Fußball | Champions League RB Leipzig beantragt Einreise für Liverpool-Team

Das Achtelfinal-Hinspiel der Champions League zwischen Leipzig und Liverpool wackelt und die Zeit läuft. Bis zum 8. Februar brauchen die Sachsen eine Lösung.

Trainer Nagelsmann bei einer Pressekonferenz 1 min
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Muss der Kracher zwischen RB Leipzig und Liverpool verlegt werden? Julian Nagelsmann nimmt es (noch) gelassen.

Di 02.02.2021 13:18Uhr 01:28 min

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Das Champions-League-Spiel zwischen RB Leipzig und dem FC Liverpool wird zu einem bürokratischen Wettlauf gegen die Zeit und RB Leipzig setzt alle Hebel in Bewegung, um das Spiel wie geplant über die Bühne zu bringen. Der Fußball-Bundesligist stellte nun bei der Bundespolizei einen Antrag, um dem englischen Meister trotz der neuen Einreisesperre den Weg zum Achtelfinal-Hinspiel am 16. Februar zu ermöglichen.

"Natürlich befinden wir uns in Gesprächen mit den Behörden, der UEFA und Liverpool. Am Montag haben wir einen Antrag auf Einreisegenehmigung des Teams aus Liverpool gestellt. Wir warten auf Rückmeldung", sagte RB-Sprecher Till Müller.

UEFA will bis zum 8. Februar eine Lösung

Leipzig muss die Europäische Fußball-Union UEFA bis zum 8. Februar informieren, ob das Spiel wie geplant am 16. Februar in der Red Bull Arena ausgetragen werden kann. Derzeit verhindern dies die bis 17. Februar geltenden neuen deutschen Einreiseregeln für Menschen aus besonders betroffenen Corona-Mutationsgebieten, zu denen Großbritannien zählt.

Achtelfinale muss bis 2. April gespielt sein

Laut den Regularien muss Leipzig sicherstellen, dass das Spiel ausgetragen wird. Sollte dies im eigenen Stadion nicht möglich sein, muss RB der UEFA einen neutralen Spielort vorschlagen. Ein Tausch des Heimrechts wäre möglich, wenn beide Clubs zustimmen. Das Rückspiel ist am 10. März. Das Achtelfinale muss laut UEFA bis zum 2. April komplett gespielt werden. Findet Leipzig keine Lösung, wird das Spiel mit 0:3 gewertet.

Jürgen Klopp Trainer FC Liverpool nach dem Gewinn der CL mit dem Pokal
Der Auftritt des Champions-League-Siegers von 2019 in Leipzig steht auf der Kippe. (Archiv) Bildrechte: imago images / Sportfoto Rudel

Nagelsmann: "Noch nervt es nicht"

Trainer Julian Nagelsmann will das Thema vorerst nicht an sich heranlassen. "Ich kann es eh nicht beeinflussen", sagte der 33-Jährige am Dienstag. "Noch nervt es nicht, weil ich noch nicht hundertprozentig weiß, wie es aussieht. Der Fokus liegt auf dem Pokalspiel gegen Bochum und dann auf Schalke."

Keine Sonderregeln für Profis

Club-Vertreter hatten sich zuletzt optimistisch gezeigt, das Spiel im eigenen Stadion austragen zu können. Ziel sei es nicht, an einem alternativen Ort zu spielen, hatte RB-Vorstandschef Oliver Mintzlaff betont. Eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums hatte am Montag klargestellt, in der Verordnung "gibt es derzeit keine Sonderregelung für Profi-Sportler".

 Einreiseverbot bis 17. Februar

Seit Samstag dürfen Fluggesellschaften keine Menschen aus besonders betroffenen Corona-Mutationsgebieten mehr nach Deutschland bringen. Zu diesen Gebieten zählt Großbritannien. Ausnahmen sind lediglich für Deutsche und für Ausländer, die ihren Wohnsitz in Deutschland haben, vorgesehen. Für sie gilt aber auch die Pflicht, sich vor der Einreise anzumelden und einen negativen Corona-Test vorzuweisen.

dpa

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 02. Februar 2021 | 17:45 Uhr

34 Kommentare

Voice vor 10 Wochen

Na zwigger1? Nun auch im Pokal raus.... Ist nicht Ihr Jahr, der Schlachter bringt den Schalkern kein Glück, zumal er ja nun doch wieder mit im Boot sitzt... Trotz vorheriger, vollmundiger Trennung.... Hoppla...

Beste grüße aus der Messestadt!!

Voice vor 10 Wochen

Ja leider ist die Lobby zu groß. So sehr ich meinem Klub das alles gönne, so langsam kann man das der Normalbevölkerung nicht mehr begreiflich machen. Von Friseurbesuchen will ich gar nicht reden....
Ich habs da nicht so schwer, bei mir isst s oben sehr licht, aber wenn ich meine Kollegen sehe, wie die schon zugewachsen sind. Aber, Respekt, alle halten sich dran.

Beste Grüße aus der Messestadt!!

RumBelballer vor 10 Wochen

Den Vorschlag finde ich gut, zumal ich ziemlich sicher bin , dass es „meine Goldfüsse „ auch nach 2 Jahren noch gegeben hätte, was ich von anderen Vereinen nicht behaupten kann. Leider hat aber der Mammon gesiegt , kein Wunder bei den vielen „Entscheidungsträgern“ in den Vorständen. Da sind Interessenkonflikte vorprogrammiert.
Ich bin gespannt, wie die Nummer mit Liverpool ausgeht. Ein Schlupfloch wird sich schon finden lassen, ich vertraue auf die Rechtsabteilung von Red Bull.