Fußball | FSA-Pokal Halberstadt siegt nach Steigerung klar in Nedlitz

1. Hauptrunde

Eine Halbzeit lang mühte sich Germania Halberstadt trotz klarer Überlegenheit bei Underdog Vorfläming Nedlitz. Erst nach Wiederanpfiff machte das Körner-Team den Einzug in die 2. Pokalrunde klar. Zu seinem ersten Einsatz kam dabei Torwart-Neuzugang Kilian Neufeld.

Torjubel bei VfB Germania Halberstadt  nach dem 0:2 von Marcel Goslar (Rechtes Mittelfeld Halberstadt) (2.v.li.) beim Landespokalspiel Nedlitz vs. Halberstadt (07.09.2019). Es jubeln mit Goslar v.l.n.r. Nico Huebner (Mittelstuermer Halberstadt), Mardochee Tchakoumi (Defensives Mittelfeld Halberstadt), Elias Loeder (Mittelfeld Halberstadt).
Jubel zweier Doppel-Torschützen: Hübner (li.) und Goslar (2.v.l.) trafen jeweils zweimal. Bildrechte: MDR/Dirk Hofmeister

Regionalligist Germania Halberstadt ist letztlich locker in die 2. Runde des Sachsen-Anhalt-Pokals eingezogen. Bei Achtligist Nedlitz siegte die Germania am Stamstag vor 231 Zuschauern nach einer deutlichen Steigerung in der 2. Halbzeit 7:0 (1:0).

Halberstadt-Coach Sven Körner schickte eine Mannschaft mit einigen Reservisten sowie Towart-Neuzugang Kilian Neufeld in die Pokalpartie. Vor rund 200 Zuschauern und etwa 20 mitgereisten Germania-Fans machte der Favorit von Beginn an das Spiel.

Marcus Hoffmann (Torwart Nedlitz) hält mit einer Parade den Ball beim Landespokalspiel Nedlitz vs. Halberstadt (07.09.2019).
Nedlitz-Keeper Hoffmann verhinderte mit seinen Paraden eine höhere Niederlage. Bildrechte: MDR/Dirk Hofmeister

Erst nach der Pause wird es deutlich

Der Regionalligist ließ aber viele Chancen liegen, Nedlitz halfen zudem Pfosten (7./Marcel Goslar) und Latte (37./Stefan Korsch). Erst ein Elfmeter brachte Germania in Führung: Nach einem Foul von Eduard Hahn traf Nico Hübner sicher ins linke untere Eck (39.). Nedlitz hatte über die gesamte Spielzeit zwar nur eine Torchance (90./Marcel Kilz), hielt aber lange die Abwehr dicht. Die robuste und eng stehende Defensive des Außenseiters brachte immer wieder ein Bein in die Halberstädter Torschüsse.

Die Hoffnungen der Hausherren auf eine Überraschung zerstörte der Gast aus dem Harz dann aber mit einer Druckphase nach dem Wechsel: Goslar (52./56.), Hübner (60.), Elias Löder (64./74.) und Dennis Blaser (84.) trafen zum standesgemäßen Sieg. Das schönste Tor des Nachmittags erzielte dabei Hübner zum 0:4 - sein 18-Meter-Schuss landete im linken Eck.

Zweikampf um den Ball zwischen Mardochee Tchakoumi (Defensives Mittelfeld Halberstadt) (li.) und Maximilian Mueller (Nedlitz) (re.) beim Landespokalspiel Nedlitz vs. Halberstadt
Zweikampf zwischen Tchakoumi (Halberstadt/li.) und Müller (Nedlitz/re.). Bildrechte: MDR/Dirk Hofmeister

Stimmen zum Spiel:

Sven Koerner (Trainer Halberstadt) lachend beim Landespokalspiel Nedlitz vs. Halberstadt
Körner: "Ein kleines Stück vorangekommen" Bildrechte: MDR/Dirk Hofmeister

Sven Körner (Halberstadt): "Am Anfang haben sich die Jungs schwer getan, weil wir nicht so ein gutes Positionsspiel hatten. Auch von der Chancenverwertung waren wir nicht so effektiv. Man hat aber gesehen, dass die Jungs ein Tor machen wollten. Nach der Pause haben wir am Positionsspiel gearbeitet und es besser gemacht. Wir haben versucht, eine höhere und temporeichere Ballzirkulation zu haben und in Überzahl mehr über die Flügel zu kommen. Das haben die Jungs gut gemacht. Von daher geht der Sieg auch in der Höhe in Ordnung. Es ging uns im Spiel darum einigen Spielpraxis zu geben, die sonst nicht so viel Spielpraxis haben. Und es ging darum, Abläufe im Ballbesitz herzustellen. Und wir wollten zu Null spielen. Das ist uns gelungen, wir sind ein kleines Stück vorangekommen. Jetzt freue ich mich am Mittwoch auf Chemie Leipzig."

Dirk Bizuga (Trainer Nedlitz) beim Landespokalspiel Nedlitz vs. Halberstadt
Bizuga: "Stolz auf die Jungs" Bildrechte: MDR/Dirk Hofmeister

Dirk Bizuga (Nedlitz): "In der ersten Halbzeit waren wir gut drin. Wir wollten Halberstadt die Räume eng machen. Das ist schwierig gegen so eine starke Mannschaft wie gegen Halberstadt. In der ersten Halbzeit hatten wir etwas Glück - das haben wir uns aber auch erarbeitet. Unser Tormann hat klasse gehalten. In unseren Vorstößen hat man die Unterschiede in der Schnelligkeit gesehen, hier war Germania klar im Vorteil. In der Halbzeit mussten wir wechseln. Da war ein Bruch in unserem Spiel, man hat gesehen, dass uns dann die Konzentration und die Frische gefehlt hat. Wir haben es lange offen halten können. Wir nehmen das jetzt mit und wollen es nächste Woche im Landesklasse-Spitzenspiel beim Burger SC auch zeigen. Ich bin stolz auf die Jungs. Wir wollten nicht zweistellig verlieren und haben 0:7 verloren. Alles ist gut."

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dh

Dieses Thema im Programm: MDR S-ANHALT | MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 07. September 2019 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 07. September 2019, 18:45 Uhr

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