Fußball | Champions League Keine Ausnahme für den Profisport - RB Leipzig braucht Alternative gegen Liverpool

Das Champions-League-Spiel von RB Leipzig gegen den FC Liverpool am 16. Februar in Leipzig wackelt mehr denn je. Grund ist eine Verordnung der Bundesregierung, die auch dem Profi-Sport keine Ausnahme genehmigt.

Die neuen deutschen Einreise-Regeln treffen auch die Champions League. Denn die vorerst bis zum 17. Februar gültige Verordnung sieht keine Ausnahmen für den Profifußball vor. In der Verordnung "gibt es derzeit keine Sonderregelung für Profi-Sportler", stellte eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums am Montag klar.

Damit kann RB Leipzig sein für den 16. Februar geplantes Achtelfinal-Hinspiel gegen den FC Liverpool nach aktuellem Stand nicht im eigenen Stadion austragen. Die Europäische Fußball-Union UEFA hat sich bisher noch nicht zu der Problematik geäußert.

Am Sonntag hatte sich Leipzigs Vorstandschef Oliver Mintzlaff noch optimistisch gezeigt, eine Lösung zu finden. "Unser Ziel ist es nicht, in St. Petersburg oder woanders als Alternative zu spielen", sagte Mintzlaff. Eine Möglichkeit wäre, das Heimrecht zu tauschen, eine andere das Spiel zu verschieben.

Jürgen Klopp Trainer FC Liverpool nach dem Gewinn der CL mit dem Pokal
Der Auftritt des Champions-League-Siegers von 2019 in Leipzig steht auf der Kippe. (Archiv) Bildrechte: imago images / Sportfoto Rudel

Ziel: Verbreitung mutierter Coronaviren verhindern

Zum Hintergrund: Die Bundesregierung hat aus Sorge um eine weitere Verbreitung von mutierten Coronaviren weitreichende Einreisesperren verhängt. Diese gelten unter anderem für Menschen aus Großbritannien, Südafrika, Portugal, Brasilien und Irland. Es gibt ein Beförderungsverbot für Fluggesellschaften, Bahn-, Bus- und Schiffsunternehmen. Ausnahmen gelten unter anderem für alle Deutschen und in Deutschland lebende Ausländer sowie für Transitpassagiere und den Warenverkehr. Demnach dürfte Liverpools Trainer Jürgen Klopp als deutscher Staatsbürger einreisen, falls er noch mit einem Wohnsitz in der Bundesrepublik gemeldet ist, für ausländische Spieler scheint es aktuell kein Schlupfloch zu geben.

red/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 30. Januar 2021 | 14:00 Uhr

11 Kommentare

Harka2 vor 19 Wochen

Was man beim Wintersport aber sehr schön sieht, ist dass alle konsequent FFP2-Masken tragen und nur in den kurzen Momenten, wenn die Sportler ihre Disziplin ausüben, die Sportler keine tragen. Das Risiko einer Ansteckung ist für die nämlich gleichbedeutend mit einem großen finanziellen Verlust verbunden.

peter1 vor 19 Wochen

Ob Profisport oder nicht, dieser Regelwirrwarr, Genehmigungen, keine Genehmigungen, Ausnahmen, keine Ausnahmen.....
Es ist alles nur schwer zu ertragen und ich komm mir vor, wie in einer Klappsmühle.

Voice vor 19 Wochen

Sicher haben Sie auch eine plausible Begründung für diesen - mit Verlaub - Quatsch, den Sie hier posten?!
Bleiben bzw. werden Sie gesund!

Beste Grüße aus der Messestadt!!