Fußball | DFB-Pokal RB Leipzig ballert sich gegen Bochum ins Viertelfinale

Achtelfinale

RB Leipzig hat die Pflichtaufgabe im Pokal gelöst und das Ticket für die Runde der besten Acht gelöst. Der Zweitligist VfL Bochum hielt lange Zeit gut dagegen, musste sich am Ende aber klar geschlagen geben. Die Elf von Julian Nagelsmann entschied die Partie mit 4:0 (2:0) für sich. Yussuf Poulsen glänzte als Doppeltorschütze.

RB Leipzig begann die Partie im Vergleich zum Sieg gegen Leverkusen mit fünf Veränderungen. Willi Orban, Marcel Halstenberg, Amadou Haidara, Lazar Samardzic und Yussuf Poulsen rücken für Dayot Upamecano, Nordi Mukiele, Kevin Kampl, Dani Olmo und Alexander Sörloth ins Team.

RB begann forsch und hatte nach wenigen Sekunden den ersten Abschluss durch Poulsen, der aber bei seiner Direktabnahme nicht richtig hinter den Ball kam. Bochum versuchte die Hausherren früh unter Druck zu setzen und im Spielaufbau zu stören. Nach elf Minuten leiteten die Gäste dann aber selbst die Führung für das Nagelsmann-Team ein. Nach einem Fehlpass von Armel Bella-Kotchap auf Marcel Sabitzer bediente dieser mit einem butterweichen Chippass den gestarteten Haidara, der aus acht Metern per Flugkopfball zum 1:0 traf (11.). Nur drei Minuten später scheiterte Samardzic mit einem Distanzschuss an VfL-Keeper Patrick Drewes. Bochum versuchte, sich davon unbeeindruckt zu zeigen und kam selbst zweimal gefährlich vor den Kasten der Leipziger (13./24.). Lange Zeit passierte dann nicht viel Aufregendes - bis zur vor dem Pausenpfiff. Dann schickte Samardzic Christopher Nkunku, der im Strafraum von Drewes abgeräumt wurde. Den fälligen Strafstoß platzierte RB-Kapitän Sabitzer im linken Eck (45.+1).

Marcel Sabitzer (7, RB Leipzig) trifft per Foulelfmeter zum 2:0.
Marcel Sabitzer (7, RB Leipzig) trifft per Foulelfmeter zum 2:0. Bildrechte: PICTURE POINT / Petzsche

Poulsen trifft doppelt

Direkt nach der Pause hätte der eingewechselte Hee-chan Hwang den nächsten Treffer nachlegen können. Nach einem weiten Ball umkurvte er Drewes an der Kante des Sechzehners, traf dann aber nur das Außennetz. Bochum versuchte trotz des Rückstandes weiter hoch zu pressen, liefen so aber immer wieder in gefährliche Situationen. In der 66. Minute fiel dann die Entscheidung. Hwang erkämpfte sich den Ball und leitete auf den eingewechselten Dani Olmo weiter. Dessen Steckpass zwischen die Verteidiger verwertete Poulsen am Elfmeterpunkt mit links ins rechte Eck. Kurz danach hatte der VfL seine beste Chance, aber Anthony Losilla traf aus 18 Metern nur den Außenpfosten. Die endgültige Entscheidung fiel in der 75. Minute wieder durch Poulsen. Nach einem Freistoß von Angelino von der rechten Seite hatte er beim Kopfball das beste Timing und traf aus zentraler Position zum 4:0-Endstand.

Yussuf Poulsen trifft per Kopf zum 4:0.
Yussuf Poulsen trifft per Kopf zum 4:0. Bildrechte: Picture Point

Das sagten die Trainer

Thomas Reis (Bochum): "Ich glaube, dass wir in der ersten Halbzeit einigermaßen ebenbürtig waren. Man hat gesehen, wenn man Fehler macht, wird das gegen so eine Topmannschaft gnadenlos bestraft. Es ist ein bisschen schade, weil wir nach der ersten Halbzeit noch ein bisschen die Hoffnung hatten, selber ein Tor zu machen. Wir hatten die ein oder andere Umschaltgelegenheit, die wir nicht zu Ende gebracht haben. Wir müssen die Niederlage akzeptieren, auch wenn sie weh tut. "

Julian Nagelsmann (Leipzig): "Am Ende geht es in so einem Spiel primär ums Gewinnen. Gegen einen Zweitligisten ist es immer ein bisschen undankbar. Natürlich will man der Favoritenrolle gerecht werden. Bochum hat das in der ersten Halbzeit sehr, sehr gut gemacht. Wir waren im Anlaufen und Gegenpressing nicht ganz so scharf. Das war in der zweiten Halbzeit dann gut, da hatten wir eine bessere Spielkontrolle und mehr Chancen herausgespielt. Das Ergebnis schmälert etwas die Leistung von Bochum, die keine vier Tore schlechter waren. Wir wollten gewinnen und sind jetzt zufrieden."

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RB Leipzig hat im DFB-Pokal die nächste Runde erreicht. Im Achtelfinale schaltete der Pokalfinalist von 2019 den Zweitligisten VfL Bochum aus.

Mi 03.02.2021 20:41Uhr 01:11 min

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Meuselwitz - Jena
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Am Ende war es eine klare Angelegenheit für Rot-Weiß Erfurt: Die Landeshauptstädter setzten sich im Achtelfinale des Thüringenpokals deutlich bei der BSG Chemie Kahla durch.

So 20.06.2021 18:40Uhr 00:37 min

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 03. Februar 2021 | 21:45 Uhr

11 Kommentare

Voice vor 24 Wochen

Absolut souveräner Sieg, zu keiner Zeit gefährdet. Das Zurückspielen zum Torwart in solch einem Match ist kein Zeichen von Schwäche, sondern ein Zeichen der Kontrolle. Man lässt hinten eben nix zu. Im Übrigen, wer gestern Forsberg forderte, hat Null Ahnung. Der Junge kuriert eine leichte Verletzung aus. Ich denke gegen "Schlacke" ist er wieder da. Im Pokal konzentriert weiter arbeiten, dann kommen wir weit, vielleicht sogar mal wieder ins Finale.

Beste Grüße aus der Messestadt!!

mulrich vor 24 Wochen

Du sagst konzentrierte Leistung, wenn ich die Fehlabspiele von Halstenberg, Orban (beide Nationalspieler) und das andauernde zurückspielen zum Torwart von allen defensiven Spielern gegen einen Zweitligisten anschauen muß ist das einerbärmliches gekicke für eine Spitzenmannschaft der BL.
Gezeigt hat RB mit dem ersten Tor von Poulsen und Olmo das sie offensiv kreativ spielen können.
Solche Aktionen verlange ich von einer Mannschaft wie RB viel mehr in einem Spiel.
Dazu gehört aber eine vernüftige Aufstellung vom Trainer, wie Forsberg im Mittelfeld und nicht als Angriffsspitze.
Grüße aus Halle

Rennsteiger vor 24 Wochen

In der Arena wäre das für mich ein Spiel gewesen, bei dem man ohne Sorg Wesentliches zu verpassen in Ruhe hätte ein Bier holen oder wegschaffen können.
Sehe ganz reale Chancen, den Pokal an den Cottaweg zu holen. Sabitzer,Poulsen....... aber auch Hwang und Sörloth haben das nötige Zeug dazu.