Fußball | Champions League Budapest als Ausweichstandort? RB Leipzig rennt die Zeit davon

RB Leipzig könnte auf der Suche nach einer alternativen Spielstätte für das Champions-Leage-Spiel gegen den FC Liverpool fündig geworden sein. Einem Medienbericht zufolge soll das Spiel in Ungarn stattfinden. Doch auch diese Variante ist keine Kardinalslösung. Fakt ist: Den Sachsen rennt die Zeit davon. Bis zum 8. Februar muss eine Lösung auf dem Tisch sein.

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Fr 05.02.2021 16:52Uhr 01:15 min

https://www.mdr.de/sport/sport-im-osten/video-nagelsmann-pk-champions-league-spiel-gegen-liverpool100.html

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Das Achtelfinal-Hinspiel der Champions League zwischen RB Leipzig und dem FC Liverpool am 16. Februar könnte in der Puskás Arena in Budapest ausgetragen werden. Das zumindest berichtet der "Sportbuzzer" am Freitag (05.02.). Auch Krakau und Danzig in Polen seien demnach als Ausweichspielorte geprüft worden, Budapest soll dem Bericht zufolge aber die Nase vorn haben.

Partie soll in jedem Fall stattfinden

Puskas Arena Budapest
Die Puskás-Arena in Budapest könnte als neuer Spielort fungieren. (Archiv) Bildrechte: imago images/ActionPictures

Eine offizielle Bestätigung von RB Leipzig gab es noch nicht. Trainer Julian Nagelsmann sagte nach Rücksprache mit RB-Vorstandschef Oliver Mintzlaff am Freitag vor dem Bundesliga-Duell beim FC Schalke 04, es gäbe noch nichts zu verkünden. Man arbeite in alle Richtungen. RB-Sprecher Till Müller ergänzte, die Partie werde mit Sicherheit nicht ausfallen. Wenn es etwas zu verkünden gebe, werde man es tun. "Wir werden aber keine Wasserstandsmeldungen abgeben", sagte Müller.

Problem: Ungarns Einreisebestimmungen

Einen Ausfall der Partie, die dann mit 3:0 für Liverpool gewertet werden würde, will und wird sich RB jedenfalls nicht leisten. Die Verlegung ins europäische Ausland ist naheliegend, auch wenn im Hinterkopf sicher noch die Hoffnung auf ein echtes Heimspiel mit Hilfe der Politik existiert. Für Ungarn gelten allerdings bis mindestens 1. März ebenfalls strenge Einreisebestimmungen. Das Auswärtige Amt weist darauf hin, dass "grundsätzlich nur noch ungarische Staatsangehörige" nach Ungarn einreisen dürfen. Die ungarische Botschaft in Berlin verweist immerhin auf Ausnahmegenehmigungen der Polizei. Eine Ausnahme seien auch "sonstige Gründe". Im Übrigen würde für die Rückreise nach Deutschland ein negatives Test-Ergebnis reichen, da Ungarn anders als Großbritannien nicht als Hochrisikoland eingestuft ist.

Tausch des Heimrechts angeblich vom Tisch

Anfield Road mit dem Liverpool Stadium
Ein Tausch des Heimrechts mit einem Hinspiel an der Liverpooler Anfield Road (Bild) ist angeblich vom Tisch. Bildrechte: imago/VI Images

Auch ein späteres Aufeinandertreffen mit den "Reds" nach dem 17. Februar - bis dahin gelten die aktuellen Corona-Beschränkungen der Bundesregierung - wäre in Betracht gekommen. Allerdings geht gegenwärtig niemand davon aus, dass diese Beschränkungen wegen der Coronavirus-Mutationen tatsächlich aufgehoben werden. Einen Tausch des Heimrechts mit der ersten Partie in Liverpool sollen die Engländer abgelehnt haben.

