hatten sich mit auf den Weg in die Hauptstadt gemacht. Bildrechte: imago images/Matthias Koch
Dresdens Cheftrainer Cristian Fiel links und Hertha-Coach Ante Covic rechts rund eine Stunde vor Anpfiff DFB-Pokal
DIe Stimmung vor der Partie bei Dresdens Cheftrainer Cristian Fiel (l.) und Hertha-Coach Ante Covic war bestens. Beiden sollte ein dramatischer Abend bevorstehen. Bildrechte: imago images/Dennis Hetzschold
Fanchoregrafie der Dresdener Fans yellow madness
immer wieder ein Blickfang die Fanchoregrafie der Dresdener Fans. Bildrechte: imago images/Contrast
Marvin Plattenhardt (21), Alexander Jeremejeff
Berlins Marvin Plattenhardt (21) und de Dresdener Alexander Jeremejeff im Zweikampf. Die Anfangsviertelstunde gehörte den Gastgebern. Bildrechte: imago images/Contrast
Moussa Kone Tor Torschuß zum 0:1, Vladimir Darida, Torwart Thomas Kraft
Die 36. Minute: Moussa Kone trifft zur Dynamoführung. Bildrechte: imago images/Contrast
Moussa Kone (links) jubelt mit Baris Atik über sein Tor zum 0:1
Der Senegalese jubelt nach seinem Treffer gemeinsam mit Baris Atik. Bildrechte: imago images/Steffen Kuttner
Dodi Lukebakio Tor zum 1:1 Ausgleich, Torwart Kevin Broll
Dann war es passiert: Dodi Lukebakio trifft kurz nach der Pause aus Nahdistanz zum 1:1. Bildrechte: imago images/Contrast
Niklas Kreuzer (Dynamo Dresden) legt sich bei einem Freistoß auf den Boden
Interessante Mauer-Variante in der Hauptstadt: Niklas Kreuzer (Dynamo Dresden) legt sich bei einem Freistoß auf den Boden. Bildrechte: imago images/Matthias Koch
Patrick Ebert Elfmeter Strafstoß schießend zum 2:2 Ausgleich.
Die 90. Minute: Patrick Ebert trifft per Elfmeter zum 2:2-Ausgleich. Bildrechte: imago images/Nordphoto
2: 3 durch Luka Stor (Dynamo Dresden 37), Thomas Kraft (Hertha BSC Berlin).
Die 107. Minute: Der kurz zuvor eingewechselte Luka Stor bringt Dynamo erneut mit 3:2 in Front. Bildrechte: imago images/Nordphoto
Ganz bitter für Dynamo: In der Nachspielzeit der Verlängerung (120.+2) markiert Jordan Torunarigha doch noch das 3:3.
Ganz bitter für Dynamo: In der Nachspielzeit der Verlängerung (120.+2) markiert Jordan Torunarigha doch noch das 3:3. Bildrechte: imago images/Nordphoto
Die Mannschaften beim Elfmeterschießen.
DIe Entscheidung musste im Elfmeterschießen fallen. Bildrechte: imago images/Dennis Hetzschold
Das Spiel ist aus und die Enttäuschung bei Dynamo groß.
Das Spiel ist aus und die Enttäuschung bei Dynamo groß. Bildrechte: imago images/Dennis Hetzschold
Dresdens Spieler bedanken sich bei den mitgereisten Fans.
Am Ende mussten sich Dresden erst im Elfmeterschießen mit 4:5 geschlagen geben. Dabei parierte Hertha-Keeper Thomas Kraft zwei Elfmeter. Bildrechte: imago images/Matthias Koch
Dresdens Spieler bedanken sich bei den mitgereisten Fans.
Die Dresdner Spieler bedanken sich bei ihren Fans. Trotz der Niederlage wurden die Dynamo-Spieler von ihrem Anhang gebührend gefeiert. Bildrechte: imago images/Dennis Hetzschold
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Dynamo wird mutiger - Kone trifft zur Führung

In der 17. Minute kam Dynamo zur ersten Großchance, als Moussa Kone frei vor Hertha-Schlussmann Thomas Kraft auftauchte und die Kugel knapp links am Tor vorbeischoss. Kurz darauf kam auch Alexander Jeremejeff von der linken Strafraumecke zum Schuss, der aber noch von einem Berliner entscheidend abgefälscht wurde. Dresden agierte mit zunehmender Spieldauer immer mutiger. Die Bemühungen wurden in der 36. Minute mit der Führung nach einem blitzsauberen Konter belohnt: Dabei hebelten Jeremejeff und Kone die Hertha-Abwehr erst mit einem simplen Doppelpass aus, ehe der Senegalese freistehend die Kugel an Kraft vorbei ins rechte untere Eck spitzelte.

