Fußball | DFB-Pokal Magdeburg verliert packenden Pokal-Fight gegen St. Pauli

1. Hauptrunde

Der 1. FC Magdeburg ist denkbar knapp im DFB-Pokal gescheitert. Die Elf von Christian Titz agierte gegen den FC St. Pauli über die gesamte Spieldauer mindestens ebenbürtig, musste sich am Ende, trotz eines Torschussverhältnisses von 44:11, aber mit 2:3 (1:2) geschlagen geben.

1. FC Magdeburg - FC St. Pauli 1 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Sa 07.08.2021 20:36Uhr 01:16 min

https://www.mdr.de/sport/sport-im-osten/video-dfb-pokal-fc-magdeburg-fc-st-pauli-tore-100.html

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Magdeburgs Trainer Christian Titz bot die identische Startelf auf, die am vergangenen Wochenende Remis gegen Freiburg II spielte. Auf Seiten der Gäste rückte Simon Makienok neben Guido Burgstaller in die Angriffszentrale, zudem durfte Dennis Smarsch anstelle von Nikola Vasilj im Tor ran.

Magdeburg hat die Chancen, St. Pauli macht die Tore

Die Hamburger erwischten vor 14.405 Zuschauern einen Start nach Maß. Burgstaller dribbelte sich nach drei Minuten durch die Magdeburger Abwehrreihe und legte auf Makienok ab. Dessen verunglückter Abschluss landete erneut in den Füßen des Österreichers, der FCM-Schlussmann Dominik Reimann mit einem Flachschuss ins kurze Eck keine Chance ließ. Magdeburg steckte die kalte Dusche gut weg und zog in der Folge ein enormes Powerplay auf. Fast im Minutentakt musste Pauli-Keeper Smarsch eingreifen. Doch sowohl Jan-Luca Schuler (13.), als auch Connor Krempicki (14.) scheiterten aus kurzer Distanz.

Guido Burgstaller St. Pauli, 9 r. behauptet sich gegen Raphael Obermair FCM, 28 und trifft zum 0:1.
Guido Burgstaller markierte die Führung für St. Pauli. Bildrechte: imago images/Eibner

Nach einer halben Stunde belohnte sich der FCM schließlich für seine Offensivbemühungen. Baris Atik fand mit seinem langen Diagonalball über das komplette Spielfeld Sirlord Conteh im rechten Sechzehner. Der Außenbahnspieler ließ sich nicht zweimal bitten und schloss flach und präzise ins linke untere Eck ab (31.) Kurz darauf hätte der Torschütze beinah erhöht, setzte die Kugel aus kurzer Distanz aber über den Kasten (39.). Eine Minute später zappelte das Leder dann aber im Netz – allerdings auf der anderen Seite. Nach einem Freistoß von Eric Smith setzte sich Jakov Medic im Luftduell mit Krempicki durch, nickte ins rechte Eck ein und stellte den Spielverlauf auf den Kopf (40.)

Burgstaller kontert Contehs Ausgleich

Die Intensität blieb nach dem Pausengang hoch. Zunächst klärte Reimann in höchster Not gegen Daniel Kofi Kyereh (50.), ehe Conteh auf der Gegenseite den Doppelpack schnürte: Nach erneut starker Vorarbeit von Atik, der den öffnenden Pass vom Mittelfeldkreis in die Spitze spielte, nahm Conteh die Kugel aus der Luft mit, umkurvte Smarsch und netzte zum Ausgleich an (54.). Doch Magdeburg erlebte ein Déjà-vu der besonders bitteren Art: Nach Leart Paqaradas Freistoß-Geschoss an den rechten Pfosten schaltete Burgstaller gedankenschnell und schob zum 3:2 aus Sicht der Gäste ein (58.).

Tor zum 2:2 durch Sirlord Conteh FCM, 17 gegen Torwart Dennis Smarsch St. Pauli, 1.
Conteh erzielt den erneuten Ausgleich für Magdeburg. Am reichten die beiden Treffer des Offensivspielers aber nicht. Bildrechte: imago images/Eibner

Abermals erholte sich der FCM schnell und drückte die Gäste phasenweise in den eigenen Strafraum. Nach doppeltem Abschluss von Leon Bell Bell (62.), die der Zweitligist in höchster Not blocken konnte, blies Magdeburg zur Schlussoffensive: Zunächst kratzte Smarsch Contehs Schuss aus der linken Ecke (80.), danach setzte Atik die Kugel aus der Drehung neben den Kasten (81.). Die letzte gefährliche Aktion verbuchte erneut Bell Bell, dessen Abschluss St. Pauli ins Seitenaus blockte. Am Ende brachten die Gäste die knappe Führung über die Zeit und stehen in der zweiten Pokalrunde am 26./27. Oktober.

Stimmen zum Spiel:

Timo Schultz (Trainer Hamburg): "Wir sind glücklich, dass wir die zweite Runde erreichen konnten. Das war ein hartes Stück Arbeit gegen eine sehr starke Mannschaft aus Magdeburg. Ich kann meinen Jungs keinen Vorwurf machen, was die Art und Weise angeht, wie sie das eigene Tor verteidigt haben. Insgesamt waren wir aber zu passiv, zu tief und können glücklich sein, dass wir die nächste Runde erreicht haben."

Christian Titz (Trainer FCM): "Wir haben das Spiel klar kontrolliert und waren die bessere Mannschaft. Dann bekommen wir zwei Gegentore aus Standardsituationen, die wir nicht gut verteidigen. Wir hätten es verdient, als Sieger vom Platz zu gehen. Am Ende haben wir uns für unsere gute Leistung leider nicht belohnt und zu viele Chancen liegengelassen. Unser Fehler sind gnadenlos bestraft worden. Aber die Mannschaft hat sich nie aufgegeben. Trotzdem war es insgesamt ein guter Abend."

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 08. August 2021 | 19:30 Uhr

71 Kommentare

FCMfox vor 5 Wochen

Eigentlich wollte ich auch antworten, aber du hast ja alles Wichtige bereits geschrieben. Genauso sehe ich das auch! In meinen Stadion Gesprächen höre ich Optimismus und einzelne vage Aufstiegshoffnungen, von Arroganz und Groessenwahn ist das aber weit entfernt.

Flo vor 5 Wochen

Wenn wir schon dabei sind, Hefele wäre auch geeignet ,aber leider hört der wohl verletzungsbedingt auf. Ich hatte ja schon gehofft, dass Minge den nach Halle holt. Denn auch wir suchen ja auf dieser Position noch.

Helmut vor 5 Wochen

Da bin ich wieder einmal ganz bei Flaeming.
Mit Hochmut hat unsere Spielweise nichts zu tun. Die Jungs spielen unter der neuen sportlichen Leitung einfach nur geilen Fußball! Hochmut und Fehleinschätzung war Kallnik. Und das Thema Härtel gibt es schon lange nicht mehr!