Nagelsmann: "Es wird eine Entscheidung geben, in welche Richtung auch immer"

Nagelsmann zeigte sich ob der unklaren Lage dennoch gelassen: "Ich kann es nicht organisieren und auch nicht festlegen, wie es läuft. Ich fühle mich in dieser Frage auch nicht allein gelassen. Ich versuche mich auf die Dinge zu konzentrieren, die ich beeinflussen kann. Und die heißen jetzt Schalke, dann Augsburg und dann Liverpool. Es wird eine Entscheidung geben, in welche Richtung auch immer. Wir werden das beste aus dieser Situation machen", versprach der RB-Trainer.

Klopp reagiert mit Unverständnis

Jürgen Klopp bei  einem Spiel im Stadion
Liverpool-Coach Jürgen Klopp. Bildrechte: imago images/Sportimage

Liverpools Coach Jürgen Klopp reagierte mit Unverständnis auf das Einreiseverbot seiner Mannschaft. Ich denke, es wäre absolut angemessen, eine Ausnahme zu machen", sagte Klopp am Freitag und verwies unter anderem auf die Maßnahmen, die Liverpool ergreife, um das Team vor dem Coronavirus zu schützen. "Wir sind wirklich in einer Blase, und wir könnten gegen Leipzig spielen, ohne das Virus zu verbreiten", so der 53-Jährige. Gleichzeitig betonte er: "Es ist, wie es ist: Die Regeln sind die Regeln, und wir werden sie akzeptieren."

Einreisesperre für Reisen auf Großbritannien

Hintergrund für die Spielortverlegung ist die vorerst bis zum 17. Februar gültige Einreisesperre nach Deutschland für Menschen aus besonders betroffenen Corona-Mutationsgebieten, zu denen Großbritannien zählt. Das Spiel ist auf den 16. Februar terminiert, das Rückspiel in Liverpool auf den 10. März. Laut Regularien der Europäischen Fußball-Union (UEFA) ist die Heimmannschaft dafür verantwortlich, die Austragung des Spiels zu organisieren. Bis zum 8. Februar muss Klarheit herrschen.

red/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 04. Februar 2021 | 19:30 Uhr

19 Kommentare

Voice vor 19 Wochen

Uiuiui zwiggerchen - die Kindergartengruppe wird Deine Schalker erstmal platt machen am Wochenende - und wo Jochen Recht hat, hat er Recht. Willst Du Schlacke oben sehen.... Sorry, aber der ist zu herrlich.
Apropos... Was ist denn mit dem Schlachter? Wieso ist der plötzlich wieder Sponsor? Ideale vergessen? oder was ist da los? Klären Sie uns doch bitte mal auf!

Beste Grüße aus der Messestadt!!

Feldspieler vor 19 Wochen

Da ohne Zuschauer gespielt wird, ist das Heimrecht doch nebensächlich... warum das Heimrecht dann nicht tauschen, als 2 Mannschaften noch mal durch Europa reisen zu lassen? Aber für RB ist es freilich gut, wenn überhaupt irgendwo gespielt werden kann. Die Chance Liverpool zu schlagen, ist aktuell da!

mamp vor 19 Wochen

Die Briten dürfen nicht nach Deutschland wegen den Kontakten, OK. RB dürfte aber nach Liverpool und wieder zurück. Der Tausch des Heimrechts, um erst mal Zeit zu gewinnen, eigentlich logisch obwohl es dennoch mehr Kontakte mit Briten zur Folge hätte. Das will aber Liverpool nicht da es halt schöner ist das Rückspiel daheim zu haben oder mit ganz großen Glück gar nicht antreten zu müssen und 3:0 gewinnen... kann man verstehen, nur spielt das unter den aktuellen Gegebenheiten eine übergeordnete Rolle? Jetzt beide Vereine quer durch Europa nach Ungarn reisen zu lassen, inkl. Hotels etc. und damit für noch deutlich mehr Kontakte zu sorgen ist dann natürlich eine super Lösung! Warum gibt es nicht jemanden der im Interesse aller mal auf den Tisch haut und diesen Schwachsinn beendet und eine logische Lösung durchsetzt?