Fußball | DFB-Pokal Fußballfest mit Zuschauern oder Tristesse im Pokal? So planen die mitteldeutschen Teams

Die Auslosung der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals hat aus mitteldeutscher Sicht spannende Partien ergeben. Die Frage vieler Fans ist nun: Finden die Spiele vor Zuschauern statt und wenn ja, wie viele sind erlaubt? "Sport im Osten" hat sich bei den vier mitteldeutschen Heim-Teams aus der ersten Runde umgehört.

Blick ins Bruno-Plache-Stadion mit Flutlichtmasten und Haupttribüne.
Blick in Leipziger Bruno-Plache-Stadion vom 1. FC Lok. (Archiv) Bildrechte: imago images/opokupix

David gegen Goliath oder Duelle großer Traditionsmannschaften machen den Reiz des DFB-Pokals aus - vor allem in den frühen Runden. Klar, dass die Fans solche Spiele am liebsten live im Stadion erleben wollen. Coronabedingt gibt es aktuell allerdings keine Gewissheit, ob, und wenn ja, wie viele Zuschauer in die Stadion können. Die aktuelle Corona-Schutz-Verordnung läuft in Sachsen beispielsweise bis zum 28. Juli. Änderungen im Anschluss sind durchaus denkbar. Mehr Klarheit könnten zwei Tagungen zum Thema Zuschauer-Rückkehr bringen: Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) tagt in dieser, die Deutsche Fußball-Liga DFL in der kommenden Woche. Dennoch bleibt es dabei: Gesicherte Aussagen lassen sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht treffen.

Keine falschen Hoffnungen schüren

Aber die Hoffnung stirbt zuletzt! Schon jetzt sind vor allem Lok Leipzig und der FC Carl Zeiss Jena vorsichtig optimistisch, was ihre Spiele vor Zuschauern gegen Bayer Leverkusen bzw. den 1. FC Köln betrifft. Beim 1. FC Magdeburg und bei Dynamo Dresden will man natürlich auch möglichst viele Fans im Stadion begrüßen, doch die Vereine äußern sich auf Nachfrage von "Sport im Osten" eher zurückhaltend. Falsche Hoffnungen sollen nicht geschürt werden.

1. FC Lok Leipzig - Bayer 04 Leverkusen

  • Alexander Voigt (Geschäftsführer Lok): "Wir konnten die Kapazität unseres Stadions auf rund 12.300 Zuschauer erhöhen. Wir besprechen uns jetzt mit der Polizei, wie die Auslastung sein könnte. Dann nehmen wir Kontakt zum Gesundheitsamt auf, wie die Pandemielage ist. Diese Gespräche finden in den kommenden Tagen statt. Wir gehen aber davon aus, dass wir voll auslasten können. Wir spielen auf jeden Fall in unserem Stadion."

  • Thomas Löwe (Präsident Lok): "Wir werden ein Fußballfest daraus machen. Wir werden hier im Bruno-Plache-Stadion spielen. Nach den Verlautbarungen aus dem Gesundheitsamt und der Politik werden wir das Stadion auch vollmachen."

FC Carl Zeiss Jena - 1. FC Köln

  • Andreas Trautmann (Pressesprecher FCC): "Wir wollen so viele Zuschauer wie möglich reinlassen. Aber wir haben zwei Sondersituationen: Zum einen die Zuschauerbeschränkungen wegen der Pandemie. Zum anderen spielen wir im Ernst-Abbe-Sportfeld auf einer Baustelle. Bis zum Beginn des DFB-Pokals wird noch die Gegengerade abgerissen, da verliert das Stadion noch einmal 2.500 Zuschauer. Nach Abriss der Gegengerade werden wir eine Kapazität von 6.500/7.000 Zuschauern haben. Dann müssen wir mit den Behörden vor Ort klären, inwieweit wir die auslasten können."

Haupttribüne Ernst-Abbe Sportfeld
Blick auf die Haupttribüne im Ernst-Abbe-Sportfeld in Jena. (Archiv) Bildrechte: IMAGO / Picture Point

SG Dynamo Dresden - SC Paderborn

  • Henry Buschmann (Pressesprecher SGD): "In welcher Form das Spiel gegen Paderborn vor Zuschauern stattfinden kann, ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht abschließend geklärt. Wenn das der Fall ist, werden wir das öffentlich kommunizieren. Aktuell können wir dazu aber noch nichts sagen. Ohnehin steht vor dem Pokalspiel noch das Heimspiel in der Liga gegen den FC Ingolstadt an."

1. FC Magdeburg - FC St. Pauli

  • Manuel Holscher (Pressesprecher FCM): "Wir befinden uns momentan mit dem Gesundheitsamt im Austausch. Zudem befinden wir uns in Abstimmung bezogen auf ein Modellprojekt."

(ten/dh)

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 05. Juli 2021 | 19:30 Uhr

3 Kommentare

Oxofrymbel vor 15 Wochen

Macht die Stadion-Tore auf ! In anderen Ländern lebt man inzwischen eine Freiheit, die wir "Michels" nicht mehr kennen, aber es hinnehmen, wie Gott gegeben. Es liegt also auch an uns.

AntiDFB vor 15 Wochen

In Jena hätte man mal die Auslosung abwarten sollen. Es hätte viel mehr Sinn gemacht die Gegengerade erst nach dem Pokalspiel abzureißen. Und bei großer Auslastung ( Entscheidung von Behörden) und großer Nachfrage wieder ne Zusatztribüne stellen können. Da sieht man mal das bestimmte Leute beim Betreiber sich nicht mit dem Verein identifizieren und den die Fans egal sind. Aber es wurde ja schon betont das die Fertigstellung oberste Priorität hat. Da sind die Interessen der Fans, insbesondere die der aktiven Fanszene vollkommen egal. Vielen Dank Andreas Kuhn und Chris Förster

Fury85 vor 15 Wochen

Sehe ich auch so wie AntiDFB. Aber da kommen die bestimmt wieder mit ollen Ausreden.