Fußball | Thüringenpokal "Die Vorfreude überwiegt" bei Wacker-Trainer Philipp Seeland vor dem Halbfinale gegen Jena

Insolvenzkrise und Rückzug aus der Regionalliga: Wacker Nordhausen steht vor einer herausfordenden Zukunft. Am Samstag will der abgestürzte FSV im Thüringenpokal-Halbfinale gegen Carl Zeiss Jena für positive Schlagzeilen sorgen. Wir sprachen mit Wacker-Trainer Philipp Seeland über das anstehende Duell und den sportlichen Neuanfang.

Philipp Seeland im SpiO-Talk 14 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

MDR+ Do 06.08.2020 13:00Uhr 14:26 min

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In Norden Thüringens stehen die Zeichen auf Neustart – sportlich zumindest. Nach der Pleite der eigenen Spielbetriebs-GmbH und wenig später auch des Vereins zog sich der FSV Wacker Nordhausen aus der Regionalliga Nordost zurück. Nun muss sich der Verein neu aufstellen. Der Einzug ins Landespokalfinale am 22. August wäre zweifelsohne Balsam für die Nordhäuser Fan-Seele.

"Überglücklich, vor solch einer Kulisse spielen zu können"

Auch wenn Wacker in das anstehende Halbfinale gegen Carl Zeiss Jena am Samstag (8. August, ab 14 Uhr im Livestream auf sport-im-osten.de und in der Sport-im-Osten-App) als Außenseiter geht, "die Vorfreude überwiegt", wie Nordhausens Trainer Philipp Seeland im "Spio"-Talk am Donnerstag (6. August) berichtete: "Wir freuen uns, endlich wieder ein Pflichtspiel machen zu können." Darüber hinaus muss die Partie nicht vor leeren Rängen stattfinden. 1.500 Zuschauer dürfen im Albert-Kuntz-Sportpark dank eines Hygienekonzepts dabei sein. "Die Spieler sind überglücklich, vor solch einer Kulisse spielen zu können. Die Karten gehen weg wie warme Semmeln", strahlte Seeland.

Oberliga-Klassenerhalt hat Priorität

In der nächsten Saison tritt der 30 Jahre junge Trainer mit dem FSV in der NOFV-Oberliga Süd an. Nach den turbulenten letzten Jahren gehe es nun darum, "die alte Zeit abzuschließen." Aus diesem Grund haben sich die Thüringer dazu entschieden, vom Profi- in den Amateurbereich zurückzukehren. Viele Spieler haben den Verein verlassen, so Seeland: "Wir haben den Kern neu aufgebaut und wollen uns in der Oberliga etablieren. Unser Ziel ist ganz klar der Klassenerhalt. Alles andere wäre im Moment utopisch." Langfristig soll es dann aber wieder eine Etage höher gehen. "Ein Verein wie Wacker Nordhausen gehört in die Regionalliga", unterstrich der FSV-Coach.

Seeland seit 2015 im Verein

Die Bedingungen dafür scheinen vorhanden. Mit einem tollen Team und optimalen Trainingsbedingungen fühlt sich Seeland am Rande des Harzes pudelwohl. Mit kurzer Unterbrechung nach der GmbH-Insolvenz ist der A-Lizeninhaber seit 2015 im Verein aktiv, hat bis zum Winter letzten Jahres die zweite Mannschaft des Vereins in der Oberliga betreut. Im Juli kehrte er zurück und soll nun den sportlichen Wiederaufbau anleiten. Mit dem Einzug ins Landespokalfinale könnte der Grundstein gelegt werden.

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jsc

Dieses Thema im Programm: MDR+ | Sport im Osten | 06. August 2020 | 14:00 Uhr

3 Kommentare

66BB1966RWE vor 30 Wochen

Ja das kann nicht sein. Eine gewisse Anzahl hätte man schon reinlassen können, zumal nie und nimmer ( zumindest glaube ich das) 1500 NDHler kommen. Mit der Stimmung wiederum ist so ne Sache. Heute gelesen, das der aktive Block von J. weder in Heim, noch Auswärtsspielen am Start ist, solange nur eine begrenzte Anzahl in die Stadien und Sportplätze dürfen.

Zwickauer1 vor 30 Wochen

Ich werde mal vorsichtig den Wackeren die Daumen drücken.
Eigentlich nur mit einem Hintergedanken, dass sich die Südharzfront aus seiner Lethargie befreit und sich wieder mal meldet.
Sport frei. Sport frei.

megaboss vor 30 Wochen

Eine Riesenschweinerei, keine Fans vom FCC zuzulassen, dafür 1500 von Ndh.
Spieltermin war ja auch schon lange bekannt.
Aber so ist man die Sorge los, daß Jenaer Fans Stimmung machen können, einfach nur unfair und unsportlich.