Moussa Kone (links) jubelt mit Baris Atik über sein Tor zum 0:1
Die 36. Minute: Dresdens Moussa Kone jubelt nach seinemTreffer zum 1:0. Bildrechte: imago images/Steffen Kuttner

Hertha dreht Partie - Ebert schießt Dynamo in die Verlängerung

Nach der Pause investierten die Platzherren wieder mehr. Hertha-Stürmer Dodi Lukebakio (48.) und Ondrej Duda (85./Foulelfmeter) drehten die Partie zunächst. Kurz darauf scheiterten Dilrosun (56.) und Kalou (59.) an Latte und Pfosten. In einer irren Schlussphase der regulären Spielzeit glich der frühere Herthaner Patrick Ebert in der 90. Minute ebenfalls per Foulelfmeter für die Sachsen aus.

Patrick Ebert Elfmeter Strafstoß schießend zum 2:2 Ausgleich.
Patrick Ebert gleicht per Strafstoß zum 2:2 aus. Bildrechte: imago images/Nordphoto

Stor bringt Dresden erneut in Front - Torunarigha rettet Hertha

Nach dem 3:2 des kurz zuvor eingewechselten Luka Stor (107.) feierten die Dynamo-Fans schon den vermeintlichen Sieg, doch Jordan Torunarigha (120.+2) ließ die Hertha-Anhänger mit einem strammen Vollspannschuss ins lange Eck über den späten Ausgleich jubeln.

2:3 durch Luka Stor (Dynamo Dresden 37), Thomas Kraft (Hertha BSC Berlin).
Luka Stor trifft in der 107. Minute zum zwischenzeitlichen 3:2 für Dynamo. Bildrechte: imago images/Nordphoto

Kraft besiegelt Dynamo-Aus

Im Elfmeterschießen war es schließlich Keeper Kraft, der das Dredner Aus mit zwei gehaltenen Elfmetern (Jannik Müller und Kevin Ehlers) besiegelte.

Stimmen zum Spiel

Ante Covic (Trainer Berlin): "Der Pokal ist dazu da, um eine Runde weiter zukommen. Es war ein überragender Kampf, den wir beide uns abverlangt haben."

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 31. Oktober 2019 | 19:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 31. Oktober 2019, 01:14 Uhr

43 Kommentare

Dynamokralle vor 12 Wochen

Danke, lieber wicky! War ja mächtig viel an "Schimpf und Schande", was in den letzten Wochen zu ertragen war. Deshalb Stolz auf den unglaublichen Auftritt und gleichzeitig Wehmut, dass man sich nicht dafür belohnt hat. Nun geht´s wieder um Punkte und es heißt einmal mehr Hoffen und Bangen. Aber ich glaube fest an einen positiven Effekt aus diesem Pokalabend, vor allem für das Selbstvertrauen und den Zusammenhalt von Mannschaft und dem sogenannten Umfeld. Und bitte, Fielo, enttäusche uns nicht und gib die richtige Marschrichtung vor!

Janes vor 12 Wochen

Ich finde auch, dass Hertha in Summe verdient gewonnen hat. Was anderes wäre es gewesen, wenn Dynamo die Geschenke von Berlin aus der ersten Hälfe vor allem dankbarer angenommen hätte. Dann hätte Dynamo zurecht gewonnen.

So finde ich, in Summe, dass Berlin verdienter Sieger ist. Was nicht zuletzt auch an deren gutem Torwart lag. War aber sogesehen für mich als Zuschauer ein schönes spannendes Spiel.

wicky 67 uncut vor 12 Wochen

Ich hoffe doch sehr, daß ich mit dieser Mail ein wenig Optimismus sowie Aufbruchsstimmung in die Runde vermitteln konnte!!! Denn ich hänge nämlich auch mit Herz und Seele an meinen Freundschaftsverein Dynamo Dresden!!!!!! Und das wird auch immer so sein!!! Jetzt kommen aber bei mir die ganz dicken Tränen..........