Fußball | Landespokal 1. FC Magdeburg locker ins Achtelfinale

3. Hauptrunde

Der 1. FC Magdeburg hat die Pokalhürde Lok Stendal ohne große Probleme genommen. In der 3. Runde des Wettbewerbs gab es für den Drittligisten nur in der Anfangsviertelstunde größere Gegenwehr. Nach dem 3:0 (3:0)-Erfolg steht der FCM nun im Achtelfinale und trifft dort auf den Haldensleber SC.

v.l. Luka Sliskovic Magdeburg, 7 schiesst Tor. 1 min
Bildrechte: imago images/Jan Huebner

In der Anfangsphase der Begegnung sahen die 1.131 Zuschauer im Stadion am Hölzchen auf dem Feld keinen Zweiklassenunterschied. Magdeburg machte zwar das Spiel, aber die Hausherren hielten mit schnellen Kontern dagegen. Das Hauptaugenmerk von Lok lag jedoch klar auf der Defensive. Mit engen Reihen wollten sie dem FCM keinen Raum bieten, also versuchte mussten die Gäste immer wieder den Querpass suchen. So spielten sie schließlich Raphael Obermair frei, der mit einem Distanzschuss in den linken Winkel die Führung für den Favoriten besorgte (18.). Nur eine Minute später wurde Luka Sliskovic freigespielt und erhöhte aus acht Metern mit Hilfe des Querbalkens. Nach 27 Minuten schob Florian Kath das Spielgerät aus fünf Meter in die Maschen zum 3:0-Halbzeitstand.

In der Halbzeit wechselte FCM-Coach Christian Titz gleich das halbe Team aus. Auch mit den fünf Neuen auf dem Feld änderte sich nichts am Geschehen auf dem Platz. Magdeburg ließ den Ball laufen, die Hausherren reagierten mehr, als dass sie selbst aktiv wurden. Aber so richtig gefährlich wurde das Team aus der Landeshauptstadt dabei nicht. Eine aussichtsreiche Situation vergab Sliskovic, der den Torwart schon umkurvt hatte, dann aber den Ball nicht wirklich traf (74.). So plätscherte das Spiel dann mehr und mehr aus. Wenige Minuten später setzte er einen Freistoß aus etwa 20 Metern zentraler Position nur knapp am Pfosten vorbei.

Das sagten die Trainer

Christian Titz (Magdeburg): "Wir wollten eine Runde weiterkommen, trotz Spiel unter der Woche und dünner Personaldecke. Klar haben wir ein paar Chancen liegen lassen, aber es ist alles okay heute. Es war klar, dass wir auf einen sehr tiefstehenden Gegner treffen werden, wo man geduldig bleiben muss. Wir haben dann schnell die Tore gemacht. Für uns ist der Pokal ein sehr wichtiger Wettbewerb, wir wollen unbedingt ins Finale kommen und auch dort gewinnen."

Jörn Schulze (Stendal): "Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden. Leider konnten wir uns nur auf die Defensive konzentrieren und hatten wenig Spielanteile und Chancen. Das war schon ein bisschen enttäuschend, zu sehen, dass wir nur hinterherlaufen. Aber da zeigt sich die Klasse von Magdeburg. Ich hoffe, einige Zuschauer gehen heute trotzdem zufrieden nach Hause. Und herzlichen Glückwunsch an Magdeburg, sie sind verdient weiter."

___
rho

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 15. September 2021 | 19:30 Uhr

6 Kommentare

Thoralf vor 1 Wochen

Ist mal wieder typisch. Zur zweiten Halbzeit sind die technischen Probleme vorbei, da freut man sich, erwartet Live Tore und dann....
3:0 ausreichende Leistung. Schöner Obermair Knaller. Sliskovic stand vor seinem Tor ca. 20 Minuten frei im Strafraum, wurde aber nicht angespielt. Irgendwie kam er dann doch und er schlug den Ball humorlos unter die Latte. Beste Stimmung. Nächste Runde. Mund abputzen und regenerieren.
Ein 4:0 gegen Würzburg wäre eine Steigerung 😉!

Thommi Tulpe vor 1 Wochen

Pflicht souverän erfüllt - so wie es Trainer und Fans fordern und erwarten können. Alles gut!
Was ich mich frage:
Warum beendet man einen Wettbewerb, dessen Sinn und Zweck es war, sich für die jetzige Saison für den DFB-Pokal zu qualifizieren, der für Sachsen-Anhalt leider auch schon wieder gelaufen ist?
Es spielen nur Mannschaften, die dafür "entschädigt" wurden, dass der letztjährige Landespokal wegen der Pandemie unterbrochen wurde (offiziell).
Zahllose andere Mannschaften "gucken" für eine neue Quali (für die Saison 22/ 23) "in die Röhre". Diese sollten vielleicht mal klagen wie einst der Graf Zeppelin!?

Kampfbahn1 vor 1 Wochen

So locker und leicht wie die Überschrift sugeriert war der Einzug des FCM in das Achtelfinale nun doch nicht, wenn auch die spielerische Überlegenheit des Nochdrittligisten eindeutig war. Lok hielt gut dagegen im Rahmen der Möglichkeiten ohne offensiv aufzufallen. Solide Defensivarbeit der Altmärker. Das macht Hoffnung für den Klassenerhalt in der Oberliga. Dann sollte aber auch in der Offensive etwas mehr gehen. Dem FCM alles Gute für den weiteren Saisonverlauf.