Fußball | Landespokal Sachsen Eilenburg-Coach Knaubel: 50-50-Chance im Halbfinale gegen Lok Leipzig

Viel Optimismus und Vorfreude bei Oberligist FC Eilenburg vor dem Sachsenpokal-Halbfinale am Samstag gegen Lok Leipzig. FCE-Trainer Knaubel sieht sein Team in einem historischen Spiel sportlich auf Augenhöhe.

Nico Knaubel 17 min
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Am Samstag peilt Fußball-Oberligist FC Eilenburg den größten Erfolg in der Vereinsgeschichte an. Mit einem Sieg im Sachsenpokal-Halbfinale gegen Lok Leipzig könnten die Nordsachsen erstmals in das Finale des Landespokals einziehen.

"Auf dem Papier David gegen Goliath"

Der Fünftligist aus Eilenburg ist gegen den Regionalliga-Meister aus Leipzig der Außenseiter. Doch der FCE geht das Spiel selbstbewusst an: "Das Spiel ist wohl eine 50:50-Sache", so Eilenburgs junger Coach Nico Knaubel am Dienstag (04.08.2020) optimistisch im Sport-im-Osten-Talk. "Auf dem Papier ist es David gegen Goliath. Sportlich sind wir aber näher beieinander", erklärt der 40-Jährige.

Eilenburg: Eingespieltes Team

Trainer Nico Knaubel (FC Eilenburg)
Knaubel: "Als Mannschaft sind wir gestärkt." Bildrechte: imago images / Picture Point

Knaubel spielt dabei auf den personellen Umbruch bei Lok nach dem verpassten Drittliga-Aufstieg an. Neun Spieler verließen den Verein, der neue Trainer Almedin Civa muss in der Kürze der Zeit bis zum Pokal-Halbfinale elf Neue integrieren. Knaubel kann dagegen auf ein eingespieltes Team setzen. "In den letzten fünf Jahren hat sich die Mannschaft kaum verändert. Als Mannschaft sind wir gestärkt. Das könnte ein kleiner Vorteil sein", so der Coach des Oberliga-Fünften.

"Vorreiter in Deutschland"

Im Achtelfinale hatte Eilenburg mit der BSG Chemie bereits einen Leipziger Regionalligisten rausgeworfen. Damals im November 2019 vor 712 Zuschauern. Im Halbfinale am Samstag dürfen nun dank eines Hygienekonzeptes sogar 1.000 Fans ins Ilburg-Stadion - gerecht aufgeteilt mit 500 Lok- und 500 FCE-Fans. "So viel haben wir sonst nicht", lacht Knaubel. "Das wird ein großer Höhepunkt auf uns. Ich hoffe, dass alle die Abstandregeln einhalten und dass wir ein Vorreiter in Deutschland oder der Welt sein können. Wir können dazu beitragen, dass der Sport als wichtiger Anker zurück in der Gesellschaft ist."

Eingangsbereich zu einem Stadion
Ins Eilenburger Ilburg-Stadion dürfen am Samstag 1.000 Zuschauer rein. Bildrechte: MDR/Dirk Hofmeister

Langer Landespokal-Samstag mit drei Livestreams

Das Halbfinale Eilenburg gegen Lok gibt es am Samstag ab 18 Uhr komplett im Livestream auf sport-im-osten.de und der Sport-im-Osten-App zu sehen. So wie zuvor schon ab 14 Uhr das Thüringenpokal-Halbfinale zwischen Nordhausen und Carl Zeiss Jena und ab 16 Uhr das zweite sächsische Halbfinale zwischen dem FC Inter und dem Chemnitzer FC.

Dieses Thema im Programm: MDR+ | Sport im Osten-Talk | 04. August 2020 | 17:00 Uhr

5 Kommentare

Lok vor 30 Wochen

Er hat nicht Unrecht. Nach so einem personellen Umbruch, dazu mit dem extrem dünnen Kader und der viel zu kurzen Vorbereitungszeit, ist da alles offen. Als höherklassiger Verein muss der Anspruch der Lokschen natürlich das Weiterkommen sein. Ich bin jedenfalls gespannt aufs erste Pflichtspiel. Lob den Eilenburgern, die da mit viel Aufwand ein Konzept auf die Beine gestellt haben, auch mit Zuschauern spielen zu können. Aber schade, ohne die ganzen verordneten Corona-Vorschriften hätte man statt nur 1.000 Zuschauern das Dreifache an Fans begrüßen dürfen.

Feldspieler vor 30 Wochen

FCE-Trainer Knaubel trägt ein wenig dick auf, aber das ist ok und hängt vielleicht auch damit zusammen, dass er nicht Lok-Trainer geworden ist. Nachvollziehbar. Das wird ein schweres Spiel und die Loksche muss hellwach sein und sich aber durchsetzen... für Fans und Verein wäre das Finale - nachdem verpatzten Aufstieg - ein kleines Wundpflaster...

Chemieschwein vor 30 Wochen

Das klingt bei dir wie vor dem Ortsderby.. 🤭 Ich würde mich freuen das noch mal kommentieren zu dürfen..