Fußball | DFB-Pokal-Classics Epischer CFC-Abend, nervenstarke Auer, begeisternder HFC

Diese Erstrundenspiele im DFB-Pokal bleiben unvergessen. Der Chemnitzer FC gewann ein episches Duell gegen Mainz 05. Der FC Erzgebirge Aue bewies gegen den FC St. Pauli Nervenstärke vom Punkt. Der Hallesche FC ließ sich gegen den 1. FC Kaiserslautern auch vom Doppelpack eines Ex-HFC-Angreifers nicht schocken. Ab 10 Uhr seht ihr hier noch einmal die Höhepunkte der Partien in Bewegtbildern.

Hallescher FC 2016 nach dem ersten Hauptrundenspiel des DFB-Pokals
Bildrechte: imago/Christian Schroedter

Chemnitz erlebte berauschten Abend gegen Mainz

Sechs Tore in der regulären Spielzeit, vier in der Verlängerung, neun im Elfmeterschießen. Wer am 15. August 2014 das Erstrundenspiel des Chemnitzer FC gegen den 1. FSV Mainz 05 verfolgte, sah ein episches Duell an der Gellertstraße. Die Sachsen unter Trainer Karsten Heine (heute bei der VSG Altglienicke) schlugen als Drittliga-Spitzenreiter die Bundesliga-Elf des dänischen Coaches Kasper Hjulmand. Nachdem der Mainzer Verteidiger Niko Bungert den Ball unfreiwillig ins eigene Tor gelenkt hatte (87.), ging es in die 30 Bonusminuten.

Anton Fink verwandelt Elfmeter gegen Loris Karius
Anton Fink verwandelt seinen Elfmeter. Bildrechte: imago images / Sven Simon

Der CFC legte vor, doch in der Nachspielzeit der Verlängerung erzwang Johannes Geis nach Philipp Pentkes misslungenem Flugball mit einem Distanzschuss von der Mittellinie aus das Elfmeterschießen. In diesem trafen alle Schützen der "Himmelblauen". Anton Fink (nun Karlsruher SC) trat als Fünfter an und versetzte den Großteil der 10.287 Zuschauer im Stadion an der Gellertstraße in einen Party-Modus.

Statistik

Chemnitzer FC:  Pentke – Conrad, Endres, Röseler, Poggenberg (83. Ziereis) – Lais (68. Garbuschewski), Stenzel – Türpitz, Kehl-Gómez – Ofosu (76. Hofrath) – Fink
Mainz 05: Karius – Brosinski, Jara, Bell, Díaz – Park, Zimling (74. Geis) – Saller (68. Bungert), Djuricic (59. Malli), Koo – Okazaki

Tore: 0:1 Zimling (24.), 0:2 Okazaki (49.), 1:2 Fink (50.), 2:2 Fink (53.), 2:3 Koo (73.), 3:3 Bungert (87., ET), 4:3 Ziereis (103.), 4:4 Bungert (109.), 5:4 Kehl-Gómez (119.), 5:5 Geis (120.+2)

Elfmeterschießen: 5:6 Geis, 6:6 Garbuschewski, 6:7 Koo, 7:7 Türpitz, Schuss von Jara gehalten, 8:7 Hofrath, 8:8 Ju-ho Park, 9:8 Kehl-Gómez, 9:9 Brosinski, 10:9 Fink  

Zuschauer: 10.287

Aue schlägt FC St. Pauli im Elfmeterschießen

08. August 2008: Wer an diesem Tag im Lößnitztal nicht bei einer Hochzeit war, war wohl im Erzgebirgsstadion. Nach 120 torlosen Minuten überzeugte die Elf von Aues Heiko Weber (nun ZFC Meuselwitz) gegen den Zweitligisten vom Punkt. Alle fünf Schützen trafen für den Kumpelverein. Einer der Helden des Abends war "Veilchen"-Schlussmann Stephan Flauder (nun Viktoria Berlin), der den Ball von Marius Ebbers (nun Victoria Hamburg) parierte. Aues Thomas Paulus besiegelte das Weiterkommen (jetzt Leiter der Fußballschule SSV Jahn Regensburg) und rannte zu den Feierlichkeiten direkt in die Kurve.

v.li.: Tomasz Paulus, Fatih Yigitusagi, Marc Hensel, Arne Feick, Mohamed El Berkani, Sebastian Glasner, Steve Müller und Jan Hochscheid.
Elfmeterschießen in Aue Bildrechte: imago/Picture Point

Statistik

FC Erzgebirge Aue: Flauder – Hensel, Paulus, Kos, Müller (106. Cimen) – Hochscheidt, Cimen – Curri (46. El Berkani), Feick – Schmidt (74. Yigitusagi), Glassner
FC St. Pauli: Hain – Rothenbach, Eger, Morena, Weigelt – Boll (56. Gouiffe à Goufan) – Bruns, Hennings (117. Hoilett), Ludwig, Trojan - Sako (40. Ebbers)

Gelb-Rot: Eger (63.)

Tore im Elfmeterschießen: 0:1 Bruns, 1:1 Müller, 1:2 Ludwig, 2:2 Yigitusagi, 2:3 Trojan, 3:3 Glasner, 3:4 Morena, 4:4 Kos, Schuss von Ebbers gehalten, 5:4 Paulus

Zuschauer: 8.800

Halle dank Gjasula eine Runde weiter

20. August 2016: Halle hatte weniger Ballbesitz und weniger Ecken, doch zum Weiterkommen reicht es allemal gegen Zweitligist 1. FC Kaiserslautern. Mit 4:3 nach Verlängerung setzte sich das Team von Rico Schmitt (in der Gegenwart vor kurzem in Jena entlassen) in der Erstrundenpartie durch. Ex-HFC-Stürmer Osayamen Osawe traf an seiner alten Wirkungsstelle wie der Hallenser Hilal El-Helwe doppelt und rettete die Pfälzer in die Verlängerung. In dieser foulte FCK-Torwart André Weis den eingewechselten Andre Wallenborn im Strafraum. Vom Punkt erlöste Halles Klaus Gjasula, der heute bei Bundesligist Paderbon kickt, Team und Fans.

Klaus Gjasula - 1. Hauptrunde DFB Pokal Saison 2016-2017 Hallescher FC Halle vs. 1. FC Kaiserslautern im Erdgas Sportpark in Halle
Klaus Gjasula feiert mit seiner Mannschaft. Bildrechte: imago/Christian Schroedter

Statistik

Hallescher FC: Bredlow – Florian Brügmann, Kleineheismann, Barnofsky, Baumgärtel – Klaus Gjasula – Lindenhahn, Pfeffer, Ajani (71. Wallenborn), Röser (83. Schilk) – El-Helwe (90. Franke)
1. FC Kaiserslautern: Weis – Mwene, Ziegler, Heubach, Aliji – Frey, Ring (73. Jacob) – Stieber (81. Görtler), Halfar, Gaus (59. Zoua) - Osawe

Tore: 0:1 Osawe (23.), 1:1 Ajani (32.), 1:2 Stieber (37.), 2:2 El-Helwe (54.), 3:2 El Helwe (58.), 3:3 Osawe (90.+3), 4:3 Gjasula (94.)

Zuschauer: 10.021

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mkö

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