Fußball | Europameisterschaft Dänemark verliert EM-Auftakt nach Drama um Christian Eriksen

Die Fussballer der dänischen Nationalmannschaft bilden einen Kreis um Christian Eriksen, der medizinisch behandelt wird.
Dramatische Szenen in Kopenhagen: Die dänischen Spieler mit RB-Leipzig-Profi Yussuf Poulsen (4.v.li.) bilden einen Kreis um den am Boden behandelten Christian Eriksen. Bildrechte: IMAGO / Lehtikuva

Dänemark hat die nach dem Kollaps von Christian Eriksen für über eineinhalb Stunden unterbrochene EM-Vorrundenpartie gegen Finnland verloren. Die Partie in der Gruppe B am Samstagabend in Kopenhagen endete 0:1 (0:0) aus Sicht der Gastgeber. Der in der abgelaufenen Saison von Bayer Leverkusen an Union Berlin ausgeliehene Joel Pohjanpalo traf in der 60. Minute.

Wiederbelebung auf dem Rasen

Eriksen war in der 43. Minute kollabiert und regungslos liegen geblieben. Sofort herbeigerufene Helfer hatten lebensrettenden Maßnahmen eingeleitet. Der dänische Verband gab später vorsichtige Entwarnung, nachdem Eriksen nach minutenlanger Behandlung aus dem Stadion und ins Krankenhaus gebracht worden war. Der 29-Jährige sei "wach und ist zu weiteren Untersuchungen im Reichskrankenhaus", schrieb der Verband bei Twitter. Die Partie wurde um 20:30 Uhr wieder angepfiffen, nach Angaben der Europäischen Fußball-Union auf Wunsch beider Mannschaften.

Der Spieler Christian Eriksen
Bildrechte: IMAGO / ZUMA Wire

"Sie spielen das Spiel für Christian"

Vor dem Wiederanpfiff hatte Eriksen mit seinen Teamkollegen aus dem Krankenhaus gesprochen. "Wir haben mit ihm Kontakt aufgenommen und die Spieler haben mit Christian gesprochen. Das ist die gute Nachricht. Ihm geht es gut und sie spielen das Spiel für Christian", sagte der dänische Verbandsdirektor Peter Möller der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt DR. Für die Spieler sei es "wichtig gewesen" zu wissen, dass es Eriksen gut geht.

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red/dpa/sid

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 12. Juni 2021 | 21:45 Uhr

15 Kommentare

A.d.R. is Back vor 18 Wochen

Mein Respekt den Mannschaften die das Spiel trotz dieser Umstände durchgezogen haben und noch mehr Respekt und Anerkennung den Rettern dehnen es gelungen ist den Spieler zurück ins Leben zu holen. Wenn es anders ausgegangen wär, hätte man sicherlich anders entschieden, aber Ende gut alles gut, dem Spieler alles gut beste Genesung und viel Erfolg auf dem weiteren sportlichen und privaten Lebensweg. Man kann nur hoffen daß das der einzige Zwischenfall bei dieser EM war.
Gruß von jwd

Zwickauer1 vor 18 Wochen

Diese Geldsummen empfinde ich wirklich als asozial.
Viele kleine Vereine (die Basis des Fußballs) kommen kaum über die Runden.
Aber die Herren Millionäre sind nur hochmotiviert wenn entsprechende Gelder fließen.
Scheiß DFB.

Norbert Franke vor 18 Wochen

,,,,genau so ging es mir auch .Das war,wie in der Zeitlupe sehr gut zu sehen,eine astreine Schwalbe von Poulsen und hätte gelb verdient.
Aber irgendwie war mir schon vorher klar ,den Elfer hält ,,Radetzki,, und so kam es auch.
Habe mich für die Finnen gefreut und noch mehr für die finnischen Fans.Die dachten wohl es ist schon Weihnachten.