Fußball | Sachsenpokal Lok Leipzig besiegt Dresdner Jungspunde und steht im Finale

Halbfinale

Der 1. FC Lok Leipzig ist dem Chemnitzer FC ins Sachsenpokal-Endspiel gefolgt. Die Probstheidaer hatten im Halbfinale gegen eine U19-Mannschaft von Dynamo Dresden alles im Griff und gewannen mit 4:0. Zwei Blitztore des FCL je nach Anpfiff konnten die SGD-Jungspunde nicht kontern.

Tor zum 4:0 für Lok Leipzig 2 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
2 min

MDR aktuell 17:45 Uhr Mi 19.05.2021 17:45Uhr 01:32 min

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Video

Traumstart für Lok

Die Probstheidaer legten einen Traumstart hin, bereits nach 22 Sekunden klingelte es im Kasten der Dynamos. Djamal Ziane behauptet sich gegen Dresdens 17-jährigen Verteidiger Lorenz Hollenbach, zog trocken ab und traf zum 1:0 für die Gastgeber. Die Blau-Gelben wollten schnell den Deckel draufmachen und stürmten weiter munter drauf los. Tom Nattermann (7.) mit einem satten Schuss und Sascha Pfeffer (17.) hatten gute Chancen, jedes Mal war Dresdens Keeper Stefan Kiefer zur Stelle.

Leipzigs Djamal Ziane trifft zum 1:0 und jubelt mit Zak Paulo Piplica und Sascha Pfeffer
Lok-Führung nach 22 Sekunden: Zak Paulo Piplica und Sascha Pfeffer jubeln mit dem Torschützen Djamal Ziane. Bildrechte: Picture Point

In der 28. Minute musst der SGD-Schlussmann jedoch wieder hinter sich greifen: Ziane nahm das Leder nach einer Nattermann-Flanke direkt und netzte zum 2:0 ein. Die Gäste aus Elbflorenz waren flink und hatten in Jonas Oehmichen ihren besten Mann, doch Zählbares sprang für sie nicht heraus. Die "Loksche" hatte alles im Griff.

Djamal Ziane, Lok Leipzig, 13 schiesst Tor zum 2:0
Djamal Ziane nimmt Maß und erzielt das 2:0. Bildrechte: imago images/Jan Huebner

Wieder Blitztor für die Gastgeber

Und das Szenario aus dem ersten Abschnitt setzte sich in der zweiten Hälfte fort. Wieder kamen die Probstheidaer in der Anfangsphase zu ihrem Treffer. Diesmal waren sieben Sekunden vergangen, als der eingewechselte Kenny Weyh im Strafraum Ziane weggrätschte. Den fälligen Elfmeter verwandelte Pfeffer sicher zum 3:0 – die Vorentscheidung.

Leipzigs Sascha Pfeffer trifft zum 3:0
Sascha Pfeffer übernimmt Verantwortung und verwandelt den Elfer zum 3:0. Bildrechte: imago images/Jan Huebner

Die Dresdner waren weiterhin bemüht, doch ihnen wollte kaum etwas in der Offensive gelingen. Anders die Leipziger. Pfeffer legte sich in der 86. Minute das Spielgerät zurecht und erzielte mit Übersicht das 4:0. Ein deutliches Ergebnis, was im Vorfeld so nicht zu erwarten war. Das Pokalfinale zwischen dem 1. FC Lokomotive und dem CFC steigt am 29. Mai zum "Tag der Amateure" in der Sportschule "Egidius Braun" in Leipzig-Abtnaundorf.

Stimmen der Beteiligten:

Heiko Scholz (Co-Trainer Dynamo Dresden): "Die Jungs und ich sind natürlich enttäuscht. Ich habe ihnen gesagt, dass sie hier eine große Chance haben. Es ist ein traditionelles Ostduell. Der Kenny Weyh ist 17 Jahre alt, der Sprung vom Jugendfußball zum Männerfußball ist eben schwer. Daraus lernen die Jungs. Die Fehler hier waren zu einfach. Ich hoffe, dass unsere Dresdner Fans nicht zu böse sind. Unser Fokus liegt auf dem Samstag, wir wollen unbedingt Meister werden."     

Almedin Civa (Trainer Lok Leipzig): "Ich war sehr zufrieden mit der Mannschaft. Ich denke, dass wir von der ersten bis zur letzten Minute hochkonzentriert waren. Wir wussten nicht, wer alles von Dynamo Dresden kommt. Das sind alles junge Burschen, die gut kicken können. Dennoch denke ich, dass unser Sieg verdient war. Wir hätten sogar noch ein paar Tore mehr erzielen können."

Sascha Pfeffer (Doppeltorschütze Lok Leipzig): "Wir freuen uns ungemein, denn wir wussten nicht, wo wir stehen. Die ganzen Monate war es sehr schwierig. Man hat immer trainiert und wusste nicht wofür. Das ist für einen Leistungssportler immer schwierig. Wie wir heute gespielt haben, war schon sehr ordentlich. Wir haben vorher darüber gesprochen, dass wir viele große Spiele verloren haben. Deshalb wollten wir ins Finale, sind im Finale und wollen das auch gewinnen."

jmd

Videos und Audios zu den Pokal-Wettbewerben

RB Leipzig gegen Hansa Rostock
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Domenico Tedesco
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Jens Härtel
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Alle anzeigen (66)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | MDR SACHSENSPIEGEL | 19. Mai 2021 | 19:00 Uhr

119 Kommentare

Olinad vor 35 Wochen

Zuerst Glückwunsch an Lok, auch wenn man sich in der diesjährigen Pokalrunde im Finale nur einmal den A... aufreisen muß und dann vielleicht schon Pokalsieger wird. Was Dresden hier an Fairness abgelassen hat, ist unterste Gürtellinie. Man war mit den Bubies nie in der Lage, auch nur annähernd Lok Paroli zu bieten. Das Ziel bei Wettbewerben sollte bei allen das Finale und gegebenfalls der Sieg sein, sonst braucht man solche Pokalspiele nicht zu veranstalten. Trainings-, Aufbau-, Nachwuchs-, Freundschaftsspiele usw. haben da keinen Platz und können separat organisiert werden. Man erwartet eigentlich in Wettbewerben von Spielen die in Richtung Finale gehen, dass sie an Spannung zunehmen (siehe CFC-Zwickau). Ich hatte mich auf ein solches Spiel gefreut, konnte das müde Gekicke aber nur bis maximal Minute 47 ertragen. Danach habe ich aus Ärger und Langeweile den Fernseher ausgeschalten und bin sinnvolleren Tätigkeiten nachgegangen. Mehr möchte ich dazu nicht schreiben.
Nur der CFC!

AufmerksamerBeobachter vor 35 Wochen

Echt? Das wäre ja eine herbe Klatsche. An Carlo Preller mit Fahner Höhe&Co hatte ich zwar inzwischen anerkennend Gefallen gefunden, aber keine RL mehr im MDR?

Dann bleibt das Ding gestern eines der letzten frei zu sehenden Spiele?

Verrückt, dann bleibt für den Sachsenpokal 21 nur ein dröhnendes 'the WORST games EVER!'

L0K vor 35 Wochen

Die Zeiten wo man sich das Wissen aus Wikipedia holt oder Medien, Verbänden oder den Vereinen Glauben schenkt ist bei uns längst vorbei. Die Wahrheit findest du bei uns im Forum.