Fußball | Sachsenpokal Sächsische Favoriten Lok, CFC und Chemie geben sich keine Blöße

2. Hauptrunde

Lok Leipzig hat sich trotz zwei Patzern bei Ecken mit 4:2 bei Borea Dresden durchgesetzt und sich so das Stadtderby in der 3. Sachsenpokalrunde gegen Chemie Leipzig gesichert. Die Leutzscher gewannen beim VfB Schöneck mit 7:0. Der Chemnitzer FC behielt bei Stahl Riesa mit 5:0 ebenfalls komplett schadlos die Oberhand.

Tor für Lok Leipzig, Torjubel nach dem 1:0, Torschütze Sascha Pfeffer (23, Lok)
Sascha Pfeffer kann sich über den Einzug von Lok Leipzig in die nächste Landespokal-Runde freuen. (Archiv) Bildrechte: PICTURE POINT / Gabor Krieg

Lok Leipzig müht sich bei Borea Dresden

FCL-Coach Almedin Civa ließ gegen den Siebtligisten fünf Reservisten von Beginn an los: David Urban, Tobias Dombrowa, Bogdan Rangelov, Maik Salewski und Riccardo Grym sollten sich für die Liga anbieten. Neuzugang Grym vom Chemnitzer FC kam erstmals für Lok zum Zug, der Mittelfeldabräumer wurde bisher gar nicht in der Liga eingesetzt. Im Tor vertrat Niclas Müller Stammkeeper Isa Dogan nach dessen Zahn-OP.

SC Borea Dresden - 1. FC Lokomotive Leipzig 5 min
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Ziane trifft auf beiden Seiten

Die Blau-Gelben waren vom Start weg dominant. Ausgerechnet Grym bereitete mit einer butterweichen Flanke auf den völlig freien Djamal Ziane das 1:0 (7.) vor. Ab da mutierte der Lok-Torjäger immer mehr zum Alleinunterhalter. Nach seinem Abseitstor (20.) versenkte er auch die dritte Gelegenheit. Durch einen Kopfball von Eric Voufack wurde Ziane aufs Tor geschickt und blieb cool – 2:0 (26.)! Kurz darauf schlug der Lok-Stürmer aber auf der falschen Seite zu. Eine Ecke von Ex-Dynamo Justin Löwe, der heute Teammanager beim Drittligist ist, verlängerte Ziane unglücklich mit dem Kopf in die eigene Kiste – 1:2 (29.). Der Deutsch-Algerier schien bis dahin, alles blind reinzumachen.

Lok siegt trotz nächstem Ecken-Patzer

Die Probstheidaer reagierten wieder souverän: Neuzugang Tobias Dombrowa drückte eine Flanke von Bogdan Rangelov rein – 1:3 (34.). Obwohl Lok weitere Riesenchancen hatte, überraschte Borea die Gäste noch vor der Pause. Wieder stand Ziane bei einer Ecke ungünstig, ließ den Ball am ersten Pfosten durch die Beine flutschen, auf der Linie prallte die Kugel gegen die Beine von Bogdan Rangelov und Simon Priebs staubte gegen die konfuse Lok-Deckung zum 2:3 (45.) ab. Nach kurzem Aufbäumen von Borea nach der Pause mit einem Abschluss von Christopher Griebsch (51.) entschied Dombrowa mit seinem Knaller in die rechte Ecke die Partie mit dem 4:2-Endstand für den Favoriten (68.).

Chemnitzer FC ohne Mühe bei BSG Stahl Riesa

Auch der Chemnitzer FC steht in der dritten Hauptrunde des Sachsenpokals. Beim Landesklasse-Vertreter BSG Stahl Riesa kam der Titelverteidiger am Sonntag zu einem ungefährdeten 5:0 (2:0)-Erfolg. Die stark durchgewechselte Mannschaft von Trainer Christian Tiffert drückte dem Spiel in der Feralpi-Arena in Riesa von Beginn ihren Stempel auf. Vor 1.112 Zuschauern brachte Okan Adil Kurt den CFC bereits in der neunten Minute in Front. Im Anschluss erspielten sich die Himmelblauen viele weitere Chancen, ließen einige Hochkaräter aber auch aus.

Riesa versteckte sich nicht gegen den Favoriten und hielt lange mit Einsatz und Spielfreude dagegen. Einziges Manko der Mannschaft von Trainer Thomas Juretzko war, dass es kaum Chancen gab. Die besten vergaben Niklas Pohl und Nic Heuer in der 67. Minute.

Einen Sahnetag in Sachen Abschluss erwischte CFC-Stürmer Michel Ulrich: Dem 22-Jährigen gelang ein Dreierpack. Es hätte sogar noch mehr sein können, seinen vierten Treffer verhinderte aber der BSG-Pfosten. Durch den Erfolg trifft der Chemnitzer FC in der nächsten Runde auswärts auf die SV Tanne Thalheim.

BSG Chemie Leipzig souverän im Vogtland

Die BSG Chemie Leipzig hat die dritte Hauptrunde des Sachsenpokals mit einem 7:0 beim Kreisoberligisten VfB Schöneck erreicht. Das Team um Trainer Miroslav Jagatic spielte sich eine Vielzahl an Großchancen heraus, doch nur Florian Kirstein konnte VfB-Rückhalt Jan Denschel in der ersten Hälfte überwinden (12.).

Glück hatte der Regionalligist in der 56. Spielminute als Schiedsrichter Benjamin Seidl nur auf Freistoß für Schöneck entschied, nachdem ein BSG-Verteidiger den Ball an der Strafraumgrenze mit der Hand gespielt hatte. Chemies Antwort durch den eingewechselten Timo Mauer folgte prompt – 2:0 (59.).

Im Anschluss war die Gegenwehr der Gastgeber gebrochen, Leipzig kontrollierte die Partie nach Belieben und erzielte vier weitere Treffer. Für ein spätes Highlight sorgte Philipp Harant als er den siebten und letzten Treffer in der Nachspielzeit per Seitfallzieher erzielte.

VfB Schöneck - BSG Chemie Leipzig 5 min
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Stadionsbesichtigung von Mannschaft und Presse in Madrid
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2 min

In der Fußball-Champions-League ist RB Leipzig am Mittwoch bei Real Madrid gefordert. Beide Teams treffen dann zum ersten Mal überhaupt aufeinander.

MDR aktuell 21:45 Uhr Di 13.09.2022 21:45Uhr 01:30 min

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Thomas Kunze
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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Sachsenspiegel | 04. September 2022 | 19:00 Uhr

3 Kommentare

Lok vor 3 Wochen

Dem Gegner das Tore erzielen so leicht zu machen, wird hoffentlich nicht das aktuelle Saisonmotto der Lokschen werden. Wenn die Gegner die Tore nicht mal mehr erspielen müssen, ist das dann doch ein Stück zu viel an Großzügigkeit ;)
Danke mdr, für das verhältnismäßig ausführliche Video (es war immerhin nur die zweite Runde im Landespokal).
Nächste Runde nun bei den Großsprechern im Unterholz.

Wakabajaschi vor 3 Wochen

Stimmt, da kann man schon mal ins Träumen kommen, wenn das Duell gegen die große BSG Chemie Leipzig möglich ist. ;)

Loko 66 - der ECHTE Leipziger vor 3 Wochen

Mit den Gedanken dass der nächste Gegner die BSg chemie Diabolos ist, kann ich es der Loksche nicht verübeln - die eine oder andere Schlafeinheit