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Fußball | DFB-PokalForsberg köpft RB Leipzig ins Pokal-FinaleHalbfinale

Stand: 20. April 2022, 23:41 Uhr

Es sah schon nach Verlängerung aus, dann schlug Emil Forsberg zu: In der Nachspielzeit sicherte der Schwede den Leipzigern mit seinem Kopfballtor zum 2:1 (0:1) den dritten Einzug ins Endspiel um den DFB-Pokal. Dort wartet am 21. Mai der SC Freiburg.

Bildrechte: MDR/Hofmeister, Dirk

Die 47.069 Zuschauer im erstmals nach dem Umbau ausverkauften Stadion sahen ein spannendes Spiel, bei dem sich beide Mannschaft rein gar nichts schenkten. Die Berliner, angereist mit rund 7.000 Fans, agierten wie erwartet stark in der Defensive – und waren mit gelegentlichen Kontern gefährlich. Meist kamen sie über die rechte Seite. So auch beim 1:0 durch Sheraldo Becker (25.), der von Christopher Trimmel bedient am langen linken Pfosten direkt einschießen konnte. RB tat sich schwer, die engmaschige Union-Defensive zu durchdringen. In der 37. Minute gelang das sehenswert, aber André Silva schob den Ball aus 11 m am Kasten vorbei.

Bildrechte: MDR/Hofmeister, Dirk

Ausgleich nach Videobeweis

Nach der Pause ging es erst mal so weiter: RB hatte mehr Ballbesitz, die größere Gefahr verströmten aber die Gäste. Wie in der 58. Minute, als Becker und sein ebenfalls flinker Sturmpartner Taiwo Awoniyi das 2:0 knapp verpassten. Das Tor fiel unmittelbar danach auf der anderen Seite: per Foulelfer, der erst nach dem Videobeweis gegeben wurde. Paul Jaeckel hatte Christopher Nkunku am Fuß erwischt. Als André Silva sich den Ball für den Elfmeter schnappte, war das für einige Fans sicher ein Schock, hatte der Portugiese doch zuletzt vom Punkt wiederholt gepatzt. Diesmal verwandelte er sicher (62.).

Bildrechte: MDR/Hofmeister, Dirk

Union gefährlicher - RB am Ende konsequenter

Die Berliner brauchten ein paar Minuten, um sich davon zu erholen. Bald jedoch waren sie wieder das gefährlichere Team: Ein Schlenzer von Awoniyi (71.) verfehlte das Tor, ein brandgefährlicher Konter wurde nicht konsequent genug ausgespielt (88.). Das rächte sich, denn in den allerletzten Minuten machte plötzlich RB noch mal ordentlich Druck, was belohnt wurde: Nach einem auf der Linie geblockten Schuss von Angelino kam der Ball nach rechts außen zu Benjamin Henrichs, dessen Flanke Emil Forsberg mit einem Kopfball aus 9 m zum 2:1 veredelte (90.+2).

Bildrechte: MDR/Hofmeister, Dirk

Trainerstimmen

Urs Fischer (1. FC Union): "Es war ein ausgeglichenes Spiel, wenn es um die Chancen geht. Beide Mannschaften hatten in der zweiten Halbzeit die Möglichkeit, den Siegestreffer zu erzielen. Dass du mit dem letzten Angriff dieses Spiel verlierst, tut unheimlich weh, ist bitter. Wir sind unglücklich ausgeschieden. Die Verlängerung hätten wir verdient gehabt, da weiß man auch nie, was passiert. Meine Mannschaft hat den Matchplan wirklich sehr gut umgesetzt. Am Schluss hat es leider nicht ganz gereicht."

Domenico Tedesco (RB Leipzig): "Union hat über 90 Minuten einen super Job gemacht. Genau so haben wir sie erwartet: kompakt, vorwärts verteidigend, alles im Vollsprint gegen den Ball. Und die Umschalter sind natürlich brandgefährlich. Wir hatten eine fürchterliche erste Halbzeit gespielt, weil wir extrem nervös waren. Damit hatte ich nicht gerechnet. Durch diese Nervosität hatten wir extrem viele Ballverluste. Ich bin glücklich über die Art und Weise, wie wir dann im zweiten Durchgang gespielt haben. Es war wichtig, den Kopf frei zu bekommen, wieder in unseren Flow zu kommen und Torchancen zu kreieren."

Dieses Thema im Programm:MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 21. April 2022 | 19:30 Uhr

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