Fußball | Thüringenpokal Acht- und Siebtligist stehen im Thüringenpokal-Halbfinale

Viertelfinale

Mit dem FC Thüringen Jena ist ein Kreisoberligist ins Thüringenpokal-Halbfinale eingezogen und träumt nun vom Stadtderby gegen den FC Carl Zeiss im Finale. Doch erstmal darf Saalfeld gegen den Regionalligisten ran.

Torwart fängt Ball
Bildrechte: IMAGO / Zink

Für vier unterklassige Teams ging es in zwei Viertelfinalspielen um die große Chance aufs Halbfinale. Genutzt haben sie am Ende der Achtligist FC Thüringen Jena mit einem ungefährdeten 3:1 gegen die Landesklasse-Mannschaft von Büßleben und der FC Saalfeld, der sich im Siebtliga-Duell mit der SG Struth/Diedorf in der Verlängerung  mit 2:1 durchsetzte.

Saalfeld schockt Struth doppelt

Was für ein Schlagabtausch vor rund 500 Zuschauern in Saalfeld: Die SG Struth/Diedorf startete dank eines fulminanten Fernschuss-Treffers von Käppler mit einer frühen Führung in die Partie (11.). Besonders bitter für die Gäste: Im Anschluss an eine eigene Ecke, bei der sie nur knapp das 2:0 verpassten, kamen die Saalfelder zum Ausgleich. Nach einer Flanke nickte Moritz Hutschenreuter den Ball im Luftduell mit Torwart Norman Wohlfeld ins Netz, der anschließend liegen blieb (42.). Der Schiedsrichter hatte wohl nur deswegen auf Tor entschieden, weil der Keeper gerade so den Fünf-Meter-Raum verlassen hatte und dort bekanntlich nicht mehr besonders geschützt ist.

Zu Beginn des zweiten Abschnitts landete ein wunderschöner 30-Meter-Heber von Druths Käppler an der Latte (48.). Es war nur eine von vielen Möglichkeiten der Gäste, die vor allem in der ersten Hälfte der Verlängerung Dampf machten. Ein Geniestreich zog der SG dann aber den Stecker. Kleyla legte Hüter Wohlfeld den Ball durch die Beine (103.) und schoss sein Team ins Halbfinale gegen Carl Zeiss Jena.

Jenas Joker machen kurzen Prozess

Nicht ganz so spannend war es in Jena. Zunächst lieferten sich der FC Thüringen und Blau-Weiß Büßleben eine chancenarme, aber ausgeglichene Partie. Dann drehten die Großstädter mit einem Standard auf. Einen Freistoß von Lüneburg vollendete Bittner aus fünf Metern unhaltbar zum 1:0 (37.). Der Treffer gab den Jenaern Auftrieb. Zunächst hielt Büßlebens Keeper Apitius sein Team in der Partie, als er einen Handelfmeter des eingewechselten Kowalik an den Pfosten lenkte (58.). Doch nur zwei Minuten später machte der Fehlschütze es besser und traf zum 2:0.

Auch ein anderer Joker stach: Mit einem tollen Alleingang sorgte Sauer für das 3:0 (68.). Den Blau-Weißen steckte anscheinend die Verlängerung drei Tage zuvor gegen Neustadt (5:3) noch in den Knochen. Erst kurz vor Schluss kamen sich Quitts Treffer per Foulelfer (87.) nochmal heran. Mehr war aber nicht drin. Dagegen darf der FC Thüringen Jena in der nächsten Runde gegen den FC An der Fahner Höhe ums Finale spielen. Bei einer weiteren Sensation könnte man den übermächtigen Stadtrivalen FC Carl Zeiss Jena im Derby herausfordern.

Patrick Franz

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | THÜRINGENJOURNAL | 24. Juni 2021 | 19:00 Uhr

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