Fußball | International Fußball-Genie Diego Maradona gestorben

Er war einer der größten Fußballer aller Zeiten, gewann 1986 mit der argentinischen Nationalmannschaft den WM-Titel, zauberte mit Neapel im Europacup. Wenige Wochen nach seinem 60. Geburtstag starb Diego Maradona.

Diego Maradona, 2009
Bildrechte: dpa

Diego Maradona ist tot. Das bestätigte ein Sprecher des argentinischen Fußballverbandes. Argentinien rief nach dem Tod seines Fußball-Idols eine dreitägige Staatstrauer aus. Maradona galt in den 80er Jahren als der größte Fußballer der Welt. Der Supertechniker hatte großen Anteil am Titelgewinn der argentinischen Nationalmannschaft bei der WM 1986 in Mexiko.

Maradona hält den Weltmeisterpokal hoch
Sein größter Erfolg - der Gewinn des WM-Titels 1986 Bildrechte: imago/Laci Perenyi

Lange Krankenakte

Maradona war am 30. Oktober 60 geworden. Seine Krankenakte war lang: Er erlitt mindestens zwei Herzinfarkte, erkrankte an Hepatitis und ließ sich wegen Übergewichts einen Magen-Bypass legen. Zudem war Maradona mehrfach wegen seiner Drogensucht in Behandlung.

Hirn-Operation wegen Blutgerinnsel

Erst  vor wenigen Wochen hatte sich der 60-Jährige einer Hirn-OP unterzogen. Einen Tag zuvor war Maradona in ein Krankenhaus eingeliefert worden, weil er sich unwohl gefühlt hatte - und um ihn medikamentös besser einzustellen, da er seit langem Antidepressiva nimmt. Bei einem Scan wurde dann das Gerinnsel entdeckt. Maradona hatte unter seiner jahrelangen Kokainsucht und Alkoholsucht gelitten.

Maradona im Porträt
Zuletzt gesundheitlich schwer gezeichnet: Diego Maradona Bildrechte: imago images/Photosport

Genialer Fußballer

Maradona war eine Legende des Weltfußballs. Seine größten Erfolge feierte er auf Vereinsebene mit dem SSC Neapel, wo er zwischen 1984 und 1991 zwei Meistertitel gewann und 1989 zudem den UEFA-Cup. Mit Argentiniens Nationalmannschaft sicherte sich Maradona 1986 den WM-Titel. Unvergessen dabei die "Hand Gottes" beim Viertelfinale gegen England. Zugleich gelang ihm beim 2:0 wohl das spektakulärste Dribbling aller Zeiten. Nach seiner aktiven Zeit versuchte sich Maradona zwischen 2008 und 2010 auch als Nationaltrainer, mit weniger Erfolg.

Der Leipziger Lok-Abwehrspieler Matthias Lindner (2.v.l.) attackiert den ballführenden argentinischen Neapel-Star Diego Maradona (l). Rechts wartet Neapels mitlaufender brasilianischer Stürmer Careca auf den Ball.
Bildrechte: dpa

80.000 jubeln Maradona in Leipzig zu

Unvergessen ist auch ein Auftritt in der DDR: 1988 gab sich der große Meister in Leipzig die Ehre. Im Europacup bekam es der 1. FC Lok Leipzig mit dem SSC Neapel und Maradona zu tun. Am Ende schaffte Lok ein 1:1. Das Rückspiel ging 0:2 verloren. Neapel holte später den Cup-Sieg. Fünf Jahre zuvor begeisterte Maradona mit dem FC Barcelona in Magdeburg. Beim 5:1-Sieg erzielte der Zauberer am Ball gleich drei Treffer, es gab stehende Ovationen von den mehr als 25.000 Zuschauern im Ernst-Grube-Stadion. Am 25. November 2020 starb Maradona an den Folgen eines Herzinfarktes.

red

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 25. November 2020 | 19:30 Uhr

40 Kommentare

clubfan vor 8 Wochen

Hallo Rote Renate eigentlich haben Frauen immer Recht, aber in deinem Fall naja....Hier nochmal ein kleine Info für dich:
1. Argentinien -Unabhängig von SPANIEN!! seit dem 9.Juli 1816!!!
2. Brasilien- Unabhängig von PORTUGAL!!! seit 1825!!!
Meine Quelle ist Wikipedia- da solltest du dich auch mal informieren bevor du irgendetwas kommentierst!!!
Vielleicht ist ja Namibia ein Bundesland von Deutschland.....
Schönen Advent noch mit dem Osterhasen...

B.S.B. vor 8 Wochen

Wer kennt Maradonna nicht?
Die Antwort sagt Alles!
Solche Spieler prägen den Fussball und zeigen auf,was diesen Sport so einzigartig macht.Vergleichbar für mich sind nur noch: Pele,Eusebio,Gerd Müller und Messi.Diese Spieler konnten bzw.können (Messi) ein Spiel allein entscheiden.Aber,keiner war mit dem Ball so verheiratet wie dieser kleine Argentinier;Er stand auf dem Platz und war bereit, als wenn man einen Duracel-Hasen anknipste.Schade, dass er mit dem Ruhm nicht zurecht kam und dadurch das Leben nach der Karriere scheinbar nicht genießen konnte,ohne diesen Drogenmist.Keiner,der vom Fussball gefesselt ist,wird dich jeh vergessen.Ruhe in Frieden,kleiner Wirbelwind!!

ReneMD vor 8 Wochen

R.I.P. Diego , ich hatte das Glück Dich live bei uns in MD spielen zu sehen, Du wirst für immer der größte sein.
PS. Schuster Du bist kein Deutscher mehr