Fußball | FSA-Pokal Halberstadt folgt Halle ins Finale

Halbfinale

Regionalligist Germania Halberstadt ist dem Halleschen FC ins Endspiel des FSA-Pokals gefolgt. Mit dem 1. FC Lok Stendal traf die Germania im "Stadion am Hölzchen" auf einen mutigen Oberligisten, dem am Ende aber die Kräfte ausgingen. Die Germanen spielten ihre ganze Routine aus und gewannen 3:0. Insgesamt war es eine faire Pokalbegegnung, Schiedsrichter Patrick Kluge leitete souverän und kam ohne gelbe Karten aus.

Egal, wie das Endspiel ausgeht, bereits jetzt können sich die Halberstädter über den Einzug in die erste Runde des DFB-Pokals freuen. Der Grund: Dem HFC ist in der 3. Liga mindestens Platz vier nicht mehr zu nehmen. Dieser berechtigt automatisch für die Teilnahme am deutschlandweiten Pokal-Wettbewerb.

Lok Stendal - Germania Halberstadt Landespokal Sachsen-Anhalt
Szene aus der Pokalpartie zwischen Lok Stendal und Germania Halberstadt. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Nach langer Anlaufzeit: Gäste führen

Die Stendaler versteckten sich keineswegs, sondern nahmen das Herz in die Hand und spielten mutig nach vorn. Das bekam auch Germanias Torwart Fabian Guderitz zu spüren, der bei einem Schuss von Niclas Buschke (7.) ebenso auf der Hut sein musste, wie bei einer kreuzgefährlichen Eingabe von Schmidt (15.). Die Halberstädter brauchten eine lange Anlaufzeit, erhöhten dann aber die Schlagzahl. Nach einer halben Stunde fing Lok Stendal an zu wackeln. Zunächst schickte Dennis Blaser die Kugel an den Innenpfosten des Lok-Gehäuses, drei Minuten später war das Leder drin. Denis Jäpel lupfte den Ball an Stendals Schlussmann Lukas Kycek vorbei in die Maschen. Das wollten die Hausherren vermeiden – Halberstadt führte. So ging es in die Pause.

Halberstadt mit doppeltem Twardzik

Die ersten Minuten der zweiten Hälfte sondierten die Halberstädter die Lage, um dann mit der ersten Offensivaktion auf 2:0 (52.) zu erhöhen. Ein Schuss, ein Strich! Patrik Twardzik jagte einen Freistoß aus rund 25 Metern direkt ins linke obere Eck. Da war Stendals Torwart Lukas Kycek machtlos. Der Viertligist spielte nun sein Pensum routiniert runter und legte in der 78. Minute nach. Wieder war es Twardzik, der nach Blaser-Vorlage mühelos zum 3:0 einschob. Jetzt gab es für die tapferen Lok-Spieler nichts mehr zu kitten, Halberstadt zog sicher ins Finale des Landespokals von Sachsen-Anhalt ein.

Das sagten die Trainer

Maximilian Dentz (Germania Halberstadt): "Wir haben das Ziel Finale vorgegeben, das haben wir erreicht. Es hat jedoch etwas Geduld gekostet. Am Ende sind wir verdient als Sieger vom Platz gegangen. Das Endspiel gegen den Halleschen FC werden wir keinesfalls vorher abschenken."

Jörn Schulz (1. FC Lok Stendal): "Nach gutem Beginn sind wir natürlich enttäuscht. Halberstadt hat allerdings verdient gewonnen. Nach dem 0:2 bekamen wir auch keinen Zugriff mehr, dafür war der Regionalligist zu clever. Uns schwanden die Kräfte."

jmd

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 30. April 2019 | 21:45 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 06. Mai 2019, 10:02 Uhr

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9 Kommentare

02.05.2019 09:22 Lokist Sdl 9

@ Nr. 6: Ein höflicher Umgangston sollte hier eigentlich selbstverständlich sein, trotz gegenteiliger Ansicht. Und auch nach Sichtung der Fernsehbilder denke ich, dass Jäpel beim Pass- leicht- im Abseits stand.
Der Spielverlauf ist ansonsten im- kurzen- Spielbericht gut wiedergegeben. Bemerkenswert die sehr guten ersten 30min der LOK die Hbs nicht zur Entfaltung kamen ließen. Danach war im wahrsten Sinne des Wortes die Luft bei den Eisenbahnern raus. Wie es weitergeht bleibt abzuwarten. Den Klassenerhalt zu schaffen halte ich bei den aktuellen Leistungsschwankungen für sehr schwer. Schade, die Region und der traditionsreiche Verein hätten mehr als Verbandsliga verdient.

01.05.2019 21:40 pytti 8

Mutiger Auftritt von Stendal. Glückwunsch Germania für diese tolle Saison und Losglück im DFB Pokal. Jetzt endlich Halle im Endspiel schlagen, dann gratulieren wir dem HFC lieber zum Aufstieg in Liga 2 !! Wo findet das Endspiel statt, NOFV mal Stellung beziehen !!

[Hallo! Wir fragen da mal nach. Zuständig ist allerdings nicht der NOFV, sondern der Fußballverband Sachsen-Anhalt. Beste Grüße, Ihre MDR.de-Redaktion]

01.05.2019 21:08 Cosmomolze 7

Hauptsache die Eisenbahner schaffen den Klassenerhalt.
Schwach das hier kein längerer Spielbericht verfügbar ist

01.05.2019 20:36 Bolzer 6

Da gibt es Blinde. Erste Tor kein Abseits. Siehe MDR mit Kurzbericht.

01.05.2019 18:58 Soccer 5

Die Besseren siegten - so soll es sein - sportlich fair!
Besser sportlich als gefährlich mit III. Weg die sich von Nordbayern in den Osten verlagerten und bei Glatzen mit Gesundheitsschuhen massive Anhänger rekrutierten.

01.05.2019 18:18 beobachter 4

Wo findet das Finale statt?

01.05.2019 17:23 Lokist Sdl 3

Im Endeffekt verdienter Sieg einer abgezockten Mannschaft durch 3 geschenkte Tore (1. Tor klares Abseits, 2.Tor Torwartfehler und schlecht postierte Mauer, 3. Tor Geschenk). Für einen Regionalligisten zeigte Hbs verdammt wenig, bei der LOK fehlten nach 30 guten Minuten Ideen, Mittel und ein guter Strafraumspieler. Überraschend lautstarker Support durch die Hbs Fans, enttäuschend wenig Support von den Lokisten. Noch überraschender die "Scheiss FCM" Rufe der Halberstädter. Spielanlage der LOK insgesamt in Ordnung. Mal sehen wohin die Reise der LOK geht....

01.05.2019 16:17 Magdebürger 2

Damit spielen nächste Saison drei Mannschaften aus Sachsen-Anhalt im Pokal! Glückwunsch nach HBS.

01.05.2019 16:06 Machdeburjer 1

Glückwunsch zur DFB Pokal Teilnahme :-)