Fußball | FSA-Pokal Boyd rettet den Halleschen FC in Sandersdorf

Achtelfinale

Der Hallesche FC hat sich ins Viertelfinale des FSA-Pokals gezittert. Erst in der Verlängerung zwang der HFC den aufmüpfigen Oberligist Union Sandersdorf mit 1:0 (0:0, 0:0) in die Knie. Mann des Tages – einmal mehr Torjäger Terrence Boyd.

Szene aus dem Pokalspiel Union Sandersdorf - HFC 1 min
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Fußball | FSA-Pokal

Sa 09.10.2021 16:48Uhr 00:38 min

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Als dem Halleschen FC schon die Zeit davonzulaufen schien und die über weite Strecken des Spiels mutig dagegen haltenden Sandersdorfer schon vom Elfmeterschießen träumten, trat Torjäger Terrence Boyd in Szene.

Daniel Mesenhöler
HFC-Keeper Daniel Mesenhöler hielt seinen Kasten sauber. Bildrechte: imago images/Christian Schroedter

Couragierte Gastgeber mit Chancen

Mit der Fußspitze drückte Boyd in der 108. Minute den Ball nach Kopfballvorlage von Lucas Halangk zum späteren 1:0-Endstand ins Netz. Ein einziges Mal hatte sich der ansonsten 120 Minuten lang bestens aufgelegte Union-Keeper Tom Hermann bei der vorangegangenen Flanke von Niklas Kreuzer verschätzt – ein entscheidendes Mal.

Davor agierte der klar favorisierte Drittligist oftmals fahrig und wenig inspiriert. Julian Guttau vergab die beste Chance vor dem Seitenwechsel kläglich (33.). Anders die couragierten Gastgeber. Pascal Pannier (Freistoß, 18.) und Danny Wagner (Fernschuss, 20.) brachten den HFC in Bedrängnis. Zudem musste Schlussmann Daniel Mesenhöler gegen Martin Ludwigs Versuch sein ganzes Können aufbieten (38.).

Terrence Boyd
Terrence Boyd war einmal mehr Mann des Tages auf Seiten des HFC (Archivbild). Bildrechte: imago images/Eibner

HFC-Powerplay erst in der Verlängerung

Auch nach Wiederanpfiff blieb es ein Spiel auf Messers Schneide. Halle wurde zwar etwas druckvoller, aber hebelte die aufmerksam verteidigenden Unioner nur selten wirklich aus. Dennoch hatte Boyd in der Schlussphase der regulären Spielzeit die Chance auf eine vorzeitige Entscheidung – Hermann lenkte die tückische Kopfballbogenlampe jedoch über den Querbalken (81.).

Erst in der Verlängerung, als dem Oberligisten sichtbar die Kräfte schwanden, wurde es ein Powerplay der Saalestädter mit Chancen im Minutentakt (Boyd 95, Shcherbakovski 97., Titsch-Rivero 99.). Nach Boyds erlösendem Führungstreffer musste Mesenhöler nur noch einmal zupacken – als der eingewechselte Nikita Bondarenko köpfte (120.+3).

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Sachsen-Anhalt Heute | 09. Oktober 2021 | 19:00 Uhr

6 Kommentare

Banne vor 32 Wochen

Es war eine Leistung,zu der man nichts groß kommentieren kann und muss!!Ein blamabeler Aufftritt !! Geht das nun so weiter?Gegen Saarbrücken bedarf es einer DEUTLICHEN Steigerung ! Ich verstehe den deutlichen spielerischen Abfall nicht ? Man sollte in der Führungsetage nun sofort auch reagieren um größeres Übel schnell abzuwenden! RWG

Flo vor 32 Wochen

Es war natürlich unerwartet schwer und auch sehr knapp. Aber Fußballspielen kann man eben in Sandersdorf auch. Vorallem die ehemaligen HFC Spieler wollten bestimmt zeigen, dass sie es doch ganz gut können. In der Verlängerung hatten die Profis dann eben den längeren Atem. Trotzdem Chapeau Sandersdorf. Schade, dass sich vom "2. Anzug" keiner so richtig empfehlen kann. Das wird in der Liga noch schwer werden.

Gernot vor 32 Wochen

Thoralf, auch wenn jetzt einige an der Saale toben: Mit deiner Analyse triffst du den Nagel auf den Kopf.
Hier bedarf es neben einem wachen Auge bei der Kaderplanung auch die Qualität eines Trainer, welcher das rechtzeitig erkennt und entsprechend einschreitet.